Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovativer Ansatz für Beschichtungen erzielt ersten Preis bei futureSAX-Wettbewerb

27.06.2013
Mit einem neuen Beschichtungsverfahren, mit dem sich Nanomaterialien auf beliebige Oberflächen auftragen lassen, hat das Projekt „BioBASE“ vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) den ersten Preis beim sächsischen Ideenwettbewerb „futureSAX“ gewonnen.
FutureSAX ist ein Projekt des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Es zeichnet innovative Geschäftsideen aus Sachsen aus. Die Preisverleihung fand am Dienstag, dem 25. Juni, im Dresdner Ostrapark statt. Tobias Günther nahm für das „BioBASE“-Team den Preis von Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok entgegen. Die Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Das preisgekrönte Projekt nutzt die Eigenschaften von Proteinen, also Eiweißmolekülen, zur Selbstorganisation. Die Proteine stammen von Bakterien, die die Forscher im Labor züchten. Die Moleküle ordnen sich selbstständig zu regelmäßigen Nanostrukturen an; diese Gitter lassen sich dann mit unterschiedlichsten Nanomaterialien beschichten. Beispielsweise mit Edelmetallen, mit denen man Kunststoffe vorbehandelt, um sie anschließend mit Metallen zu beschichten. Außerdem lassen sich Oberflächen mit antimikrobiell wirkenden Nanomaterialien ausrüsten.

Die Nanomaterialien werden mittels einfacher Tauchprozesse auf die Oberflächen aufgetragen; der Materialeinsatz für die entstehenden Nanoeffekte ist äußerst gering. Im Gegensatz zu anderen Tauchprozessen, wie beim Lackieren, müssen die Bauteile nicht nachbearbeitet werden.

„Die Modifizierung von Oberflächen durch Nanomaterialien ist in den letzten Jahren für immer mehr Unternehmen attraktiv geworden. Wir haben eine besonders einfache und wirkungsvolle Beschichtungstechnik entwickelt. Dementsprechend groß ist bereits jetzt das Interesse der Industrie an unserem Verfahren. BioBASE ist eine Technologieplattform mit breiten technischen Anwendungsmöglichkeiten“, so Projektleiter Tobias Günther vom HZDR.

Das Forscherteam umfasst gegenwärtig fünf Personen und plant eine Unternehmensgründung innerhalb der nächsten 18 Monate. Es wird bereits durch das Programm „Helmholtz Enterprise unterstützt“.

Weitere Informationen:

Tobias Günther
Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie am HZDR
Tel. 0351 260 2012
t.guenther@hzdr.de
Pressekontakt:

Anja Weigl
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Abt. Kommunikation und Medien
Tel. 0351 260 2452
a.weigl@hzdr.de
www.hzdr.de

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf
Bautzner Landstr. 400
01328 Dresden
Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) forscht auf den Gebieten Energie, Gesundheit und Materie. Folgende Fragestellungen stehen hierbei im Fokus:
- Wie nutzt man Energie und Ressourcen effizient, sicher und nachhaltig?
- Wie können Krebserkrankungen besser visualisiert, charakterisiert und wirksam behandelt werden?
- Wie verhalten sich Materie und Materialien unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?

Zur Beantwortung dieser wissenschaftlichen Fragen werden Großgeräte mit einzigartigen Experimentiermöglichkeiten eingesetzt, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das HZDR ist seit 2011 Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Es hat vier Standorte in Dresden, Leipzig, Freiberg und Grenoble und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter – davon ca. 450 Wissenschaftler inklusive 160 Doktoranden.

Dr. Christine Bohnet | Helmholtz-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.hzdr.de/presse/biobase

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften