Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Preis für Depressionsforschung geht an Dr. Melanie Luppa

25.11.2011
Die Wissenschaftlerin Dr. Melanie Luppa von der Universität Leipzig hat den Emanuela-Dalla-Vecchia-Preis erhalten. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt ihre Forschungen zum Thema Depression im Alter.

Sie hat für Hausarztpraxen ein Ampelsystem entwickelt, mit dem das chronische Fortschreiten der Krankheit eingeschätzt und somit die Versorgung besser eingestellt werden kann.

Zum dritten Mal hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit in Berlin den Emanuela-Dalla-Vecchia-Preis verliehen.

Die diesjährige Preisträgerin ist Dr. rer. med. Melanie Luppa vom Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Hauptzielgruppe Ihrer Arbeiten sind psychisch kranke, alte Menschen mit Depressionen und kognitiven Störungen.

Sie arbeitet an den großen Altersstudien des Instituts und ist auch an der Durchführung der Leipziger Langzeitstudie in der Altenbevölkerung (LEILA75+) beteiligt. Zu den wichtigsten der letzten Jahre zählen Arbeiten zur Versorgung und zu den Kosten depressiver Störungen im Alter. Dabei hat Dr. Luppa federführend die erste Pilotstudie zu den Kosten der Depression im Alter in Deutschland vorgelegt. In diesem Jahr ist eine wichtige Analyse zur alters- und geschlechtsspezifischen Häufigkeit von Depression im hohen Alter erschienen. Den Preis hat die 38-Jährige für die Entwicklung eines Ampelsystems erhalten.

Damit lässt sich das Risiko älterer Patienten für die Chronifizierung ihrer Depressionssymptomatik einschätzen. Das Verfahren soll langfristig routinemäßig in Hausarztpraxen zum Einsatz kommen. Es wird helfen, die bestehende Erkenntnis- und Behandlungslücke zu schließen.

enn Altersdepressionen werden häufig zu spät erkannt. Etwa die Hälfte der depressiven Störungen im Alter nimmt einen chronischen Verlauf. Für diese Patientengruppe ist es von besonderer Bedeutung, die Krankheit möglichst früh zu erkennen und zu behandeln.

Dr. Melanie Luppa ist von Haus aus Diplompsychologin und am Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health unter der Leitung von Frau Prof. Dr. med. Steffi G.Riedel-Heller tätig. "Der Preis würdigt ihre langjährige und publikatorisch sehr erfolgreiche Arbeit auf dem Gebiet der Epidemiologie und Versorgungsforschung älterer Menschen", so die Institutsleiterin. "Das ist auch für das gesamte Institut, dessen größte Arbeitsgruppe Frau Dr.Luppa leitet, eine Auszeichnung." Das Preisgeld von 15.000 Euro ermöglicht es der Wissenschaftlerin, einen Forschungsaufenthalt in der Arbeitsgruppe eines renommierten schwedischen Wissenschaftlers an der Universität Göteborg zu finanziere.

Der Stiftungspreis

Der Pries ist nach der schwer an Depression erkrankten Tochter des italienischen Stifterpaares Della Vecchia benannt. Nach dem Tod ihrer Tochter gründeten sie die Stiftung Depressionsforschung, um die Erforschung physiologischer, psychosomatischer und psychosozialer Zusammenhänge von Depressionskrankheiten zu unterstützen. Außerdem wird nach Heilungs- und (medikamentösen) Behandlungsmöglichkeiten gesucht. Mit dem Emanuela-Della-Vecchia-Preis werden gezielt promovierte Nachwuchswissenschaftler/-innen gefördert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller
Telefon: +49 341 97-24536
E-Mail: steffi.riedel-heller@medizin.uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://psychiatrie.uniklinikum-leipzig.de/_forschung/forschungsbereich_7.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über zwei Millionen für bessere Bordnetze
28.04.2017 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie