Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens fördert Schwerpunktbereich „Nachhaltiges Bauen“ an der ETH Zürich

19.10.2010
Der Rat der Eidgenössischen Technischen Hochschulen (ETH-Rat) hat den Nachwuchswissenschaftler Arno Schlüter per 1. Oktober 2010 zum Assistenzprofessor für den Fachbereich „Architecture & Sustainable Building Technologies“ ernannt.

Die neue ETH-Professur ist Kern des fünf Millionen Franken umfassenden Siemens-Förderprogramms für die Lehr- und Forschungsaktivitäten der ETH Zürich im Schwerpunktbereich „Nachhaltiges Bauen“. Dieses wird von der in Zug ansässigen Siemens-Division Building Technologies finanziert.

„Für Siemens ist es von essentieller Bedeutung, einschätzen zu können, wie sich die Bedingungen für Gebäudetechnik in verschiedenen Märkten und Klimazonen weiterentwickeln werden. Nur so können wir sicherstellen, dass wir unser Wissen und Angebot diesen Veränderungen laufend anpassen können“, kommentierte Dr. Johannes Milde, CEO der weltweit tätigen Siemens-Division Building Technologies, die Ernennung.

Building Technologies fokussiert sich als weltweit führender Anbieter für Gebäudeautomation auf die Optimierung des Betriebs und die Minimierung der Betriebskosten von Gebäuden durch intelligente Gebäudeautomationssysteme. Mit der Unterstützung der neuen Professur wird die Zusammenarbeit zwischen der ETH Zürich und Siemens verstärkt und die Lehr- und Forschungstätigkeit im Bereich „Nachhaltiges Bauen“ ausgeweitet.

Der gebürtige Freiburger Arno Schlüter promovierte 2010 an der ETH Zürich über digitale Methoden und Prozesse für den nachhaltigen Gebäudeentwurf unter der Verwendung verteilter technischer Systeme. Im Rahmen seiner Forschungsarbeit hat er digitale Werkzeuge entwickelt, die es erstmals ermöglichen, komplexe Abhängigkeiten im Entwurf eines Gebäudes und die daraus resultierenden Energieflüsse und Emissionen bereits in den frühen Phasen des architektonischen Prozesses zu berücksichtigen. So werden für Architekten und Planer wichtige Entscheidungsgrundlagen für den Entwurf und die Planung nachhaltiger Gebäude geschaffen. Diese Methodik hat Arno Schlüter zusammen mit einem Gründerteam im Jahr 2009 in den ETH-Spinoff keoto AG übertragen, wo sie bereits für Auftraggeber aus der Bau- und Immobilienindustrie angewendet wird.

"Um neue Technologien für eine nachhaltige Architektur zu erforschen und zu entwickeln, müssen Gebäude als komplexe, dynamische Systeme verstanden werden“, erklärte Schlüter. „Dies erfordert eine umfassende Sicht auf die Zusammenhänge zwischen dem Klima, der Form, der Konstruktion und den technischen Systemen zur Nutzung regenerativer Energiequellen – und zwar von der Planung bis hin zum Betrieb der Gebäude. Hierfür sind neue, integrierende Methoden und Prozesse notwendig, mit welchen die relevanten Informationen über den Gebäudelebenszyklus modelliert, visualisiert und verarbeitet werden können."

„Durch die Förderung der Siemens-Division Building Technologies“, so ETH-Präsident Prof. Ralph Eichler, „kann die ETH Zürich ihr Schwerpunktgebiet ‚Nachhaltiges Bauen’ zusätzlich ausbauen. Der Schwerpunkt, der in Zukunft eine noch grössere Bedeutung haben wird, wird so durch zusätzliche Lehr- und Forschungskapazitäten sowie neue Forschungserkenntnisse gestärkt.“

| Siemens Schweiz AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.ch/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau