Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kooperation mit herausragendem japanischen Forscher

27.10.2014

Prof. Dr. Takahiro Sasamori von der Kyoto Universität (Japan) erforscht mit einem Friedrich Wilhelm Bessel-Preis zusammen mit Prof. Dr. Rainer Streubel am Institut für Anorganische Chemie der Universität Bonn neuartige molekulare Synthesebausteine. Der Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung ist mit 45.000 Euro dotiert.

Der Wissenschaftler aus Japan hat am Institut für Anorganische Chemie der Universität Bonn bereits seine Tätigkeit aufgenommen und wird voraussichtlich bis Ende Januar bleiben. Zusammen mit seinem Gastgeber Prof. Dr. Rainer Streubel treibt er ein Projekt zu neuen hochfunktionellen, molekularen Synthesebausteinen voran, die nur mittels neuer Synthesemethoden dargestellt werden können.

Konkret handelt es sich dabei um die Entwicklung von sogenannten Kumulenen und Radialenen mit Silizium- und Phosphorgruppen. „Solche Synthesebausteine könnten für die Materialforschung zum Beispiel im Bereich der Elektronentransferchemie von Interesse sein“, sagt Prof. Streubel.

Der Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung ist mit 45.000 Euro dotiert. Das Geld fließt in das Forschungsprojekt und dient der Finanzierung des Forschungsaufenthaltes von Prof. Sasamori. „Er ist einer der jüngeren, international hochangesehenen Forscher auf dem Gebiet der Methodenentwicklung für die Siliciumchemie“, sagt Prof. Streubel. Der Phosphorchemiker erwartet deshalb signifikante Synergien aus der Kooperation.

International herausragender Ruf in der Molekülchemie

Prof. Sasamori freut sich ebenfalls über die fruchtbare Zusammenarbeit. „Das Institut für Anorganische Chemie der Universität Bonn hat in der Molekülchemie einen international herausragenden Ruf“, sagt der japanische Wissenschaftler. Der 39jährige Chemiker studierte an der Universität Tokyo und promovierte an der Kyushu-Universität. Seit 2009 ist er Professor am Chemischen Institut der Universität Kyoto. Er wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Die Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreisträger werden von der Alexander von Humboldt-Stiftung für ihre herausragenden Forschungsleistungen ausgezeichnet. Von ihnen wird erwartet, dass sie durch weitere wissenschaftliche Spitzenleistungen ihr Fachgebiet nachhaltig prägen. Sie können selbst gewählte Forschungsvorhaben mit Fachkollegen in Deutschland von bis zu einem Jahr durchführen.

Kontakt für die Medien:

Prof. Dr. Rainer Streubel
Institut für Anorganische Chemie
Universität Bonn
Tel. 0228/735345
E-Mail: r.streubel@uni-bonn.de

Johannes Seiler | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-bonn.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Virenforschung
13.01.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht International ausgezeichnet! Rittal gewinnt „Cooling Oscar“
20.10.2016 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Feinstaub weckt schlafende Viren in der Lunge

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Energieeffizienter Gebäudebetrieb: Monitoring-Plattform MONDAS identifiziert Einsparpotenzial

16.01.2017 | Messenachrichten

Nervenkrankheit ALS: Mehr als nur ein Motor-Problem im Gehirn?

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie