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Gewinner des European Inventor Award 2010 in Madrid ausgezeichnet

28.04.2010
Bioplastik, Fußballmoleküle, GPS-Technologie, Wasserstoff-Brennstoffzellen und dreidimensionale Scansysteme - die Entwicklungen der Gewinner des renommierten European Inventor Awards 2010 reichen von Umweltschutz über Kernphysik und Informationssysteme bis hin zur satellitengestützten Navigation.

Das Europäische Patentamt (EPA) und die Europäische Kommission haben heute im Rahmen einer feierlichen Gala in Madrid unter der Schirmherrschaft ihrer königlichen Hoheiten, des Prinzen Felipe und der Prinzessin Letizia von Asturien die Gewinner ausgezeichnet.

Die Preisträger des European Inventor Award 2010 sind:

In der Physik hat Wolfgang Krätschmer (Deutschland) ein ganz neues Forschungsgebiet entdeckt, für welches er in der Kategorie Lebenswerk geehrt wurde. Sein Verfahren erlaubt die Herstellung von Fullerenen, einer neuen Gruppe von Kohlenstoffen für Forschungszwecke. Damit gelang dem Physiker ein wegweisender Schritt zu neuen Werkstoffen.

Jürgen Pfitzer und Helmut Nägele (Deutschland) sind die Gewinner in der Kategorie KMU/Forschung. Die beiden Ingenieure haben mit dem Flüssigholz Arboform einen Durchbruch im nachhaltigen Umgang mit nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Durch die holzähnliche Optik und hohe Verformbarkeit bietet das Material Gestaltungsmöglichkeiten im Innenraum von Fahrzeugen, bei Möbeln, Spielzeug und Uhren.

In der Kategorie Industrie fiel die Wahl der Jury auf Albert Markendorf (Schweiz) und Raimund Loser (Deutschland). Ihr dreidimensionales Scan- und Messsystem hat eine neue Dimension in der Detailtreue in der industriellen Messtechnik geschaffen und diese hinsichtlich Detailgenauigkeit und Messeffizienz revolutioniert. Das System gelangt unter anderem in der Automobilindustrie zum Einsatz. Auch Bahnunternehmen und Flugzeughersteller setzen heute bei ihrer Qualitätskontrolle auf diese Scantechnik.

Dank Sanjai Kohli und Steven Chen (USA), Gewinner in der Kategorie außereuropäische Staaten, können GPS-Systeme heute auch zivil genutzt werden. Die von ihnen erarbeitete Technologie führte zu einem explosionsartigen Absatz auf dem Markt für GPS-Geräte und für die kommerzielle Verwendung in Autos, Flugzeugen, Schiffen und Handys.

Die beiden Kanadier Ben Wiens und Danny Epps haben elektrochemische Brennstoffzellen zu einer heute kommerziell erfolgreichen Alternative zu fossilen Brennstoffen entwickelt. Dafür wurden auch sie in der Kategorie außereuropäische Staaten ausgezeichnet. Mit den von ihnen entwickelten Zellen konnte ein entscheidender Schritt in Richtung grünere Energie vollzogen werden: Seit 2004 sind Busse mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb in 15 Großstädten rund um den Globus im Einsatz, so etwa in Amsterdam, Barcelona, London und Madrid. Auch bei den olympischen Winterspielen in Vancouver wurden 20 solche Fahrzeuge eingesetzt.

Näheres zum European Inventor Award 2010 und zu den Gewinnern finden Sie unter: http://www.epo.org/forum-inventor

Kontakt:
Rainer Osterwalder
Direktor Medienbeziehungen
Europäisches Patentamt
Erhardtstr. 27 | D-80469 Munich
Tel.: +49 (0)89 2399-1820
Fax: +49 (0)89 2399-2850
rosterwalder@epo.org

Rainer Osterwalder | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.epo.org/press
http://ec.europa.eu/index_de.htm

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