Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohe chinesische Auszeichnung für Ernst-Ludwig Winnacker

19.01.2010
Früherer DFG-Präsident erhielt in Beijing "Medaille für internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie" / Langjährige Verdienste um Forschungskooperationen

Erneut hohe Auszeichnung für Professor Ernst-Ludwig Winnacker. Der ehemalige Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erhielt dieser Tage in Beijing die "Medaille für internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie" der chinesischen Regierung.

Mit ihr wurden Winnackers langjährige Verdienste um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland ausgezeichnet. Winnacker habe sich durch "eine Vielzahl innovativer Ideen und wirkungsvoller Maßnahmen um chinesisch-deutsche Forschungskooperation, die gemeinsame Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern aus beiden Staaten und um die Gründung des Chinesisch-Deutschen Wissenschaftszentrums in Beijing verdient gemacht".

Der frühere DFG-Präsident, der von der chinesischen Partnerorganisation der DFG, der National Natural Science Foundation of China (NSFC), zusammen mit der Chinese Academy of Sciences (CAS) für diese Auszeichnung vorgeschlagen worden war, erhielt die Medaille in der Volkskongresshalle in Beijing. Die Verleihungszeremonie, in der sechs weitere ausländische Repräsentanten aus Wissenschaft und Wissenschaftsförderung ausgezeichnet wurden, erfolgte durch Staatspräsident Hu Jintao sowie Premierminister Wen Jiabao und eine Reihe weiterer hochrangiger chinesischer Politiker.

Die DFG gratulierte ihrem ehemaligen Präsidenten zur Verleihung der Medaille. "Dies ist eine weitere verdiente Auszeichnung für einen der angesehensten Botschafter der deutschen Wissenschaft und Wissenschaftsförderung", sagte DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner. Ernst- Ludwig Winnacker habe sich in seiner Amtszeit mit großem persönlichen Engagement für die weltweite wissenschaftliche Zusammenarbeit eingesetzt und dabei China als wachsender Forschungsnation stets hohe Bedeutung beigemessen. Auch aktuell, so hob der DFG-Präsident hervor, seien partnerschaftlicher Dialog und Kooperationen mit der chinesischen Wissenschaft ein wichtiges Anliegen der DFG und ihres internationalen Handelns. "Dafür steht nicht zuletzt das von uns und unserer Partnerorganisation NSFC betriebene Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung in Beijing, das während Ernst-Ludwig Winnackers Präsidentschaft gegründet wurde und in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert", sagte Kleiner.

Die "Medaille für internationale Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technologie" wurde erstmals 1995 von der chinesischen Regierung verliehen. Jedes Jahr werden bis zu zehn ausländische Persönlichkeiten oder Organisationen ausgezeichnet. Unter den bislang 61 Trägern der Medaille sind neun Deutsche, darunter der Chemiker Lothar Hans Reh (ausgezeichnet 2008), der Zellbiologe und jetzige Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Peter Gruss (2007), der frühere Staatssekretär im Bundesforschungsfministerium Wolf Dieter Dudenhausen (2005) und der inzwischen verstorbene Biologe Uli Schwarz (1996).

Der Biochemiker Ernst-Ludwig Winnacker stand von 1998 bis Ende 2006 an der Spitze der DFG. Von 2007 bis Mitte 2009 war Winnacker erster Generalsekretär des European Research Council (ERC), der von Brüssel aus die Realisierung des "Forschungsraums Europa" vorantreiben soll. Seit Juli 2009 ist Winnacker in Straßburg als Generalsekretär der International Human Frontier Science Program Organization (HFSPO) tätig, die die internationale Forschung im Bereich der Lebenswissenschaften und dabei vor allem junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fördert.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen zum Chinesisch-Deutschen Zentrum für Wissenschaftsförderung in Beijing mitsamt Kontaktdaten und Ansprechpartnern vor Ort finden sich unter

http://www.dfg.de/internationales/dfg_praesenz/peking/index.html

Ansprechpartnerin in der DFG-Geschäftsstelle für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China ist Dr. Ingrid Krüßmann, Tel.: +49 228 885 2786, E-Mail: Ingrid.Kruessmann@dfg.de

Marco Finetti | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/internationales/dfg_praesenz/peking/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie