Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siegerehrung beim NRW-Schülerwettbewerb „Fuel Cell Box 2011“ der EnergieAgentur.NRW

14.07.2011
Minister Johannes Remmel zeichnet 5 Schülergruppen aus Ennepetal, Gladbeck, Köln, Duisburg und Erwitte aus

Der 6. NRW-Schülerwettbewerb „Fuel Cell Box 2011" zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik ist entschieden.

Der Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel steht und von der EnergieAgentur.NRW und der h-tec GmbH veranstaltet wird, soll Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 11 den Energieträger Wasserstoff und die hocheffiziente Brennstoffzelle näher bringen. In der Endphase hatten 20 Teams den Technikbaukasten „Fuel Cell Box“ erhalten, aus dem eine Radio-Sendemastanlage im Modellmaßstab autark mit regenerativer Energie versorgt werden sollte.

Die fünf Siegergruppen kommen aus Duisburg, Ennepetal, Erwitte, Gladbeck und Köln. Es sind Schülerinnen und Schüler von vier Gymnasien und einer Gesamtschule. Den ersten Platz belegte das Team vom Reichenbach-Gymnasium aus Ennepetal. Weiterer Höhepunkt der Siegerehrung beim langjährigen Partner AIR LIQUIDE Deutschland GmbH in Düsseldorf war ein Abschlusswettbewerb mit den selbstkonstruierten Modellen, in dem die Teams ihr strategisches Geschick zur Nutzung erneuerbarer Energien und die Leistungsfähigkeit ihrer Konstruktionen unter Beweis stellen mussten. Die Sieger des Wettbewerbs erhielten moderne Internetradios, die von Air Liquide bereitgestellt wurden.

Schirmherr Minister Johannes Remmel führte bei der Siegerehrung aus: „Nordrhein-Westfalen hat in Deutschland eine führende Position in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Diese Schlüsseltechnologie, die große Chancen für Klimaschutz und Wirtschaft bietet, benötigt exzellente Mitarbeiter, heute und besonders in der Zukunft. Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die dringend gesuchten Facharbeiter, Techniker und Ingenieure von morgen.

Genau das wollen wir mit diesem Wettbewerb erreichen; die Neugier für Technik bei den jungen Heranwachsenden wecken und sie mit dieser Begeisterung zum Studium oder zur Ausbildung in diesem Bereich anregen. Das bringt qualifizierten Nachwuchs für das Ingenieurland NRW und zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Energieregion Nr. 1 Nordrhein-Westfalen. Dieser Wettbewerb ist eine sinnvolle Investition in das Umweltbewusstsein und für den Klimaschutz und soll auch 2012 wieder stattfinden."

Markus Sieverding, Vorsitzender der Geschäftsführung der AIR LIQUIDE Deutschland GmbH und Gastgeber der Siegerehrung, sagte in seinem Grußwort: „Wasserstoff und Brennstoffzellen werden eine Schlüsselrolle in der Energieversorgung und Mobilität von morgen spielen. Wir freuen uns daher, diesen bundesweit beispielhaften Wettbewerb mit jungen Menschen schon seit langem zu unterstützen. Mit unseren Wasserstoffaktivitäten, nicht nur in NRW, bieten wir beste Voraussetzungen für eine emissionsarme Mobilität der Zukunft - praktischer Klimaschutz in der täglichen Nutzung.“

Davon konnte sich Minister Remmel gleich vor Ort bei einer Probefahrt mit einem HydroGen4-Auto (Opel) überzeugen, das Air Liquide seit kurzem in den Fuhrpark aufgenommen hat.

„Offensichtlich hat es den Jugendlichen wieder viel Spaß gemacht, die Brennstoffzellentechnik wissenschaftlich unter die Lupe zu nehmen. An den bisherigen sechs Ausschreibungen haben rund 1.000 Teams mit etwa 2.500 Schülerinnen und Schülern teilgenommen. Der weibliche Anteil liegt zwar bisher nur bei etwa knapp 20 Prozent; aber bereits zweimal haben Mädchenteams den Wettbewerb gewonnen. Auch diesmal sind in drei der fünf Siegerteams junge Damen dabei“, sagte Dr. Andreas Ziolek, Leiter des Netzwerkes Brennstoffzelle und Wasserstoff der EnergieAgentur.NRW.

Das Netzwerk spielt seit zehn Jahren eine besondere Rolle beim Aufbau der Energietechnologiekompetenz zu den Themen Wasserstoff, Brennstoffzelle und Elektromobilität innerhalb der EnergieRegion.NRW. Dem Netzwerk gehören mittlerweile 375 Mitglieder aus Nordrhein-Westfalen, den anderen Bundesländern sowie aus dem Ausland an. Bislang wurden rund 100 Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekte in Nordrhein-Westfalen initiiert. Dazu wurden vom Land NRW und von der Europäischen Union (Europäischer Fond für regionale Entwicklung - EFRE) bisher mehr als 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt; bei 177 Millionen Euro Gesamtinvestitionen.

Fuel Cell Box – Wettbewerb 2011:
Liste der fünf Siegergruppen
Platz 1:
Reichenbach-Gymnasium Ennepetal, Ennepetal,
mit Benjamin Wiese, Felix Figge, Hans-Georg Babin und ihrem Lehrer Achim Schäfers
Platz 2:
Ingeborg-Drewitz-Gesamtschule, Gladbeck,
mit Mary Mayen Gay, Vanessa Krätzschmar, Alexander Kamps mit dem Lehrer Guntram Seippel
Platz 3:
Liebfrauenschule Köln, Gymnasium in Köln,
mit Johanna Schultz, Oliver Feith und dem Lehrer Tim Wallraf
Platz 4:
Albert-Einstein-Gymnasium, Duisburg,
mit Moritz Hilger, Robin Stallmann, Fabian Kirstein und dem Lehrer Marc Brode
Platz 5:
Städtisches Gymnasium Erwitte, Erwitte,
mit Annika Frede, Eva Graßkemper, Ines Wiek und dem Lehrer Torsten Schulze-Buxloh
Ansprechpartner vor Ort:
Dr. Thomas Kattenstein von der EnergieAgentur.NRW
Tel: (0173) 25 12 739

Uwe H. Burghardt | EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen:
http://www.fuelcellbox-nrw.de
http://www.airliquide.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht EU-Projekt: Bilder leistungsstark und energieeffizient verarbeiten
24.01.2017 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht „Allen Unkenrufen zum Trotz“ Neues Projekt sorgt für Schutz der Gelbbauchunken in Bayern
24.01.2017 | Bundesamt für Naturschutz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie

Experiment zu ultra-kaltem Rubidium hebt mit Forschungsrakete vom Boden ab

24.01.2017 | Physik Astronomie