Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz-Allianz für Bildgebende Darstellung und Heilung umweltbedingter Stoffwechselerkranungen

20.06.2012
Gemeinsam mit den führenden deutschen Wissenschaftlern aller Stufen der Wertschöpfungskette baut das Helmholtz Zentrum München die ICEMED-Allianz (Visualisierung und Therapie Umweltbedingter Stoffwechselerkrankungen zur Erforschung und schließlich Heilung von Stoffwechselerkrankungen) auf. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert diese strake Allianz mit 15 Millionen Euro über fünf Jahre. Hinzu kommen weitere 15 Millionen Euro Förderung der über 30 beteiligten Helmholtz-Zentren und Universitäten.

ICEMED, die neue am Helmholtz Zentrum München koordinierte Helmholtz-Allianz, verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Indem die Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Matthias Tschöp moderne bildgebende Verfahren mit Grundlagen- und angewandter sowie klinischer Forschung vernetzen, wollen sie einen Weg finden, um Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes mellitus und Übergewicht (Adipositas) zu heilen - oder zukünftig sogar ihre Entstehung zu verhindern.

Die Helmholtz-Gemeinschaft, die beteiligten Helmholtz-Zentren und Universitäten unterstützen dieses Anliegen mit 30 Millionen Euro über fünf Jahre. Das Konsortium aus über 30 deutschen Partnern aus Adipositas-, Diabetes- und Gehirn-Forschung arbeitet dabei mit Sanofi Aventis Pharmaceuticals, aber auch mit den international hoch angesehenen Diabetes- und Adipositas-Forschungszentren der Universität von Cambridge (UK) und an der Yale University (USA) zusammen.

Das Team konzentriert sich auf das Zentralnervensystem, das an der Steuerung aller systemischen, metabolischen Prozesse beteiligt ist und damit das entscheidende Zielorgan von Umwelteinflüssen wie hyperkalorischen Diäten und Stress ist. „Unser innovativer Ansatz und das herausragende interdisziplinäre Team können uns den wissenschaftlichen Durchbruch und neue personalisierte Therapieansätze bei Stoffwechselerkrankungen wie Adipositas oder Typ-2-Diabetes mellitus ermöglichen“, sagt Tschöp, der das Institut für Diabetes- und Adipositasforschung des Helmholtz Zentrums München leitet und in diesem Jahr als erster Mediziner eine Humboldt-Professur an der Technischen Universität München (TUM) erhalten hat.

„Gemeinsam können wir es schaffen, die sich ausweitende Pandemie von Diabetes und Adipositas einzudämmen und hoffentlich umzukehren“, ist sich Tschöp sicher. Der Mediziner hat nicht nur selbst Erfahrung in der klinischen und pharmazeutischen Forschung, sondern erhält schlagkräftige Unterstützung durch die aktive Beteiligung führender deutscher Klinikdirektoren auf dem Gebiet der Stoffwechselforschung (Prof. J. Spranger, Prof. H. Häring, Prof. J. Brüning, Prof. H. Lehnert, Prof. M. Stumvoll). Beides soll die effiziente Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den medizinischen Alltag gewährleisten.
"Eine besondere Chance liegt weiterhin in unserer engen Zusammenarbeit mit führenden Physikern wie unserem ICEMED Co-Koordinator Professor Jon Shah (Helmholtz Forschungszentrum Jülich), der in den letzten Jahren neue Technologien zur gleichzeitigen Visualisierung mehrerer Stoffwechselprozesse im menschlichen Gehirn entwickeln konnte.", so Professor Tschöp.

Die weltweit einzigartige ICEMED Allianz ist so gleichzeitig wegweisend für Verbünde zur Stoffwechselforschung weltweit: nationale Wissenschaftsressourcen werden synergetisch genutzt und können so in personalisierte, effiziente Therapiekonzepte umgesetzt werden.

Weitere Information

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 17 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 31.000 Beschäftigten angehören.
Ansprechpartner für die Medien

Sven Winkler, Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg - Tel.: 089-3187-3946 - Fax: 089-3187-3324 - E-Mail: presse@helmholtz-muenchen.de

Fachlicher Ansprechpartner:

Prof. Dr. Matthias Tschöp, Institut für Diabetes und Adipositas am Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Ingolstädter Landstraße 1 85764 Neuherberg - Tel.: 089-3187-2103 - E-Mail: matthias.tschoep@helmholtz-muenchen.de

Sven Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://www.helmholtz-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie