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Innovatives Planungsmodell für Distributionsnetzwerke

29.07.2013
Um den Logistikstandort Deutschland langfristig zu stärken, sind neue und frische Ideen notwendig. Eine davon stammt von Marcus Stursberg, Absolvent des Master-Studiengangs Systems Engineering und Management/Schwerpunkt Logistik der Hochschule Ulm.

Mit seinem Konzept zur Planung von Distributionsnetzwerken in der Automobilindustrie gewann er den erstmalig verliehenen IWL-Preis für die beste Masterarbeit im Bereich Logistik. Er entwickelte ein Konzept für die Distributionsplanung, das Kosten einspart, die Qualität sicherstellt und auf andere Branchen übertragbar ist. Der IWL-Preis würdigt auch die Leistung der betreuenden Professoren.

Durch das Konzept von Marcus Stursberg lässt sich die systematische Planung der Distribution, beispielsweise die schadfreie Zustellung von Neuwagen an ein Autohaus, verallgemeinern und besser organisieren. Um dieses zu gewährleisten, müssen die Mitarbeiter in der Logistik mit Informationen und Instrumenten unterstützt werden, wie sie der Preisträger für seine Arbeit identifiziert und näher analysiert hat. Für die Entwicklung eines allgemeinen Planungsmodells greift er auf ein mathematisches Optimierungsverfahren zurück und bezieht das gesamte Distributionssystem mit ein. Dabei werden sowohl die Logistikkosten der Distribution als auch die Qualität der verwendeten Distributionsstandorte als zentrale Aspekte der mathematischen Modellbildung verwendet.

Üblicherweise bedeutet in der Praxis steigende Qualität höhere Kosten. Während die Minimierung der Kostenseite an sich trivial ist, gilt dies nicht für das Ziel der Qualitätsmaximierung und erst Recht nicht unter dem Kostenaspekt. Mit großem Problemverständnis für die betriebliche Praxis hat Stursberg ein generelles und allgemeingültiges Modell für ein mathematisches Maximierungsproblem entworfen, das die Gesamtqualität in den Bezug von Umschlagsmengen und Qualität der Logistik- bzw. Distributionszentren stellt. Der Ansatz ist innovativ und präzise mathematisch fundiert, weshalb er auf andere Branchen wie den Maschinenbau oder die Medizintechnik übertragbar ist.

Mit dem IWL-Preis, den das Ulmer Logistikberatungs-Unternehmen IWL AG auslobt, werden hervorragende Abschlussarbeiten des Master-Studiengangs Systems Engineering und Management ausgezeichnet, die zu einem logistischen Thema innovative Lösungsansätze aufzeigen. Der Preis ist mit insgesamt 4.000 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an den Absolventen und die betreuenden Professoren. Die Arbeit von Marcus Stursberg entstand unter der Supervision der Professoren Dr. Hartwig Baumgärtel und Dr. Kai Gutenschwager, Fakultät Produktionstechnik und Produktionswirtschaft.

Dr. Ingrid Horn | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-ulm.de

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