Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mitteldeutscher Cluster BioEconomy gewinnt im dritten Spitzencluster-Wettbewerb des BMBF

20.01.2012
Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy konnte sich erfolgreich gegenüber anderen Mitbewerbern im dritten Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchsetzen und überzeugte die Jury mit seinem zukunftsorientierten Konzept.
»Unser Kernziel ist die nachhaltige Wertschöpfung aus Non-food-Biomasse zu maximieren, indem wir daraus neuartige Werkstoffe und Materialien sowie Chemieprodukte und Energie herstellen“, erklärt Prof. Thomas Hirth, wissenschaftlicher Koordinator des Clusters.

Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy konnte sich erfolgreich gegenüber anderen Mitbewerbern im Spitzencluster Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchsetzen und überzeugte die Jury mit seinem zukunftsorientierten Konzept. »Unser Kernziel ist die nachhaltige Wertschöpfung aus Non-food-Biomasse zu maximieren, indem wir daraus neuartige Werkstoffe und Materialien sowie Chemieprodukte und Energie herstellen«, erklärt Prof. Thomas Hirth, wissen­schaftlicher Koordinator des Clusters, und ergänzt: »Dabei optimieren wir die Wertschöpfung durch die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung von Holz. Ein wichtiger Ansatz unserer Strategie ist es zudem, Verfahren, die heute bereits in den Laboren und Technikumsanlagen funktionieren, möglichst schnell in einen großtechnischen Maßstab umzusetzen und in die industrielle Anwendung zu bringen.«

Zu den Partnern des Clusters gehören große Konzerne genauso wie über 40 innovative Mittelständler. Auf der Forschungsseite sind Partner wie die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer CBP, PAZ und IWM in Leuna, Schkopau und Halle sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Deutsche Biomasseforschungszentrum, das Helmholtz Umweltforschungs­zentrum und die Handelshochschule in Leipzig eingebunden. »Das Einzigartige am Cluster BioEconomy sind die Vielzahl und das Leistungsvermögen seiner Partner. Gemeinsam sind wir in der Lage, die komplexen Wertschöpfungs­ketten der BioÖkonomie mit kompetenten Partnern sowohl in der Industrie als auch der hoch spezialisierten Forschung abzudecken,« erklärt Stephan Witt, Clustermanager des BioEconomy Clusters. »Das heißt, wir haben für die verschiedensten Wertschöpfungsstufen und Anwendungen Spezialisten im Team, die sich auf ihr jeweiliges besonderes Know-how konzentrieren und dort Wettbewerbsvorsprünge ausbauen können. Durch die Kombination untereinander erreichen wir das gemeinsame Ziel des Aufbaus einer neuen bio-basierten Industrie mit vielen zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region.«

Unter BioÖkonomie wird die nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen verstanden. Der neue Spitzencluster BioEconomy hat seinen regionalen Schwerpunkt in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Sachsen und den dort bestehenden Chemiestandorten und setzt vor allem auf den Einsatz von einheimischer Biomasse, die nicht für Lebensmittel benötigt wird. Daneben integriert der Cluster bereits erfolgreich bestehende Clusterstrukturen wie den Cluster Chemie-Kunststoffe Mitteldeutschland, den Holzcluster Rottleberode, das Netzwerk um das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna und das Energienetzwerk Leipzig. Aktuell engagieren sich mehr als 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region mit einem Gesamtumsatz von mehr als 21 Mrd. Euro und insgesamt über 29.000 Mitarbeitern im Rahmen des Spitzenclusters.

Der Spitzencluster fügt sich in die HighTech-Strategie und BioÖkonomie-Strategie der Bundesregierung und die Strategie Europe 2020 der EU ein. »Mit der heutigen Entscheidung des BMBF ist der Weg frei«, sagt Witt, »Deutschland zu einem international sichtbaren Leuchtturm der BioÖkonomie zu entwickeln und einen beispielhaften Wachstumsschub in Sachsen-Anhalt und der Region Mitteldeutschland auszulösen. Wir danken daher allen Partnern für die großartige Unterstützung und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.«

Bereits zum dritten Mal in Folge organisierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jenen Spitzencluster-Wettbewerb, der Deutschlands Position unter den führenden Technologie-Nationen festigen und weiter ausbauen soll.
Als Clustermanagement für den Spitzencluster BioEconomy wurde bereits im Jahr 2011 die in Berlin und Leuna ansässige Unternehmensberatung JSW Consulting GmbH ausgewählt, die seither den Prozess der Strategieentwicklung organisiert und die Vertretung des Clusters nach außen wahrnimmt. Die wissenschaftliche Koordination erfolgt durch Professor Hirth von der Fraunhofer-Gesellschaft, einem der Initiatoren des Fraunhofer-Zentrums für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna, welches mit einer Fläche von mehr als 2000 qm Mitte dieses Jahres fertig gestellt und zu einem der wichtigsten Kerne für die Entwicklung und Skalierung von Prozessen im Cluster BioEconomy entwickelt werden soll.

Kontakt
JSW Consulting GmbH, Betriebsstätte Leuna
c/o Fraunhofer CBP Leuna
Stephan Witt
Am Haupttor
06234 Leuna
Telefon: 03461/ 433500
Mobil: 0170/ 855 44 14
E-Mail: stephan.witt@bioeconomy.de

Dr. Claudia Vorbeck | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://bioeconomy.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte