Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationspreise von Rolls Royce und Germanischer Lloyd gehen an Rostocker Maschinenbaustudentin

19.09.2011
Die Rostocker Maschinenbaustudentin Katja Hartig ist zweifach international ausgezeichnet worden.

So erhielt die 25-Jährige von der Klassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd (GL) den GL „Award for Young Professionals 2010“, der „innovative Ideen zur Steigerung der Effizienz von Schiffen bzw. deren Betrieb“ würdigt. „Anliegen ist es, Studenten für Technik zu faszinieren und die Attraktivität des Ingenieurberufs zu fördern“, sagt ein Sprecher des GL.

Bereits im Frühjahr wurde die Maschinenbaustudentin für ihre Arbeit mit dem Innovationspreis von Rolls-Royce Marine – ein Unternehmen, das Schiffssysteme baut, geehrt. Die Auszeichnung wurde im Rahmen eines Europäischen Forschungsvorhabens vergeben.

Katja Hartig stellte ein Konzept für ein Containerschiff vor, bei dem auf den Austausch von Ballastwasser ganz verzichtet werden kann. Die mögliche Lösung: Die Tanksysteme werden so konstruiert, dass das Ballastwasser zwischen den Tanks hin und her gepumpt wird, um die erforderliche Gewichtsverteilung zu erreichen und es nicht in Kontakt mit Meereswasser kommt.

Der Betreuer der jungen Studentin, Professor Robert Bronsart vom Lehrstuhl für Schiffbau der Universität Rostock, ist auch durch die große Resonanz von Reedern und Umweltschutzorganisationen stolz auf das Ergebnis: „Das ist eine Bestätigung unserer Arbeit. Wir werden weiter intensiv an diesem Thema forschen“.

Nach Schätzungen der International Maritime Organisation (IMO), der für Schifffahrt zuständigen Unterorganisation der UNO, werden jährlich etwa über zehn Milliarden Tonnen Ballastwasser durch Fracht- und Passagierschiffe befördert und im Zielhafen wieder abgelassen. „Dadurch werden Kleinstlebewesen zusammen mit dem Seewasser in die Ballasttanks gepumpt und später in anderen Regionen freigesetzt“, schildert Prof. Bronsart das Problem. „Das ist weltweit eine Bedrohung für die maritimen Ökosysteme“. Jetzt sind die Forscher gefragt, neue Technologien für den Ballastwasseraustausch zu entwickeln. Die Rostocker sind da bereits auf gutem Weg.

Katja Hartigs innovatives Konzept hat die Fachwelt aufhorchen lassen. „Es entspricht jetzt schon allen Sicherheitsanforderungen“, sagt Prof. Bronsart und kündigt an: „Wir werden die Ideen weiter entwickeln“. Bronsart verweist darauf, dass durch „den zunehmenden globalen Seeverkehr auch der Transport von Ballastwasser rasant angewachsen ist“.

Schiffe mit innovativen Systemen entwerfen, das ist es, was Katja Hartig beruflich reizt. Von den über 1.000 Studierenden an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik ist sie eine der wenigen Frauen. Für Mathe und Physik hat sie sich in der Schule frühzeitig begeistert. „Ich habe genau den richtigen Beruf gewählt“, ist die junge Rostockerin überzeugt. Und die Herausforderungen sind groß. Bis 2016 müssen Handelsschiffe laut einer internationalen Vorschrift weltweit umgerüstet werden.

Nach dem Auslandssemester in St. Petersburg schreibt Katja Hartig ab Herbst an ihrer Diplomarbeit und schon jetzt sind Unternehmen auf die erfolgreiche junge Frau aus Rostock aufmerksam geworden.

Kontakt:
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau du Schiffstechnik
Prof. Dr. Robert Bronsart
Fon: +49 (0)381 498 9270
eMail: robert.bronsart@uni-rostock.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Fax: +49 (0)381/498 1032
eMail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics