Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltiger Umgang mit Big Data und Small Data

20.03.2013
DFG bewilligt neues Förderprogramm für Forschungsdateninfrastrukturen

Auch in Wissenschaft und Forschung fallen immer mehr und schneller digitale Daten an. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) will Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Assyrologie bis zur Zoologie darin unterstützen, Forschungsdaten effektiver zu nutzen.

Der Hauptausschuss von Deutschlands größter Forschungsförderorganisation beschloss jetzt, ein neues Förderprogramm zu starten. Es bezweckt, qualitätsgesicherte Forschungsdaten, die häufig mit großem finanziellen und zeitlichen Aufwand erhoben werden, nachhaltiger zu sichern und für wissenschaftliche Nachnutzer verfügbar zu machen.

In der digitalen Welt verdoppelt sich nach aktuellen Schätzungen das weltweite Datenmeer alle zwei Jahre. So stellt sich deutschlandweit und international die Frage, wie mit den gigantischen Datenströmen im Allgemeinen und wie mit Forschungsdaten im Besonderen umzugehen sei. Vor diesem Hintergrund formulierte die Allianz der Wissenschaftsorganisationen in Deutschland „Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten“ (2010), legten EU-Experten das Papier „Riding the Wave“ (2010) vor und beschloss die DFG ihr Positionspapier „Die digitale Transformation weiter gestalten“ (2012). Darüber hinaus verabschiedete der Wissenschaftsrat Analysen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Informationsinfrastrukturen in Deutschland (2012). Alle Beteiligten sehen in einem neuen Forschungsdatenmanagement eine prioritäre Aufgabe.

Das neue Förderprogramm ist eine konkrete Antwort der DFG auf Diskussionen und Empfehlungen. Ziel des neuen Förderangebots der DFG ist, orientiert an Bedarf und Bedürfnis der Wissenschaften hilfreiche Strukturen für Forschungsdaten anzustoßen und zu verstetigen. Gefördert werden können Projekte zur Entwicklung tragfähiger Konzepte und Lösungen für überregionale Dateninfrastrukturen für eine oder mehrere Fachdisziplinen bis hin zum weiteren Ausbau bereits existierender Infrastrukturen, beispielsweise mit Blick auf internationale Standards und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Die DFG verbindet mit der neuen Förderlinie die Hoffnung, dass mehr Disziplinen eine als innovationsfördernd erkannte Struktur etablieren. Entscheidend dafür ist auch ein Bewusstseinswandel, der die Bedeutung eines qualitätsgesicherten Datenmanagements erkennt und Schritte zur Nachnutzung von Forschungsdaten unternimmt. Dazu soll das neue Förderprogramm beitragen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum neuen Förderprogramm finden sich unter:
www.dfg.de/lis/forschungsdaten
Ansprechpersonen in der DFG-Geschäftsstelle:
Dr. Stefan Winkler-Nees, Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme,
Tel. +49 228 885-2212, Stefan.Winkler-Nees@dfg.de
Dr. Katja Hartig, Lebenswissenschaften 1, Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme,

Tel. +49 228 885-2359, Katja.Hartig@dfg.de

Ansprechperson im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFG:
Dr. Rembert Unterstell, Tel. +49 228 885-2275, Rembert.Unterstell@dfg.de

Dr. Rembert Unterstell | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen