Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2009: Sechs Mal ausgezeichneter Forschernachwuchs

31.03.2009
Vier Wissenschaftlerinnen und zwei Wissenschaftler erhalten in diesem Jahr den wichtigsten Preis für den Forschungsnachwuchs in Deutschland. Unter den Preisträgern des Heinz Maier-Leibnitz-Preises sind erstmals in der Geschichte mehr Preisträgerinnen als Preisträger.

Der nach dem früheren Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Münchner Atomphysiker Professor Heinz Maier-Leibnitz benannte Preis wird seit 1977 jährlich von der DFG und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vergeben.

Mit den diesjährigen Preisträgern werden erstmals in der Geschichte des Preises in der Mehrzahl junge Forscherinnen für frühe herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet.

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis geht 2009 an:

Dr. André Bornemann, Geowissenschaften, Universität Leipzig
Dr. Ina Bornkessel-Schlesewsky, Sprachwissenschaften, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig
Dr. Patrik L. Ferrari, Mathematik, Universität Bonn
Dr. Heike Krebber, Molekularbiologie, Universität Marburg
Prof. Dr.-Ing. Gisela Lanza, Maschinenbau, Universität Karlsruhe
Dr. Angelika Lohwasser, Ägyptologie, Freie Universität Berlin
"Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses hat für die DFG einen besonders hohen Stellenwert", betonte DFG-Vizepräsidentin Professor Luise Schorn-Schütte als Vorsitzende des zuständigen Auswahlausschusses anlässlich der Bestätigung der Preisträgerinnen und Preisträger durch das Präsidium der Förderorganisation. Wie Schorn-Schütte betonte, waren in diesem Jahr bereits unter den Vorschlägen und Nominierungen für den Preis "erfreulich viele junge Wissenschaftlerinnen". Dem Auswahlausschluss waren insgesamt 118 Personen vorgeschlagen worden, darunter 35 Frauen. Von den 118 Vorschlägen kamen 56 in die engere Wahl, darunter waren 22 Frauen. "Die vier Preisträgerinnen und ihre beiden männlichen Kollegen beeindrucken allesamt durch exzellente Forschungsarbeiten und ein ausgewiesenes wissenschaftliches Profil, das sie schon in jungen Jahren entwickeln konnten", so Schorn-Schütte.

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis soll dieses wissenschaftliche Profil weiter fördern. Er ist aus Sicht der DFG in gleicher Weise Anerkennung und Ansporn und soll die ausgezeichneten Nachwuchsforscherinnen und -forscher darin bestärken, ihre wissenschaftliche Karriere gradlinig fortzusetzen. Mit dieser Zielsetzung genießt die Auszeichnung hohes Ansehen in der wissenschaftlichen Welt: In einer Umfrage des Magazins "bild der wissenschaft" wählten die wichtigsten Forschungseinrichtungen in Deutschland den Heinz Maier-Leibnitz-Preis zum drittwichtigsten Wissenschaftspreis hierzulande - nach dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten. Der Preis ist mit je 16 000 Euro dotiert, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

| DFG
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2009/presse_2009_09.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise