Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Förderpreis für Forschung an Polymer-Materialien

14.06.2012
Halil Can Aran und Thomas Paulöhrl sind Preisträger des "Lanxess Talent Award 2012".
Mit diesem neu gestifteten Preis fördert die Lanxess Deutschland GmbH, Leverkusen, herausragende Nachwuchswissenschaftler in der frühen Phase ihrer akademischen Laufbahn. Die mit je 4.000 Euro dotierten Auszeichnungen wurden am 12. Juni in Aachen verliehen.

Hochschullehrer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland waren eingeladen, ihre besten Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Polymerchemie und Chemische Verfahrenstechnik zu nominieren. Von mehr als 30 Bewerbern erhielten zehn junge Chemiker und Ingenieure die Gelegenheit, ihre Forschung im Rahmen der ersten DWI – RWTH Aachen Summer School vorzustellen.

Organisiert wurde die Summer School vom DWI, dem Forschungsinstitut für Interaktive Materialien an der RWTH Aachen. So wie die RWTH seit Jahren auf die Verzahnung von Ingenieur- und Naturwissenschaften setzt, um ihre wissenschaftliche Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen, arbeiten auch am DWI Experten beider Disziplinen eng zusammen. „Mit der Summer School wollen wir bereits auf der Ebene von Studierenden und Doktoranden den Austausch zwischen Chemie und Verfahrenstechnik fördern, um die Entwicklung polymerer Werkstoffe voranzutreiben“, so Professor Martin Möller, Wissenschaftlicher Direktor des DWI. Als Partner der Summer School engagiert sich der Chemiekonzern Lanxess, ein Spezialchemieunternehmen mit Fokus auf Polymeren. Für die Bereiche „Advances in Polymer Materials“ und „Innovations in Process Engineering“ hat Lanxess nun erstmals die Lanxess Talent Awards ausgelobt.

Ausgewählt wurden die Preisträger durch eine Expertenjury von Lanxess und der RWTH Aachen. Dr. Werner Breuers, für Performance Polymers, Innovation & Technology verantwortliches Vorstandsmitglied von Lanxess und selber Absolvent der RWTH Aachen, überreichte die Auszeichnung persönlich. Mit dem neu gestifteten Förderpreis will Lanxess interdisziplinäre Forschung im Bereich der Polymerwissenschaften als Basis für Innovation und Wachstum fördern. „Der Lanxess Talent Award soll ein Signal sein für die wachsende Bedeutung dieses Forschungsfeldes, und er soll Anreiz für junge Wissenschaftler sein, sich hier zu engagieren“, so Breuers in seiner Laudatio auf die beiden Preisträger.

Thomas Paulöhrl wurde mit dem Lanxess Talent Award 2012 in der Kategorie „Advances in Polymer Materials“ ausgezeichnet. In seiner Doktorarbeit beschäftigt Paulöhrl sich mit der Erzeugung von Oberflächenstrukturen und dreidimensionalen Gerüsten mit Hilfe räumlich und zeitlich kontrollierter, photoinduzierter Click-Strategien. Durch lichtinduzierte kovalente Anbindung von Biomarkern soll das Differenzierungsverhalten von Stammzellen untersucht und beeinflussen werden. Paulöhrl ist Jahrgang 1985, hat an der Universität Karlsruhe Chemie studiert und promoviert derzeit im Arbeitskreis von Professor Christopher Barner-Kowollik am KIT Centre for Functional Nanostructures.

Halil Can Aran von der University of Twente in den Niederlanden erhielt den Lanxess Talent Award 2012 in der Kategorie „Innovations in Process Engineering“. Aran ist Jahrgang 1982, hat an der Instanbul Technical University und der RWTH Aachen studiert. Gegenwärtig arbeitet er als Postdoktorand an der University of Twente. Seine Doktorarbeit zum Thema „Porous ceramic and metallic microreactors“ hat er im Arbeitskreis von Professor Rob Lammertink angeferigt. Seine Forschung zeichnet sich durch einen multidisziplinären Ansatz aus, der neben dem Design und der Prozessführung in Mikroreaktoren auch materialwissenschaftliche Aspekte und Strategien zur Oberflächenmodifizierung beinhaltet.

Zwei weitere Teilnehmer der Summer School wurden für ihre hervorragenden Arbeiten mit Buchpreisen des Springer Verlags ausgezeichnet: Lisa Hesse von der Technischen Universität Dortmund für ihre Arbeiten zur thermodynamischen Charakterisierung von Polymermaterialien für die organophile Nanofiltration und Maximilian Lehenmeier von der Technischen Universität München für seine Untersuchungen zur Copolymerisation von Kohlenstoffdioxid und Exopiden zur Herstellung von Polycarbonaten.

Kontakt:
Dr. Brigitte Küppers
DWI an der RWTH Aachen e.V.
Forckenbeckstr. 50, 52074 Aachen
Tel. 0241 / 80-233-36
kueppers@dwi.rwth-aachen.de

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.rwth-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie