Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Managing Self-Management“ erhält Forschungspreis der Welthausärztevereinigung WONCA

06.03.2012
Ein von Jenaer Allgemeinmedizinern gemeinsam mit irischen und finnischen Kollegen vorgeschlagenes Projekt zur hausärztlichen Unterstützung der Selbstsorge von chronisch Kranken erhielt den Forschungspreis der Welthausärztevereinigung WONCA.
Der mit 100.000 USD dotierte Preis war mit Hinblick auf das 20-jährige Bestehen seiner europäischen Sektion WONCA-Europe 2015 für ein Vorhaben ausgelobt worden, das bis dahin zum Nutzen aller Hausärzte in Europa umgesetzt werden kann.

„Gerade bei chronischen Erkrankungen, wenn die Behandlung zum Alltag gehört, ist der Patient der wichtigste Akteur im Therapieprozess“, so Professor Jochen Gensichen, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Jenaer Universitätsklinikum, „sein aktives Mitwirken und seine Selbstsorge sind entscheidend für den langfristigen Erfolg z.B. in der Diabetesbehandlung.“

Für dieses Selbst-Management, beispielsweise die Bestimmung des Blutzuckerwertes, muss der Patient vom Hausarzt und dessen Mitarbeitern geschult und unterstützt werden.

Zusammen mit Allgemeinmedizinern des Irish College of General Practioners und der Finish Medical Society Duodecim will Professor Gensichen eine strukturierte Anleitung zur Patientenselbstsorge entwickeln und testen. Mit dem modular aufgebauten Handbuch soll Hausärzten und medizinischem Fachpersonal ein effektives Instrument an die Hand gegeben werden, mit dem sie ihre Patienten besser zur Selbstsorge befähigen können.

Das Projekt wurde auf der letzten Vorstandssitzung von WONCA Europe, der europäischen Sektion der Welthausärztevereinigung, mit dem Jubiläumsforschungspreis ausgezeichnet. Der mit 100.000 USD dotierte Preis war mit Hinblick auf das 20-jährige Bestehens der Vereinigung 2015 für ein Vorhaben ausgelobt worden, das bis dahin zum Nutzen aller Hausärzte in Europa umgesetzt werden kann. „Eine gute Selbstsorge verbessert die Arzt-Patienten-Beziehung und das Behandlungsergebnis. Die hausärztliche Versorgung wird davon langfristig profitieren“, begründete der Vorstand seine Entscheidung.
Kontakt:
Prof. Dr. Jochen Gensichen
Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/9395800
E-Mail: Jochen.Gensichen[at]med.uni-jena.de

Dr. Uta von der Gönna | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Alle Details im Blick – jederzeit und in Echtzeit
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen

12.12.2017 | Medizin Gesundheit