Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nanopartikel nach Maß: Neue DFG-Forschergruppe an der UDE

24.03.2015

Großer Erfolg für die Nanowissenschaften: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Universität Duisburg-Essen (UDE) eine neue Forschergruppe ein (FOR 2284). Sie soll systematische Designregeln entwickeln, damit komplexe Nanopartikel gezielt in der Gasphase hergestellt werden können.

Die DFG stellt der neuen Forschergruppe („Modellbasierte skalierbare Gasphasensynthese komplexer Nanopartikel“) 2,6 Mio. Euro für die erste dreijährige Projektphase zur Verfügung. Sprecher ist der Leibniz-Preisträger Prof. Dr. Christof Schulz, Leiter des Instituts für Verbrennung und Gasdynamik und wissenschaftlicher Direktor des Centers for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) an der UDE.

Batteriespeicher oder medizinische Diagnostik: Bei der Produktion innovativer Stoffe werden immer häufiger Nanopartikel mit neuen Materialeigenschaften eingesetzt. Die kleinsten Atomverbünde lassen sich schon jetzt in speziellen Gasphasenreaktoren herstellen, doch geschieht dies bisher vergleichsweise zufällig und ungenau gemessen am eigentlichen Verwendungszweck.

Die neue DFG-Forschergruppe an der UDE setzt hier an: Sie wollen herausfinden, nach welchen Regeln die hoch spezifische Herstellung sicher gelingt. Zunächst sollen isolierte Nanopartikel entstehen, die in einem zweiten Schritt zu komplexeren Strukturen zusammengefügt werden. Sie sollen zuverlässig über die Eigenschaften verfügen, die für das jeweilige Anwendungsgebiet relevant sind.

Prof. Schulz: „Die Gutachter überzeugte unser disziplinübergreifender Ansatz und die Qualität unserer bisherigen Arbeit. Zudem können wir auf eine einzigartige experimentelle Ausstattung zurückgreifen. Dank der Förderung werden wir demnächst weitere hervorragende internationale Forscher an den Campus holen.“

Neun Projekte sind am Institut für Verbrennung und Gasdynamik (IVG), in der Elektrotechnik sowie am Institut für Energie- und Umweltforschung (IUTA) angesiedelt. Aus Übersee werden zwei Forscher eingebunden: Stephen Tse von der Rutgers University in New Jersey, USA und Kyle Daun von der Waterloo University im kanadischen Ontario. Schulz: „Sie werden mehrere Monate als Mercator-Fellow in Duisburg zu Gast zu sein.“

Die Nanowissenschaften sind ein Profilschwerpunkt an der Universität Duisburg-Essen. Zur fakultätsübergreifenden Organisation aller Forschungsaktivitäten in diesem Bereich wurde 2005 das Center for Nanointegration Duisburg-Essen (CENIDE) gegründet. Es umfasst über 60 Mitglieder aus den Ingenieurwissenschaften, der Physik, der Chemie und der Biologie.

Mit dem NanoEnergieTechnikZentrum NETZ und dem DFG-Gerätezentrum ICAN kann die Forschergruppe auf eine außergewöhnlich gute Grundausstattung aufbauen. Das NETZ verfügt über hochinstallierte Laborflächen, in denen viele Forschergruppen angesiedelt sein werden.

Redaktion: Beate Kostka, Tel. 0203/379-2430

Weitere Informationen:

https://www.uni-due.de/cenide/netz
https://www.uni-due.de/cenide/ican

Beate Kostka | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Partnervermittlung mit Konsequenzen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungsnachrichten

3D-Mapping von Räumen mittels Radar

17.10.2017 | Energie und Elektrotechnik