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Nominierung für den internationalen Wissenschaftspreis "Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2011"

20.09.2010
- Internationale Jury mit Experten in Finanzökonomie
- Rund 3.800 Wissenschaftler weltweit können Vorschläge einreichen
- Der Preis wird zum vierten Mal vergeben und ist mit 50.000 Euro dotiert

Das Nominierungsverfahren für den vom Center for Financial Studies (CFS) ausgeschriebenen Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2011 hat begonnen. Mit der ersten Jury-Sitzung am heutigen Montag ist der Startschuss für die Vergabe des renommierten Wissenschaftspreises gefallen. Mehr als 3.800 Professoren aus 60 Ländern können von heute an bis zum 20. November 2010 online Nominierungsvorschläge einreichen. Der Preisträger der mit 50.000 Euro dotierten Auszeichnung wird im Februar 2011 bekannt gegeben. Die Verleihung des Preises findet am 22. September 2011 durch Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, im Rahmen eines Festakts in Frankfurt am Main statt.

Die Jurymitglieder sind international renommierte Finanzexperten aus Wissenschaft und Praxis. In einem mehrstufigen Verfahren wählen sie aus den eingereichten Nominierungen eine Wirtschaftswissenschaftlerin oder einen Wirtschaftswissenschaftler von internationalem Renommee und mit hervorragender Expertise in den Forschungsgebieten Finanzen, Geld oder Makroökonomie aus. Der Deutsche Bank Prize in Financial Economics wird seit 2005 vom Center for Financial Studies in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main vergeben und vom Stiftungsfonds Deutsche Bank gefördert.

"Der Deutsche Bank Prize in Financial Economics hat in sehr kurzer Zeit ein außerordentliches Renommee erlangt. Die Zahl der teilnehmenden Professoren und Wissenschaftler, die einen Nominierungsvorschlag für einen Preisträger einreichen können, ist von etwa 1.400 im Jahr 2005 auf mehr als 3.800 in diesem Jahr angestiegen. Die ständig wachsende Aufmerksamkeit ist ein Beweis für die Anerkennung, die unser Wissenschaftspreis für Finanzökonomie genießt", erklärte Professor Uwe Walz, Vorsitzender der Jury und Direktor des Center for Financial Studies an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. "Wir freuen uns auf interessante Nominierungsvorschläge und sind überzeugt, dass wir erneut einen herausragenden Wissenschaftler auszeichnen können."

Neben dem Vorsitzenden Uwe Walz sind weitere Mitglieder der international besetzten Jury die Professoren Luigi Guiso (European University Institute Florenz), CFS Direktor Michael Haliassos (Goethe-Universität Frankfurt) sowie Charles Yuji Horioka (Universität Osaka). Vertreter der Goethe-Universität Frankfurt sind außerdem die Professoren Otmar Issing (CFS Präsident), Jan Pieter Krahnen (CFS Direktor) und Raimond Maurer. Mitglied der Jury ist auch Dr. Thomas Mayer, Geschäftsführer Deutsche Bank Research und Chefvolkswirt Deutsche Bank. Ebenso gehören Professor Carmen M. Reinhart (Universität Maryland) sowie der Träger des Deutsche Bank Prize in Financial Economics 2009, Professor Robert J. Shiller (Universität Yale), der Jury an.

Hochschullehrer und Wissenschaftler der jeweils besten 30 Universitäten in den USA, in Europa und Lateinamerika sowie in der Region Asien-Pazifik sind eingeladen, Beiträge einzureichen und Empfehlungen für einen Preisträger auszusprechen. Zudem haben insgesamt mehr als 200 Mitglieder der Nationalbanken, der Europäischen Zentralbank, der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der BIS (Bank for International Settlements), des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie der Weltbank die Möglichkeit, eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler als Preisträger vorzuschlagen.

Im Jahr 2005 wurde der Preis erstmalig an Eugene F. Fama, Professor für Finanzen an der Universität Chicago, für die Entwicklung und Erforschung des Konzeptes der Markteffizienz verliehen. Michael Woodford, Professor für Politische Ökonomie an der Columbia University in New York, erhielt in 2007 den Preis für seine Forschungsarbeiten zur Theorie der monetären Makroökonomie. Im Jahr 2009 wurde Robert J. Shiller für seine grundlegenden Forschungsbeiträge auf dem Gebiet der Finanzökonomie und u.a. seinen entscheidenden Beitrag zum Verständnis von Preisschwankungen in den Märkten sowie zur Entwicklung von Finanzinstrumenten zur Absicherung makroökonomischer Risiken ausgezeichnet.

Über das Center for Financial Studies

Das Center for Financial Studies (CFS) mit Sitz im House of Finance an der Goethe-Universität ist ein unabhängiges gemeinnütziges Forschungsinstitut, finanziert durch Spenden und Beiträge der Mitglieder sowie auch durch nationale und internationale Forschungszuschüsse. CFS Mitglieder sind fast alle bedeutenden Akteure der deutschen Finanzindustrie. Mission: Die dem CFS angegliederten Professoren und Wissenschaftler betreiben Forschung in verschiedenen Themenfeldern, von Finanzintermediäre, Finanzstabilität und Bankenregulierung bis hin zu Portfolioentscheidungen von Haushalten, Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen, Geldpolitik und Finanzmärkten. Das CFS leistet außerdem einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen, insbesondere im Zusammenhang mit Bankenregulierung und Geldpolitik. Das CFS fokussiert sich auf den Aufbau einer Forschungsplattform basierend auf seinem internationalen Netzwerk aus Wissenschaftlern, der Finanzindustrie und Zentralbanken in Europa. Aktivitäten: Zu den regelmäßigen Aktivitäten des CFS gehört die Organisation einer Anzahl von weithin anerkannten Veranstaltungen, darunter die jährliche "ECB and Its Watchers"-Konferenz, die fortlaufende EZB-CFS Forschungsnetzwerkinitiative zur finanziellen Integration in Europa, die Presidential Lectures unter der Schirmherrschaft des CFS Präsidenten Otmar Issing, der im zweijährigen Turnus verliehene Deutsche Bank Prize in Financial Economics und der quartalsweise erscheinende CFS Financial Center Index. Die unterstützende Arbeit am House of Finance umfasst eine Vielfalt an forschungsfördernden Aktivitäten, bestehend aus einem akademischen Austauschprogramm, einem Zentrum für Finanzmarktdaten, der CFS-GSFEM Forschungsinitiative sowie der Rolle als Co-Gründer der House of Finance Policy Platform. Menschen: CFS Präsident ist Otmar Issing, ehemaliger Chefökonom und Vorstandsmitglied der EZB; den Vorstandsvorsitz hat Rolf E. Breuer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bank AG; CFS Direktoren sind die Professoren Michalis Haliassos, Jan Pieter Krahnen und Uwe Walz. Weitere Details zu den CFS Aktivitäten und Forschungsprogrammen sind unter www.ifk-cfs.de zu finden.

Sabine Kimmel | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.db-prize-financialeconomics.org
http://www.ifk-cfs.de

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