Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preisgekrönte High-Tech-Werkstatt für junge Leute

02.10.2014

Enge Zusammenarbeit des FabLab Bayreuth mit der Universität Bayreuth

Großer Erfolg für das FabLab Bayreuth: Aus dem Wettbewerb „Energie für Bildung“ der GasVersorgung Süddeutschland (GVS) ist die offene High-Tech-Werkstatt, die auch mit der Universität Bayreuth kooperiert, als ein Sieger hervorgegangen. Yomettin Soybaba, der Vorsitzende des FabLab e.V., nahm in der vergangenen Woche den mit 1.000 Euro dotierten Preis aus den Händen von GVS-Abteilungsleiter René Lechner im Rahmen einer Feierstunde entgegen.

Im FabLab Bayreuth haben insbesondere Schülerinnen und Schüler sowie Studierende die Möglichkeit, an modernen HighTech-Geräten eigene Ideen für Forschung und Entwicklung zu erproben und in die Praxis umzusetzen. Dabei werden sie von erfahrenen Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Schule begleitet.

Der 16jährige Elias beispielsweise hat im FabLab ein Gerät hergestellt, mit dem Filamente für den 3D-Druck in frei wählbaren Kunststoff-Zusammensetzungen produziert werden können. Bei seinen Arbeiten wurde er in den letzten Monaten auch von Dr. Stephan Hauschild begleitet. Der Bayreuther Chemiker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Physikalische Chemie I (Prof. Dr. Stephan Förster) und setzt sich in seiner Freizeit dafür ein, Schülerinnen und Schüler im FabLab mit den Techniken des 3D-Drucks vertraut zu machen.

„Es macht mir Freude, hochmotivierte junge Leute sowohl an der Universität wie im FabLab an das Experimentieren mit modernen High-Tech-Geräten heranzuführen und ihre Kreativität anzuspornen“, erklärt Dr. Hauschild. Die neue Entwicklung, die der Bayreuther Schüler während der Feierstunde präsentierte, wurde vom Publikum mit lebhaftem Beifall belohnt – ebenso wie die leistungsstarke digitale Brille und der neue Lötofen, den zwei seiner jungen FabLab-Kollegen vorstellten.

Seit 2013 kooperiert das Bayreuther FabLab mit der Universität Bayreuth im Rahmen der oberfrankenweiten Initiative „MUT – Mädchen und Technik“. Dazu zählt auch die MINT-HerbstUni. Dieses Ferienprogramm wendet sich gezielt an junge Frauen von 15 bis 19 Jahren und lädt sie dazu ein, neue und spannende Entwicklungen rund um Technik, Informatik und Naturwissenschaften direkt im Labor kennenzulernen.

„Die Teilnehmerinnen haben drei Tage lang vielfältige Möglichkeiten, sich in naturwissenschaftlich-technischen Workshops auszuprobieren und eigene Talente zu entdecken“, erklärt Lina Fürst, die für das MINT-Förderprogramm zuständige Referentin der Universität Bayreuth. „Wir sind schon gespannt darauf, die Kooperation mit dem FabLab bald fortzusetzen zu können: Die MINT-HerbstUni 2014 startet am 27. Oktober.“

Prof. Dr. Stefan Leible, Präsident der Universität Bayreuth, zeigte sich nach der Preisübergabe an das Bayreuther FabLab beeindruckt vom Engagement und den technisch-naturwissenschaftlichen Kenntnissen der Schülerinnen und Schüler, die sich in dieser High-Tech-Werkstatt zur individuellen oder gemeinsamen Forschungsarbeit treffen.

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind ausdrücklich eingeladen, sich an der Universität umzuschauen und sich hier über Studien- und Forschungsmöglichkeiten zu informieren, die an ihre kreative Arbeit im FabLab anknüpfen. Es würde uns natürlich sehr freuen, wenn wir sie eines Tages als Studierende auf unserem Campus begrüßen können“, so der Bayreuther Universitätspräsident.

Das FabLab Bayreuth finanziert sich hauptsächlich durch Sponsorengelder, insbesondere seitens der Unternehmen Stäubli, Siemens und TMT. Hauptsponsor ist Christian Wedlich: In den Räumen der Fa. Wedlich im Bayreuther Industriegebiet wird das FabLab schon bald einen weiteren Raum nutzen können.

Weitere Informationen:

Homepage von „MUT – Mädchen und Technik“ an der Universität Bayreuth: www.mut.uni-bayreuth.de

Homepage des FabLab Bayreuth: www.fablab-bayreuth.de   

Christian Wißler | Universität Bayreuth

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen