Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rashid Sunyaev erhält Kyoto Preis 2011

01.07.2011
Die Inamori-Stiftung und die Universität Kyoto gaben bekannt, dass der diesjährige Kyoto Wissenschaftspreis an Prof. Rashid Sunyaev, Direktor am Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching, verliehen wird. Er wird damit für seinen "Beitrag zu präziser beobachtender Kosmologie durch die Theorie der Fluktutationen der kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung" geehrt.

Der Kyoto-Preis ist der wichtigste Wissenschaftspreis in Japan und wurde durch die Inamori-Stiftung begründet und wurde nach Kyoto benannt, einer Stadt die für ihre Geschichte und ihre große kulturelle und wissenschaftliche Tradition bekannt ist.

Unter den bisherigen Preisträgern befinden sich die weltbekannten Astronomen Jan Oort, Chushiro Hayashi und Eugene Parker, sowie bedeutende Mathematiker und Geophysiker, Biologen, Materialwissenschaftler, Philosophen und bekannte Vertreter der Künste.

Die offizielle Begründung hält fest, dass "seine theoretischen Studien weitreichenden Einfluss auf die moderne beobachtende Kosmologie ausgeübt haben, und heute dabei helfen die Ausdehnung des Universums zu erforschen. In seinen Studien beschreibt er den Einfluss akustischer Schwingungen im frühen Universum auf Temperaturschwankungen der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung und deren Zerstreuung durch heiße Elektronen in Galaxienhaufen. Darüber hinaus hat Dr. Sunyaev durch seine theoretischen Forschungen zur Akkretion von Materie zu hochdichten Himmelskörpern und den damit verbundenen Energiefreisetzungsmechanismen bedeutende Beiträge zur Hochenergieastronomie geleistet. In diesem Bereich hat er die Leitung internationaler Beobachtungsprojekte übernommen."

Bereits in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren begannen Rashid Sunyaev und Yakov Zeldovich ihre Arbeiten zu akustischen Oszillationen und den Verzerrungen des kosmischen Mikrowellenhintergrundes durch Galaxienhaufen. Seitdem entwickelten sich ihre Ideen von rein theoretischen Modellen zu äußerst leistungsfähigen Werkzeugen in der modernen, beobachtenden Kosmologie.

Zusammen mit Dr. Rashid Sunyaev erhalten auch Dr. John Werner Cahn den Kyoto-Preis in der Kategorie "Hochtechnologie" und Tamasaburo Bando V in der Kategorie "Kunst und Philosophie". Die feierliche Verleihung wird am 10. November in Kyoto im "internationalen Kyoto Konferenzzentrum" stattfinden. Dabei wird jeder Preisträger eine Urkunde, eine Kyoto-Preis Goldmedaille sowie ein Preisgeld von 50 Millionen Yen (etwa 430.000 Euro) erhalten.

Dr. Hannelore Hämmerle
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
MPI für extraterrestrische Physik
MPI für Astrophysik
Giessenbachstraße
85748 Garching
+49 (89) 30 000 3980
hannelore.haemmerle@mpe.mpg.de

Dr. Hannelore Hämmerle | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpa-garching.mpg.de/mpa/institute/news_archives/news1107_sunyaev/news1107_sunyaev-de.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise