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Köhler-Stiftung schreibt Hans-Kilian-Preis 2013 zur metakulturellen Humanisation aus

14.03.2012
Der mit 80.000 Euro hochdotierte internationale Forschungspreis wird von der Köhler-Stiftung bereits zum zweiten Mal ausgeschrieben. Der Preis wird für exzellente Leistungen in den Wissenschaften vom Menschen alle zwei Jahre vergeben.

Die Preisvergabe findet im April 2013 in Bochum statt. Erster Träger des Hans-Kilian-Preis 2011 ist Hartmut Böhme, Professor für Kulturtheorie und Mentalitätsgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Der jetzt zum zweiten Mal ausgeschriebene Hans-Kilian-Preis soll neue Einblicke in die geschichtliche und kulturelle Existenz des Menschen und seine veränderliche Psyche würdigen. Die Ausschreibung richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Grenzen zwischen Disziplinen und Kulturen kreativ überschreiten und produktive Synthesen zwischen bislang isolierten Wissensgebieten schaffen. Bewerbungen und Vorschläge für Nominierungen werden bis zum 30.06.2012 entgegen genommen.

Der Preis ist nach Hans Kilian (1921-2008) benannt, der bis zu seiner Pensionierung als Professor für Sozialpsychologie und Angewandte Psychoanalyse an der Universität Kassel lehrte. Der interdisziplinär arbeitende Gelehrte widmete seine Aufmerksamkeit dem Menschen in der postmodernen Welt. Er sah den Menschen in unserer Gegenwart mit zahlreichen neuen kognitiven Anforderungen und Aufgaben konfrontiert, aber auch mit neuen Herausforderungen unseres Wahrnehmungsvermögens, unserer emotionalen Fähigkeiten, Phantasie und Vorstellungskraft, schließlich unserer praktischen Kreativität.

In seiner Fragment gebliebenen Theorie der biologischen, kulturellen, sozialen und psychischen Evolution des Menschen sieht er für die postmoderne globalisierte Welt eine neue Stufe der Entwicklung vor („metakulturelle Humanisation“).

Kontakt:

Koordinationsstelle Hans-Kilian-Preis
Jürgen Straub / Gala Rebane
Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie
Ruhr-Universität Bochum
Universitätsstr. 150
44780 Bochum
Die Köhler-Stiftung wurde 1987 durch Lotte Köhler in Darmstadt errichtet. Im Jahr 2001 wurde die Stiftung in die Verwaltung des Stifterverbandes übernommen und verlegte ihren Sitz nach Essen. Sie fördert die Wissenschaften vom Menschen und zwar insbesondere solche Gebiete, die das Verständnis des Menschen über sich selbst erweitern. Darunter sind zu verstehen sowohl Forschungsvorhaben auf dem Gebiet der Medizin als auch auf dem Gebiet der psychologischen Aspekte der Menschen vor allem im Zusammenleben mit anderen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Nicole Germeroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.hans-kilian-preis.de

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