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Online-Voting über zukunftsträchtige Innovationen

02.12.2011
Licht und Energie von der Folie revolutionieren Beleuchtung und Stromerzeugung

Gold, Silber, Palladium - in Elektronik-Geräten verbergen sich viele wertvolle Stoffe. So würden drei Tonnen Handys genügen, um ein Kilogramm Gold zu gewinnen. Doch zahlreiche Rohmaterialien für moderne Technologien sind bereits knapp: etwa Seltene Erden, die in LCD-Fernsehern, Laptops und Solaranlagen stecken. Auch die Energie für deren Herstellung ist kostbar.

Um unseren Wohlstand und Komfort zu sichern, ist es daher wichtig, sparsam mit den Ressourcen umzugehen. So erfolgt die Beleuchtung von Wohnräumen vielfach immer noch durch Glühlampen, bei denen der größte Teil des elektrischen Stroms nutzlos als Wärme verpufft. Leuchtdioden

(LED) nutzen die Energie weit effizienter - ihre Herstellung aus kristallinen Halbleitern ist aber aufwendig und teuer.

Forscher der Technischen Universität Dresden, des Fraunhofer IPMS
(COMEDD) sowie der Firmen Novaled und Heliatek haben eine preiswerte und vielseitige Alternative basierend auf organischen Halbleitern weiterentwickelt. Damit lassen sich organische Leuchtdioden (OLED), die sehr energiesparend Licht erzeugen, herstellen, z.B. auf kostengünstigen dünnen Folien. Der Materialbedarf ist besonders gering. Und: mit OLEDs lassen sich innovative und ausgefallene Lichtkonzepte realisieren, so Beleuchtungselemente, die wie eine Tapete an der Wand haften. Die organische Elektronik lässt sich umgekehrt aber auch nutzen, um Sonnenlicht einzufangen und in elektrischen Strom zu verwandeln. Solarzellen auf Kunststoff-Folien können künftig z.B. in Autodächer oder Taschen integriert werden, um etwa das Handy oder Navigationsgerät mit Sonnenstrom zu betreiben. Dadurch würden sowohl das Klima als auch die Vorräte an Rohstoffen geschont.

Die organische Elektronik ist eine von drei Innovationen, die für den Deutschen Zukunftspreis 2011 nominiert sind. Den Sieger wird Bundespräsident Christian Wulff am 14. Dezember bekanntgeben.

Doch auch die Meinung des Publikums ist gefragt: Welches Forschungsprojekt ist das technisch anspruchsvollste, welches wird die größten Auswirkungen auf Gesellschaft und Alltag jedes Einzelnen haben? Welches verspricht für Sie den größten persönlichen Nutzen?

Abstimmung noch bis 11. Dezember 2011.

Informationen, Bilder und Videos zum Download auf www.deutscher-zukunftspreis.de.

Pressekontakt:
Büro Deutscher Zukunftspreis
Cuvilliésstraße 14
81679 München
Tel. +49 (0) 89 - 30 70 34 44
Fax + 49 (0) 89 - 39 29 87 31
info@deutscher-zukunftspreis.de

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Weitere Informationen:
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