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Dem Körper helfen, Krebszellen gezielt zu vernichten

17.10.2012
Boehringer Ingelheim Stiftung fördert Krebsforscher Krishnaraj Rajalingam. Der aus Indien stammende Infektionsbiologe erforscht Apoptose-Inhibitoren, die gehäuft in Krebszellen vorkommen. Sie sind deshalb das Ziel neuer Wirkstoffe, die derzeit klinisch erprobt werden.

Krebszellen können sich auch deshalb ungehemmt vermehren, weil der Körper sie nicht mehr als defekt erkennt und eliminiert. Das liegt unter anderem an einer Gruppe von Proteinen, den so genannten Apoptose-Inhibitoren, die den programmierten Zelltod (Apoptose) hemmen.

In Krebszellen kommen sie gehäuft vor und sind daher auch das Ziel neuer Wirkstoffe, die derzeit klinisch erprobt werden. Die physiologische Rolle der Apoptose-Inhibitoren ist derzeit kaum bekannt. Für die weitere Erforschung dieser Proteingruppe erhält der Zellbiologe Dr. Krishnaraj Rajalingam vom Institut für Biochemie II der Goethe-Universität in den kommenden drei Jahren bis zu 825.000 Euro von der Boehringer Ingelheim Stiftung. Er wurde in das Perspektiven-Programm PLUS 3 aufgenommen, mit dem die Stiftung neue Anreize für die Verbesserung der medizinischen Grundlagenforschung in Deutschland schaffen möchte.

Dr. Krishnaraj Rajalingam, geboren in Mayiladuthurai, Indien, studierte von 1995 bis 2000 Lebenswissenschaften an der Bharathidasan University und kam anschließend nach Deutschland, wo er am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin seine Doktorarbeit schrieb. 2008 wechselte er als Nachwuchsgruppenleiter im Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft an das Institut für Biochemie II der Goethe-Universität.
Rajalingams internationale Arbeitsgruppe konnte kürzlich aufklären, welche Rolle Apoptose-Inhibitoren bei der Wanderung von Zellen und damit bei der Metastasierung von Krebs spielen. Mithilfe der Förderung durch die Boehringer Ingelheim Stiftung möchte er nun erforschen, wie genau Apoptose-Inhibitoren in gesunden und kranken Zellen funktionieren. Ziel ist es, neue Wege zu finden, dem Körper bei der Vernichtung von Krebszellen zu helfen.

Ein Porträtfoto zum Download finden Sie unter: http://www.muk.uni-frankfurt.de/43585353/231

Die Boehringer Ingelheim Stiftung ist eine eigenständige und gemeinnützige Stiftung zur Förderung der medizinischen, biologischen, chemischen und pharmazeutischen Wissenschaft. Errichtet wurde sie 1977 von Hubertus Liebrecht (1931 – 1991), einem Mitglied der Gesellschafterfamilie des Unternehmens Boehringer Ingelheim. Mit dem Perspektiven-Programm PLUS 3 möchte die Boehringer Ingelheim Stiftung herausragenden Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leitern in Medizin, Biologie und Chemie die Möglichkeit geben, das eigenständige Forschungsprofil weiter zu entwickeln und die Berufbarkeit zu erlangen. Das Programm ist als Impuls zur Verbesserung der medizinischen Grundlagenforschung in Deutschland gedacht. Weitere Informationen zur Stiftung und ihren Förderprogrammen: www.boehringer-ingelheim-stiftung.de.

Informationen:
Dr. Krishnaraj Rajalingam, Institut für Biochemie II, Universitätsklinik, Tel.: 069-63015450, rajalingam@biochem2.uni-frankfurt.de

Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt. 1914 von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn drittmittelstärksten und größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Parallel dazu erhält die Universität auch baulich ein neues Gesicht. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht ein neuer Campus, der ästhetische und funktionale Maßstäbe setzt. Die „Science City“ auf dem Riedberg vereint die naturwissenschaftlichen Fachbereiche in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei Max-Planck-Instituten. Mit über 55 Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität laut Stifterverband eine Führungsrolle ein.
Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32,
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Redaktion: Dr. Anne Hardy, Referentin für Wissenschaftskommunikation Telefon (069) 798 – 2 92 28, Telefax (069) 798 - 2 85 30, E-Mail hardy@pvw.uni-frankfurt.de

Dr. Anne Hardy | idw
Weitere Informationen:
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