Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Gewinner der Rohstoff-Expedition stehen fest

27.02.2013
An mehr als 1.600 Schulen bundesweit haben sich Jugendliche im Wissenschaftsjahr 2012 auf Rohstoff-Expedition begeben.

Die wahren Rohstoffexperten unter ihnen dürfen sich nun über eine Expedition in die Wildnis freuen, die fleißigsten Sammlerinnen und Sammler von Alt-Handys erhalten einen Zuschuss für die Schulkasse. Insgesamt sind bei der Aktion gemeinsam mit allen deutschen Netzbetreibern 65.090 Handys gesammelt worden.

Rund um die Uhr in der Natur sein, Essen am Lagerfeuer zubereiten und im Zelt in den Schlafsack krabbeln – auf eine Woche Wildniscamp freuen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der „Erich Kästner Realschule plus“ in Ransbach-Baumbach. Als Experten für nachhaltiges Leben holten sie sich einen der Klassenpreise bei der Rohstoff-Expedition, denn sie haben beim Wissensquiz am besten abgeschnitten. „Unsere Schülerinnen und Schüler freuen sich wahnsinnig über den Gewinn. Jetzt sind sie sehr gespannt, was sie während ihrer Expedition in die Wildnis erleben und wie sie eine ganze Woche lang ohne technische Hilfsmittel auskommen“, sagt ihr Lehrer Albert Hopfgartner.

In barer Münze hingegen zahlt sich das Engagement während der Rohstoff-Expedition für die Freie Gesamtschule „Gustav Adolf“ in Lützen aus. Die Schülerinnen und Schüler haben die meisten gebrauchten Mobiltelefone eingesammelt. „Mit Kreativität und Eifer haben sich die Jungen und Mädchen dafür eingesetzt, Mitschüler, Freunde und Nachbarn zu überzeugen, ihre Althandys in die Sammelbox zu geben“, beschreibt Schulleiter Klaus-Dieter Hinz das Engagement der Jugendlichen.

Mehr als 1.600 Lehrkräfte haben sich für „Die Rohstoff-Expedition – Entdecke, was in (d)einem Handy steckt!“ angemeldet. Das Wissenschaftsjahr 2012 hat wissenschaftlich fundiertes Lern- und Arbeitsmaterial bereitgestellt, damit der Umgang mit begrenzt verfügbaren Ressourcen im Unterricht behandelt werden kann. Der Ansatz, Jugendlichen im Unterricht zu ermöglichen, Mobiltelefone aufzuschrauben, um bis ins kleinste Detail herauszufinden, woraus sie bestehen, hat sich bewährt. Ergänzend zu diesem handfesten Ansatz haben die Schülerinnen und Schüler auch ihre eigenen Konsumgewohnheiten analysiert und hinterfragt.

In deutschen Haushalten gibt es mehr als 83 Millionen ungenutzte Mobiltelefone. Die in den Handys enthaltenen wertvollen Rohstoffe sollten nicht ungenutzt bleiben. Deshalb riefen die Schülerinnen und Schüler dazu auf, ungenutzte Handys in die dafür vorgesehenen Sammelboxen zu geben. Die Geräte werden der Weiterverwendung zugeführt oder nach dem höchsten Stand der Technik recycelt.

Der Reinerlös aus der Aktion kommt der „WasserStiftung“ zu Gute. Diese Organisation fördert Projekte in verschiedenen Ländern, in denen die Rohstoffe für Mobiltelefone abgebaut werden. So engagiert sie sich beispielsweise beim Aufbau von Wasserschulen, in denen junge Menschen in Theorie und Praxis lernen, wie sie die vorhandenen Wasserressourcen verbessern und nachhaltig bewirtschaften können.

„Die Rohstoff-Expedition – Entdecke, was in (d)einem Handy steckt!“ ist als Aktion im Wissenschaftsjahr ¬2012 – Zukunftsprojekt Erde gestartet. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Seit dem Jahr 2000 fördern sie den Austausch zwischen Öffentlichkeit und Forschung. Im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde standen drei zentrale Fragen im Mittelpunkt: Wie wollen wir leben? Wie müssen wir wirtschaften? Und: Wie können wir unsere Umwelt bewahren? Damit förderte das Wissenschaftsjahr 2012 die gesellschaftliche Debatte über die Ziele, Herausforderungen und Aktionsfelder einer nachhaltigen Entwicklung.

Die Handy-Aktion „Die Rohstoff-Expedition – Entdecke, was in (d)einem Handy steckt!“ wird unterstützt von: Institut für Umweltkommunikation (INFU) der Leuphana Universität Lüneburg | IASS Potsdam – Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) | Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (VERE e.V.) | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH | Telekom Deutschland GmbH | E-Plus Gruppe | Telefónica Germany GmbH & Co. OHG | Vodafone D2 GmbH

Kontakt:
Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde
Sarah Niehaus
Saarbrücker Straße 37 | 10405 Berlin
Telefon 030 / 30 88 11 31 | Fax 030 /30 88 11 11
s.niehaus@zukunftsprojekt-erde.de

Sarah Niehaus | Zukunftsprojekt Erde
Weitere Informationen:
http://www.zukunftsprojekt-erde.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

nachricht Zweimal Gold beim Architects’ Darling Award 2016 für dormakaba
28.11.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ALMA beginnt Beobachtung der Sonne

18.01.2017 | Physik Astronomie

Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

18.01.2017 | Architektur Bauwesen

Neues Forschungsspecial zu Meeren, Ozeanen und Gewässern

18.01.2017 | Geowissenschaften