Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Rückenschule bringt Vorteile

23.03.2010
Dr. Karin Meng hat ein innovatives Schulungsprogramm für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen evaluiert: Es erwies sich als vorteilhaft. Für ihre Studie bekam die Wissenschaftlerin nun den Förderpreis 2009 der Karlsruher-Sanatorium-AG verliehen.

Karin Meng hat sich mit dem "Curriculum Rückenschule" befasst, das zu einem umfassenden Gesundheitstrainingsprogramm der Deutschen Rentenversicherung Bund gehört. Entwickelt wurde die neue Rückenschule seit Mitte 2007 auf der Grundlage aktueller klinischer und sportwissenschaftlicher Forschungsergebnisse. Auch Modelle aus der Gesundheitspsychologie und Qualitätskriterien für Schulungen wurden dafür berücksichtigt.

Vorteile der neuen Rückenschule

Das neue Programm hat im Vergleich zu einer nicht-standardisierten Rückenschule deutliche Vorteile, wie Karin Meng in ihrer Studie nachgewiesen hat: Die Patienten wussten mehr über ihre Krankheit und die Behandlung, ihre Motivation für körperliche Aktivität war höher und sie setzten diese Motivation auch verstärkt in die Tat um. Auch der Umgang mit den Schmerzen gelang ihnen besser.

"Die neue Rückenschule wies zudem eine hohe Akzeptanz bei den Patienten und eine sehr gute Praxistauglichkeit auf", so die Wissenschaftlerin. Das Programm könne daher für die routinemäßige Anwendung in Rehabilitationseinrichtungen empfohlen werden. Es liegt als Handbuch vor, Interessenten können sich an Karin Meng wenden.

Ihre Studie hat Karin Meng mit insgesamt 360 Rückenschmerzpatienten durchgeführt, die in der Klinik Werra, Reha-Zentrum Bad Sooden-Allendorf, an einer stationären medizinischen Rehabilitation teilnahmen.

Mehrere Partner an Entwicklung beteiligt

Entwickelt und evaluiert wurde das "Curriculum Rückenschule" im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung Bund. Projektpartner waren das Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg (Dr. Karin Meng, Dr. Heiner Vogel und Professor Dr. Dr. Hermann Faller), die Klinik Werra, Reha-Zentrum Bad Sooden-Allendorf (Leitender Arzt Dr. Heiko Roßband) und das Institut für Sportwissenschaft und Sport der Universität Erlangen-Nürnberg (Professor Dr. Klaus Pfeifer).

Förderpreis in Leipzig verliehen

Der Förderpreis der Karlsruher-Sanatorium-AG ist mit 7.500 Euro dotiert und für herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur medizinischen Rehabilitation vorgesehen. Karin Meng bekam ihn am 10. März auf dem 19. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium in Leipzig verliehen. Mit rund 1.400 Teilnehmern ist dieses Kolloquium die größte rehabilitationswissenschaftliche Tagung in Deutschland.

Kontakt
Anfragen zum Handbuch "Curriculum Rückenschule" an Dr. Karin Meng, T (0931) 31-82074, k.meng@uni-wuerzburg.de

Ansprechpartnerin für das Gesundheitstraining der Deutschen Rentenversicherung Bund: Dr. Ulrike Worringen, Dr.Ulrike.Worringen@drv-bund.de

Gunnar Bartsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wuerzburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Problem Plastikmüll: Was können wir gegen die Verschmutzung der Meere tun?

23.02.2017 | Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen

23.02.2017 | Studien Analysen

Problem Plastikmüll: Was können wir gegen die Verschmutzung der Meere tun?

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie