Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optische Chemosensoren weiterentwickelt - Craver Award für Professor Boris Mizaikoff

16.03.2010
Professor Boris Mizaikoff, Direktor des Instituts für Analytische und Bioanalytische Chemie der Universität Ulm, erhält in diesem Jahr den Craver Award der international renommierten Coblentz Society.

Das hat die in den 40er-Jahren gegründete weltweit aktive Gesellschaft für Spektroskopie dieser Tage mitgeteilt. Die Auszeichnung des Ulmer Wissenschaftlers erfolgt im Oktober bei der Jahreskonferenz der FACSS in Raleigh/North Carolina (USA).

Bereits wirksam ist die kürzliche Ernennung Mizaikoffs zum Associate Editor Europe der Fachzeitschrift Analyst (Herausgeberin: Royal Society of Chemistry, RSC, London), einem der bedeutendsten internationalen Journale für das Fachgebiet der Analytischen Chemie. "Das ermöglicht der Universität Ulm hohe Sichtbarkeit und ist wichtig für die internationale Präsenz", ist der gebürtige Wiener überzeugt, der im Herbst 2007 vom Georgia Institute of Technology in Atlanta-USA nach Ulm gewechselt war.

Der Craver Award, benannt nach Clara Craver in Anerkennung ihrer grundlegenden Arbeiten für die Verbreitung der Infrarot-Schwingungsspektroskopie und ihrer Verdienste um die Coblentz Society, sei "eine schöne Anerkennung für unsere jahrelange Arbeit und die Weiterentwicklung von optischen Chemosensoren vor allem im mittleren Infrarot-Bereich von drei bis 20 Mikrometern, in dem alle Moleküle charakteristische Schwingungsspektren aufweisen", freut sich Professor Mizaikoff über die eher für jüngere Wissenschaftler vorgesehene Auszeichnung. "Im Grunde bin ich hier schon hart an der Altersgrenze", schmunzelt der bald 45-Jährige.

Sein Institut befinde sich momentan "in der letzten Aufbauphase". Noch ist nämlich die zweite Professur nicht besetzt. Nicht nur deswegen indes legt er großen Wert auf Teamarbeit. "Sie ist wichtig in einem Institut", so Boris Mizaikoff, hier müssten unbedingt alle an einem Strang ziehen. "Die Zeiten von Einzelkämpfern in der Forschung sind vorbei." Eine erste Bilanz seiner Arbeit in Ulm? "Ich bin sehr zufrieden hier und habe den Wechsel nicht eine Sekunde bereut." Beeindruckend sei vor allem, wie die Universität durch gezielte Berufungen an ihrer Ausrichtung und ihrem Forschungsprofil arbeite. Persönlich profitiere er hier von einem hervorragenden Umfeld, insbesondere durch die Nähe zu den Lebenswissenschaften und zur Medizin auf dem Campus.

"Eigentlich komme ich selbst eher aus der Umweltanalytik, habe mich dann aber mit der Sensorik immer mehr in Richtung Lebenswissenschaften bewegt", beschreibt der Wahl-Ulmer seinen Werdegang. In Georgia habe er sich dann in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau, Dr. Christine Kranz, immer mehr mit bioanalytischen und medizinischen Fragestellungen beschäftigt, so Professor Mizaikoff. "Damit haben wir im Grunde schon den Bogen nach Ulm geschlagen."

Weitere Informationen: Prof. Dr. Boris Mizaikoff, Tel. 0731/50-22750, E-Mail: boris.mizaikoff@uni-ulm.de

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-ulm.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik