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Hochschule Niederrhein gewinnt für Deutschland Europäischen Unternehmerpreis

02.06.2010
Erst Lena in Oslo, jetzt die Hochschule in Madrid: Das bi-nationale Projekt „Euregionale Gründer Initiative“ (EGI) der Hochschule Niederrhein hat in Madrid den Europäischen Unternehmerpreis 2010 gewonnen. EGI setzte sich in der Kategorie „Unterstützung der Internationalisierung von Unternehmen“ unter insgesamt 330 Teilnehmern durch. Der Preis wird seit 2007 von der Europäischen Kommission vergeben.

„Die Auszeichnung bestärkt uns in unserer internationalen Ausrichtung“, sagt Professor Dr. Hans-Hennig von Grünberg, Präsident der Hochschule Niederrhein. „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen bietet für die gesamte Region große Chancen.

Aber dafür müssen auch im Kopf Grenzen überwunden werden – so, wie wir es in unserem Leitbild formuliert haben.“ Das von euregio rhein-maas nord geförderte Projekt wurde 2006 von der Gründungsinitiative RUN der Hochschule Niederrhein und dem Teamvenlo an der Fontys Hogeschool in Venlo gestartet.

Mit dem Preis prämiert die Europäische Kommission Projekte, die insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützen, grenzüberschreitend zu agieren. „Wir reden seit Jahren über den europäischen Binnenmarkt, aber gerade bei den kleinen Unternehmen ist das Bewusstsein für die sich bietenden Chancen im Ausland noch nicht ausgeprägt“, sagt Hochschul-Mitarbeiter Cenk Kaplangi, der den Preis für die Hochschule in Madrid entgegennahm.

Das Projekt, das aus einer Workshop-Reihe für junge Unternehmer aus Deutschland und den Niederlanden bestand, sollte helfen, den Blick der Unternehmer ins benachbarte Ausland zu schärfen. 89 junge Unternehmer machten von dem Angebot Gebrauch und trafen sich abwechselnd in Mönchengladbach und in Venlo zu den Workshops. Das Resultat: 64 Unternehmen weiteten ihren geschäftlichen Wirkungskreis über die Grenze aus.

„Die deutschen und niederländischen Existenzgründer stehen oft Rücken an Rücken“, sagt Kaplangi. „Mit dem EGI-Projekt haben wir sie aufgefordert, sich umzudrehen und die Chancen im Nachbarmarkt zu erkennen.“ Venlo liegt für Unternehmen aus Krefeld oder Mönchengladbach eben deutlich näher als beispielsweise Dortmund. Man muss nur grenzüberschreitend denken und handeln.

Dr. Christian Sonntag | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-niederrhein.de/

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