Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit Life Science Engineering in die zweite Phase

10.07.2009
Forscherteam unter Leitung der HTWK Leipzig erhält Fördermittel in Millionenhöhe für Forschung im Bereich Life Science Engineering

Unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Matthias Sturm, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig), ist es einem Team von Experten regionaler Forschungseinrichtungen gelungen, eine hochkarätige Jury beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von ihren innovativen Ideen zu überzeugen.

Die Anerkennung ist mit beträchtlichen Fördermitteln verbunden, die das bis zu zehnköpfige Team in die Lage versetzen, in den kommenden zwei Jahren ihre Ideen aus dem Bereich der angewandten Forschung in Produkte zu überführen. In dem geförderten Projekt "Interdisziplinäres Innovationslabor Life Science Engineering" arbeiten Ingenieure und Informatiker eng mit Medizinern zusammen und werden hierbei durch wirtschaftswissenschaftliche Expertise unterstützt.

Das ForMaT-Förderprogramm (Forschung für den Mark im Team) ist eine Initiative des BMBF zur gezielten Entwicklung und Überführung marktträchtiger Forschungsergebnisse in verkaufbare Produkte und Dienstleistungen in den neuen Bundesländern. Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In einer ersten Stufe mussten Betriebswirtschaftler den Nachweis der Tragfähigkeit der Produktidee antreten. Nach einer positiven Bewertung durch die Jury erfolgt in einer sich jetzt anschließenden zweiten Phase die Realisierung.

Professor Sturm nutzte für das Projekt Synergieeffekte der in Leipzig ansässigen Forschungs- und Bildungseinrichtungen und knüpfte ein Netzwerk für die Beantragung des ForMaT-Projektes. Die Produktideen reiften im engen Kontakt mit dem Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Der Geschäftsführende Direktor von ICCAS und gleichzeitig Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Leipzig, Professor Dr. med. Jürgen Meixensberger, zeigte sich über diesen Erfolg hoch erfreut: "Die Zusammenarbeit mit Ingenieuren ist in unserem Institut für die Lösung der anstehenden Aufgaben unerlässlich, deshalb freuen wir uns, die Arbeit innerhalb des ForMaT-Projektes gemeinsam mit den Kollegen der HTWK Leipzig erfolgreich fortführen zu können."

Bereits die erste Phase des Projekts wurde mit der gesundheitsökonomischen Expertise des Zentrums für Healthcare Management der Handelshochschule Leipzig (HHL) unterstützt. Hierbei wurden die eingereichten Projektvorschläge auf ihre Verwertbarkeit untersucht und mit den Partnern zu einem überzeugenden Konzept zusammengeführt. Professor Dr. Hans Wiesmeth von der HHL äußerte dazu: "Dass Professor Sturm beim Projektantrag die Kompetenz unseres Hauses gesucht hat, unterstreicht unsere Stellung als Unternehmerhochschule. Wir werden in den kommenden zwei Jahren das Projekt wirtschaftswissenschaftlich begleiten und freuen uns auf die Fortsetzung dieser interessanten Zusammenarbeit mit Ärzten und Ingenieuren."

"Der Zuschlag für unseren ForMaT-Antrag macht mich sehr glücklich", so Professor Sturm, Leiter des Projektes. "Unter 35 eingereichten Anträgen wurden elf als förderwürdig ausgewählt. Ohne unsere Partner wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Hierzu zählt auch die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer. Deren Kuratorium hat vor zwei Jahren mit einer zukunftsweisenden Entscheidung dazu beigetragen, Projekte auf dem für uns neuen Gebiet der Biomedizintechnik finanziell zu fördern. Die Anerkennung des BMBF bestärkt mich, den eingeschlagenen Weg im Interesse der regionalen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, aber auch im Interesse Leipzigs und der regionalen Wirtschaft weiter zu beschreiten."

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Matthias Sturm, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, HTWK Leipzig
Telefon: +49 (0)3 41/3076-1146
E-Mail: sturm@fbeit.htwk-leipzig.de

Katharina Märker | idw
Weitere Informationen:
http://www.htwk-leipzig.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise