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Helmholtz fördert neue Ausgründungen

07.07.2011
Mit dem Programm Helmholtz-Enterprise unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft jetzt fünf Ausgründungsvorhaben mit jeweils 100.000 Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds. Die Mittel werden vor allem in der kritischen Startphase der Ausgründung eingesetzt. Die Förderung ist Teil der Technologietransferstrategie der Helmholtz-Gemeinschaft.

„Mit der Förderung durch Helmholtz-Enterprise unterstützen wir die Gründung von Unternehmen und setzen vor allem an der Personalsituation an. Die Mittel sollen einerseits dem Ausgründungsvorhaben helfen, neues Personal einzustellen und dem Gründer den nötigen Freiraum für die Ausarbeitung des Businessplans geben. Andererseits sollen sie die personelle Lücke am jeweiligen Helmholtz-Zentrum ausgleichen, die durch den Wechsel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsteht“, sagt Dr. Rolf Zettl, Geschäftsführer der Helmholtz-Gemeinschaft. „Diese Fördermaßnahme ist zudem ein wichtiger Teil unserer Mission, denn damit treiben wir den wirkungsvollen Transfer von Erkenntnissen aus der Forschung in die wirtschaftliche Nutzung voran.“

Folgende Projekte wurden von einem externen Gutachtergremium ausgewählt:

„AeroDesignWorks“ aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
„RenEWaSol“ aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
„ALION“ aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).
„onemicron laser“ aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf HZDR).
„SiMoNa“ aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Ein Jahr Planungssicherheit
Mit Helmholtz-Enterprise unterstützt die Helmholtz-Gemeinschaft Ausgründungsideen, die das Potenzial haben, sich auf dem Markt erfolgreich zu bewähren. Mit der vollen Fördersumme von jeweils 100.000 Euro aus dem Fonds und mindestens der gleichen Summe aus dem jeweiligen Helmholtz-Zentrum stehen den Ausgründungsprojekten damit für ein Jahr zusätzliche Mittel zur Finanzierung von Personal in der Ausgründungsphase zur Verfügung.

Die Fördermaßnahme Helmholtz-Enterprise konnte dank des Paktes für Forschung und Innovation ins Leben gerufen werden. Aus einem Teil des jährlichen Aufwuchses wurde der Impuls- und Vernetzungsfonds eingerichtet, aus dem nicht nur Maßnahmen zur weiteren Steigerung der Exzellenz in der Forschung, zur Talentförderung und zur Chancengleichheit finanziert werden können, sondern mit Helmholtz-Enterprise auch die Gründung von Unternehmen unterstützt werden. Von 2005 bis 2010 wurden 58 Gründungsvorhaben durch das Förderprogramm gefördert.

Die Projekte und Ansprechpartner in den Helmholtz-Zentren:
AeroDesignWorks – Energie sparen mit modernen Lüftern und Ventilatoren
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Mit der AeroDesignWorks GmbH planen die Ausgründer, das Know-how aus den Hochtechnologiesektoren Flugtriebwerk und Kraftwerksgasturbine auf den Massenmarkt der Lüfter und Ventilatoren zu übertragen. Diese modernen Designs verringern vor allem die Energiekosten, ohne dass die Produktionskosten steigen.
Ausgründer: Dr.-Ing. Georg Kröger, Dipl.-Ing. Ulrich Siller
Mehr Informationen: Pressestelle, Cordula Tegen, cordula.tegen@dlr.de; Tel.: +49 (2203) 601-3876
RenEWaSol – Wasserreinigung mittels Solarkraft
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Gefördert wird die Ausgründung einer GmbH aus der Organisationseinheit Solarforschung des DLR. Die Firma plant, Wasserreinigungsanlagen nach der SOWARLA-Technologie herzustellen und zu vertreiben. Das Verfahren nutzt photonische Energie des Sonnenlichts, um Schadstoffe in Mineralstoffe umzuwandeln. Die SOWARLA-Technologie wurde in einem von der Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt vom DLR und zwei KMUs entwickelt. Energiekosten werden mit dieser Technologie minimiert und der Einsatz von Chemikalien drastisch verringert.
Ausgründer: Jan Säck, Dr. C. Sattler, Dr. C. Jung
Mehr Informationen: Pressestelle, Cordula Tegen, cordula.tegen@dlr.de; Tel.: +49 (2203) 601-3876
ALION – Ionenstrahlkompetenz für die Industrie
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
Als eines der weltweit führenden Ionenstrahlzentren, erhält das HZDR zunehmend Anfragen aus der Industrie zur Übernahme von Produktionsaufträgen. Da andere externe Anbieter im gewünschten Umfang auf dem Markt nicht zur Verfügung stehen, ist die Erbringung von Ionenimplantationsleistungen Gegenstand der Ausgründung. Ionenimplantationen dienen der gezielten Beeinflussung von Materialeigenschaften an Oberflächen, um die Leistungsfähigkeit von Leistungshalbleitern zu steigern.
Ausgründer: Prof. Dr. Andreas Kolitsch und andere
Mehr Informationen: Pressestelle, Christine Bohnet, c.bohnet@hzdr.de; Tel.: +49 (0) 351 260-2450
onemicron laser – diodengepumpter Ultrakurzpulslaser mit hoher Impulsleistung
Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
Ziel des Ausgründungsvorhabens ist die Entwicklung und der Verkauf von Hochleistungslasersystemen, insbesondere von Ultrakurzpulslasern (UKP-Laser). Für Kunden in Wissenschaft und Industrie wird ein neuartiger diodengepumpter Scheibenfestkörperlaser auf den Markt gebracht, der ultrakurze Pulse effizient erzeugen und bis zu sehr hohen Pulsenergien verstärken kann. Derzeit erreichen klassische Scheibenlaser nur mittlere Pulsenergien.
Ausgründer: Dr. Mathias Siebold; Dipl. Ing. Markus Löser;
Mehr Informationen: Pressestelle, Christine Bohnet, c.bohnet@hzdr.de; Tel.: +49 (0) 351 260-2450
SiMoNa – umfangreiche Materialanalyse auf molekularer Ebene
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Die Ausgründung SiMoNa aus dem KIT bietet angepasste Simulationslösungen in Form von Dienstleistungen und Lizenzen für Kunden in den Bereichen Chemie und organische Elektronik an. Kernelement ist die Modellierung komplexer Werkstoffsysteme auf molekularer Ebene. Durch die molekulare Abbildung des Materials, trägt SiMoNa entscheidend dazu bei, den Innovationszyklus vom Material bis zum marktreifen Produkt zu verkürzen und zu optimieren.
Ausgründer: Dr. Robert Maul, Dipl.-Ing. Simon Windmaier
Mehr Informationen: Pressestelle; Monika Landgraf, monika.landgraf@kit.edu; Tel.: +49 721 608-48126

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit über 31.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 17 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3,3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
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Thomas Gazlig | idw
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