Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IPHT erhält Thüringer Forschungspreis für die passive Terahertz-Sicherheitskamera

12.01.2010
Forscher des Jenaer Institutes für Photonische Technologien (IPHT) haben mit der Terahertz-Kamera (THz-Kamera) eine Alternative zu den kontrovers diskutierten "Nacktscannern" entwickelt.

Die passiv arbeitende Kamera erfasst die THz-Wärmestrahlung des menschlichen Körpers und erzeugt Bilder in schneller Folge. Für diese herausragende und hoch innovative Entwicklungsarbeit erhalten Mitarbeiter der Abteilung "Quantendetektion" des Jenaer Institutes den Thüringer Forschungspreis 2009.

Sicherheitskontrollen an Flughäfen gehören zum täglichen Leben. Wie die aktuelle öffentliche Diskussion über die "Nacktscanner" zeigt, ist die Einschränkung ethischer Prinzipien zugunsten von mehr Sicherheit für viele Menschen ein zu hoher Preis. Die vom IPHT entwickelte passive THz-Kamera ist eine Alternative. Die Technologie schließt gesundheitliche und ethische Bedenken von Vornherein aus. Eine aktive "Durchleuchtung" von Probanten ist nicht erforderlich. Die Kamera misst die körpereigene THz-Strahlung.

Gegenstände mit Gefährdungspotential - wie z.B. Waffen oder Sprengstoffpakete - welche am Körper getragen werden, verursachen einen verdächtigen Schatten auf dem erfassten Strahlungsbild. Im Vergleich zu herkömmlichen Geräten stellt die THz-Kamera keine anatomischen Details dar und kommt daher ohne eine künstliche Verfremdung der Bilder aus. Darüber hinaus bedeutet der Verzicht auf eine aktive Bestrahlung die konsequente Vermeidung jeglicher potentieller Gefährdung der Gesundheit der untersuchten Person.

Institutsdirektor, Prof. Dr. Jürgen Popp zeigte sich hocherfreut über die Auszeichnung mit dem Thüringer Forschungspreis 2009. "Dies ist für uns eine außerordentliche Ehre und zugleich Ansporn für die weitere wissenschaftliche Arbeit. Die THz-Kamera steht exemplarisch für den anwendungsorientierten Ansatz des IPHT und zeigt die gesellschaftspolitische Relevanz unserer Forschung. Die Terahertz-Kamera kann das Niveau der Sicherheit in der zivilen Luftfahrt revolutionieren. Weltweit gibt es kein weiteres Institut, welches auf diesem Gebiet vergleichbare Ergebnisse vorweisen kann.", so Institutsdirektor Prof. Jürgen Popp.

Der Thüringer Forschungspreis 2009 wird am 11. Februar 2010 in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena offiziell durch Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie an die Preisträger übergeben.

Ihre Ansprechpartner:
Hans-Georg Meyer
Forschungsabteilung Quantendetektion
Telefon +49 (0) 3641 206 116
Telefax +49 (0) 3641 206 399
georg.meyer@ipht-jena.de
Jürgen Popp
Wissenschaftlicher Direktor des IPHT
Telefon +49 (0) 3641 206-300
Telefax +49 (0) 3641 206-399
juergen.popp@ipht-jena.de

Manuela Meuters | IPHT
Weitere Informationen:
http://www.ipht-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie