Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schweben durch Ultraschall: VDE-Sonderpreis im Jugend forscht Finale für Trio der Ricarda-Huch-Schule

05.06.2014

Zum zweiten Mal in Folge gelang es Jule Henrika Kuhn (16), Jule Anna Caroline Stevens (17) und Anna Linnéa Hölterhoff (17) von der Ricarda-Huch-Schule aus Kiel den VDE-Sonderpreis für mikroelektronische Anwendungen zu gewinnen.

Mittels Ultraschall bringen sie kleine Gegenstände zum Schweben. Etwas überaus Spektakuläres sei ihnen gelungen, befand die Jury im Finale des 49. Bundeswettbewerbs von "Jugend forscht" in Künzelsau. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Trio eine kostengünstige, präzise und unkomplizierte Möglichkeit gefunden, den Puls zu messen und den Sauerstoffgehalt im Blut zu bestimmen.


Jule Henrika Kuhn, rechts (16), Jule Anna Carolina Stevens, Mitte (17), Anna Linnéa Hölterhoff, links (17)

"Schon auf der Rückfahrt vom Finale war uns damals klar, dass wir nochmal teilnehmen", erklären die jungen Frauen. Diesmal kreierten sie eine akustische Pinzette: "Als Basis dienen spezielle Kristalle, die beim Anlegen einer elektrischen Spannung zu schwingen beginnen und dadurch starke, gebündelte Schallwellen erzeugen", beschreiben sie ihre Idee.

Den Schallsender konfigurierten die drei Nachwuchsforscherinnen so, dass er Styroporflocken wie mit einer unsichtbaren Pinzette in der Luft halten kann. Ein magisches Phänomen, das allerdings sehr aufwändig war. Bereits nach den Herbstferien begann das Forschungsprojekt. "Wir haben gerade sehr viel Chemieunterricht und interessierten uns besonders dafür", sagt Jule Henrika Kuhn.    

Die drei Schülerinnen besuchen die 12. Klasse und werden im nächsten Jahr das Abitur machen. "Eine Weiterentwicklung ist durchaus vorstellbar, indem wir Flüssigkeiten schweben lassen", sagt die junge Forscherin. Sinnvoll sei das Verfahren dort, wo bestimmte Teile zu empfindlich für Berührungen seien, wie etwa in der Platinenfertigung. Ultraschall - also für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbarer Schall - wird heute beispielsweise zum Reinigen von Brillengläsern oder zur Abstandsmessung genutzt. Jule Henrika Kuhn, Jule Anna Caroline Stevens und Anna Linnéa Hölterhoff erweitern mit ihrer Idee das Spektrum.     

Dass die Preisträgerinnen aus dem vergangenen Jahr erneut ins Finale kamen, begeistert die Jury und die Experten des VDE. Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: "Die jungen Frauen sind erstaunlich in ihrem Forschungsinteresse. Es ist toll, dass sie sich erneut an etwas ganz Spektakuläres herangetraut haben und es konzentriert umsetzten." Für den VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik mit seinen 36.000 Mitgliedern, davon 1.300 Unternehmen und 8.000 Studierende, einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas, hat die aktive Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert. "Wir vergeben auch auf Landesebene bei Jugend forscht jährlich zahlreiche Sonderpreise", sagt der Vorstandsvorsitzende. Jungen Menschen bietet das die Chance frühzeitig Erfolge der eigenen wissenschaftlichen Arbeit zu erleben.     

209 Jugendliche mit insgesamt 114 Projekten qualifizierten sich für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb. Teilgenommen hatten bei "Jugend forscht" insgesamt über 12.000 Jugendliche. Anlässlich der Preisverleihung sagte Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung und zugleich Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung Jugend forscht e. V.: "Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist der Wettbewerb ein Schlüsselerlebnis und die erste wichtige Weichenstellung für eine spätere Karriere in der Wissenschaft." Auch für die jungen Frauen aus Kiel ist "Jugend forscht" ein Wettbewerb mit Zukunftspotential. Sie wollen auf jeden Fall weitermachen und ihr Erfolg gibt ihnen Recht. "Vielleicht sind wir nächste Jahr wieder dabei", stellt Jule Henrika Kuhn fest. Der VDE wird das Engagement aktiv unterstützen: "Unsere Preisträger werden auch immer  zu Präsentationen auf Messen und Kongressen eingeladen, damit sie ihre Ideen der Öffentlichkeit präsentieren können", sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender.    

Über eine Veröffentlichung freuen wir uns sehr, noch mehr aber die jungen Damen aus Kiel! Mal gucken, welches Projekt sie im nächsten Jahr einreichen.     

Melanie Unseld  

Pressesprecherin    

VDE VERBAND DER ELEKTROTECHNIK  

ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK e.V.  

Stresemannallee 15  

60596 Frankfurt am Main  

Tel.: 069 6308-461  

Fax:  069 63089461  

E-Mail: melanie.unseld@vde.com  

E-Mail: presse@vde.com  

http://www.vde.com  

Melanie Unseld | VDE

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie

Digitalanzeige mit Touchscreen WAY-AX & WAY-DX von WayCon

27.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie