Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nominiert zum Deutschen Zukunftspreis 2010: Ein Rüssel für Kollege Roboter

16.11.2010
Count-Down zur Preisverleihung am 1. Dezember

In vielen Industrieunternehmen gehören Roboter zum vertrauten Bild. Sie werden meist für schwere, stupide oder gefährliche Arbeiten eingesetzt.

Als Arbeitskameraden im Team mit menschlichen Kollegen taugen die maschinellen Werker aber nicht. Dazu sind sie zu unsensibel - und könnten auch unabsichtlich Menschen verletzten. Doch neuartige nachgiebige Assistenzsysteme sollen bald gefahrlos mit Kollegen aus Fleisch und Blut kooperieren.

Ein "Bionischer Handling-Assistent", den Dr.-Ing. Peter Post und Dipl.-Ing. (FH) Markus Fischer von der Esslinger Festo AG & Co. KG sowie Dipl.-Ing. (FH) Andreas Grzesiak vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart entwickelt haben, liefert dafür die Basis.

Das System besteht aus einem dreiteiligen, elastischen Roboterarm, der einem Elefantenrüssel ähnelt, einem Handgelenk und einem Greifer mit drei Fingern. Bei seiner Konstruktion übertrugen die Forscher biologische Prinzipien auf die Technik. Der künstliche Rüssel zeichnet sich durch eine extreme Flexibilität aus: Seine Finger passen sich an jedes gegriffene Objekt an - egal, ob ein rohes Ei, ein Glas Wasser oder eine menschliche Hand. Seine Kraft kann der mechatronische Assistent sehr fein dosieren.

Die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit macht ihn zum idealen Helfer in Landwirtschaft und Industrie: Er könnte bei der Obsternte helfen, als Bestandteil von Melksystemen, als Montagehelfer oder bei

Wartungs- und Reinigungsarbeiten dienen. Damit ausgerüstete Serviceroboter sollen künftig sogar ältere oder kranke Menschen im Alltag unterstützen - und ihnen etwa Speisen, Getränke oder Medikamente reichen. Den Kontakt mit anderen Menschen soll das nicht ersetzen - aber Seniorinnen und Senioren könnten länger unabhängig zu Hause in ihren eigenen Wänden leben und würden so erheblich an Lebensqualität gewinnen.

Den Prototyp des Bionischen Handling-Assistenten will Festo als modularen Baukasten für eine neue Generation von Assistenzsystemen nutzen. Durch die mannigfaltigen Perspektiven, die sich mit dem Handling-Assistenten eröffnen, sind die Forscher mit ihrer Innovation - neben zwei anderen Teams - für den Deutschen Zukunftspreis 2010 nominiert. Das Siegerteam wird Bundespräsident Christian Wulff am 1. Dezember in Berlin küren.

Übertragung der Preisverleihung am 1. Dezember 2010, 22.30 Uhr, im ZDF.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deutscher-zukunftspreis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik