Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Prof. Hirsch erhält Max-Grundig-Gedächtnispreis

09.05.2012
Prof. Dr. Andreas Hirsch, Leiter des Lehrstuhls für Organische Chemie II an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), wird mit dem Max-Grundig-Gedächtnispreis 2012 ausgezeichnet.

Die Max Grundig-Stiftung ehrt damit die herausragenden Leistungen von Andreas Hirsch auf dem Gebiet der Erforschung neuer Materialien und Verfahren. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zu Ehren des Fürther Unternehmers Max Grundig seit dessen 100. Geburtstag im Jahr 2008 alle zwei Jahre vergeben. Die feierliche Preisverleihung findet am 9. Mai, um 11.00 Uhr, im Rundfunkmuseum, Kurgartenstraße 37, in Fürth statt. Medienvertreter sind herzlich willkommen.

Andreas Hirsch hat in den letzten Jahren bahnbrechende und international hoch anerkannte Beiträge bei der Erforschung molekularer Materialien geleistet. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht der Kohlenstoff, der in seiner reinen Form in der Natur als Graphit und Diamant vorkommt. Professor Hirsch und sein Team beeinflussen ganz gezielt die physikalischen und chemischen Eigenschaften des Kohlenstoffs und schaffen so neue Materialen mit bisher nie da gewesenen Funktionalitäten.

Ein Forschungsgegenstand der Wissenschaftler um Andreas Hirsch sind Fullerene – winzige Moleküle, die aus genau 60 Kohlenstoffatomen bestehen aber nur ein Milliardstel Meter groß sind. Dem Team ist es gelungen, die Fullerene so zu beeinflussen, dass damit unter anderem ganz neuartige Materialien für die Umwandlung von Licht in Strom oder neuroprotektive und damit lebensverlängernde Wirkstoffe hergestellt werden können. Ein weiteres Feld, in dem die Gruppe von Andreas Hirsch Pionierarbeitet leistet, ist die gezielte Erforschung der Chemie von Kohlenstoffnanoröhren und Graphen, die als die aussichtsreichsten Kandidaten für moderne Hochleistungsmaterialien in der molekularen Elektronik gelten.

Professor Hirsch leitet seit Oktober 1995 den Lehrstuhl für Organische Chemie II an der FAU. Er ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs 953 „Synthetische Kohlenstoffallotrope“ und der Graduate School Molecular Science (GSMS) sowie Mitglied des Exzellenzclusters „Engineering of Advanced Materials“ der FAU. Außerdem ist Hirsch Mitglied der kollegialen Leitung des Interdisziplinären Zentrums für Molekulare Materialien (ICMM) und des Zentralinstituts für Neue Materialien und Prozesstechnik (ZMP), welches in Fürth angesiedelt ist.

Andreas Hirsch promovierte an der Universität Tübingen, wo er nach einem Forschungsaufenthalt am Institute of Polymers and Organic Solids in Santa Barbara, USA, habilitierte. 1994 nahm er im Alter von 34 Jahren den Ruf an die Universität Karlsruhe an. Im gleichen Jahr erhielt er sowohl den Otto Roehm-Preis als auch den Jahrespreis für Habilitanden der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Universitätsprofessoren und -professorinnen für Chemie (ADUC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Weitere Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Andreas Hirsch
Tel.: 09131/85-22537
andreas.hirsch@chemie.uni-erlangen.de

Heiner Stix | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie