Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"eMil" bringt das Racing Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau auf Platz 8 der Weltrangliste

20.12.2012
Mit seinem Elektro-Rennwagen FP612e „eMil“ hat es das WHZ Racing Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau unter die Top Ten der Weltrangliste der Formula Student geschafft: Im weltweiten Ranking der Elektrofahrzeuge belegt das Team der Westsächsischen Hochschule momentan Platz 8.

In Zwickau liegen die Wurzeln für die Erfolgsgeschichte des sächsischen Automobilbaus. Eine Erfolgsgeschichte schreibt auch ein studentisches Team von knapp 60 jungen Leuten, die unter dem Leitspruch „Innovation meets tradition“ unentgeltlich in einem einzigartigen Motorsportprojekt arbeiten:


eMil 2012 in Italien.
Foto: WHZ/Racing Team


eMil in Silverstone.
Foto: WHZ/Racing Team

Jedes Jahr im August treffen sich mehr als 90 Teams von allen Kontinenten am Hockenheimring und präsentieren ihre Fahrzeuge bei der „Formula Student Germany“. Dieser Wettbewerb stammt aus den USA und findet seit 2006 auch in Deutschland rege Beteiligung. Aber auch in vielen anderen europäischen Staaten sowie in ferneren Ländern wie Japan, Kanada oder China treten die Teams unterschiedlichster Hochschulen gegeneinander an. Dabei gewinnt nicht unbedingt der schnellste Formelwagen, sondern der beste Mix aus Effizienz, Fahreigenschaften, Design und den wirtschaftlichen Rahmenfaktoren.

„Das wird alles nur von Studenten gebaut? - das ist die typische Frage, die wir immer wieder gestellt bekommen. Die Antwort, dass ein solches Fahrzeug in nur neun Monaten von etwa 50 Studenten komplett selbstständig konstruiert, entwickelt und aufgebaut wird, ruft meist großes Staunen hervor“ sagt Anna-Franziska Zapf, Projektleiterin des Teams. Wenn die Fahrzeuge dann in unter 4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, ist die Begeisterung aller Beteiligten spürbar. Das steckt auch andere an: das Projekt kann sich auf breite Unterstützung durch die großen deutschen Automobilhersteller und Zulieferer verlassen – und in jeder Saison werden neue „Fans“ dazu gewonnen.

Geschichte
Im Jahr 2007 nahmen die jungen Zwickauer zum ersten Mal am Formula-Student-Wettbewerb teil und sammelten erste Erfahrungen im Rennsport. Durch konstante Weiterentwicklungen und unzählige Stunden Konstruktionsarbeit konnte das WHZ Racing Team mit dem Schwan auf der Brust in den darauffolgenden Jahren stetig bessere Leistungen erzielen. Somit waren dann auch Spezialpreise und Podiumsplätze in den Einzelwertungen keine Seltenheit mehr. „Zwischen großen Namen wie München, Zürich oder Stuttgart ist die Hochschule Zwickau ein anerkannter Konkurrent“, so Anna-Franziska Zapf - und der schaffte es bereits in die Top Ten der Weltrangliste. Seit 2010 gibt es aber nicht mehr nur Fahrzeuge, die mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden: Von diesem Zeitpunkt an wurden auch in der Werkstatt des Zwickauer Campus Elektrofahrzeuge entwickelt. Dabei schrammte man gleich in der ersten Saison zum wichtigsten Event in Hockenheim knapp am Treppchen vorbei.
2012 – Platz 8!
Basierend auf den Erfahrungen, Enttäuschungen und Erkenntnissen in den Jahren 2010 und 2011 sollte in der nächsten Saison der große Coup gelingen. Nachdem mit dem 2. Platz unter den Elektrorennern in Silverstone bereits sichtbar wurde, zu welchen Leistungen das Fahrzeug, der FP612e „eMil“, fähig ist, folgte zum Event in Deutschland ein kleiner Rückschlag. Umso motivierter reisten die Studenten aus Zwickau nach Italien und brillierten sowohl in den statischen als auch den dynamischen Disziplinen. Der verdiente Erfolg äußerte sich dann in dem Gesamtsieg des Events.

Durch diese konstante Weiterentwicklung hat es das WHZ Racing Team mittlerweile auf Platz 8 von 63 Teams der Weltrangliste geschafft. Mit Beachtung der direkten Konkurrenten und deren Größe sowie Bekanntheitsgrad ist diese Leistung umso höher zu werten.

Es geht weiter… Ausblick
Doch die Studierenden ruhen sich nicht auf ihren Erfolgen aus. Schon seit einigen Wochen laufen die Konstruktions- und Auslegungsarbeiten auf Hochtouren, und die Telefone klingeln am laufenden Band. Mit der Verbundenheit zum Standort und dem Blick auf innovative Technik der Zukunft sind sich die Zwickauer sicher, dass der Blick auf jeden Fall in Richtung der vorderen Plätze geht.

Franka Platz | idw
Weitere Informationen:
http://www.whz-racingteam.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Umfangreiche Fördermaßnahmen für Forschung an Chromatin, Nebenniere und Krebstherapie
28.06.2017 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

nachricht Revolutionäres Desinfektionsverfahren und Referenzmaterial für Genanalysen sind UNIQUE-Sieger
28.06.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive