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Gerda Henkel Stiftung bewilligt 1,4 Millionen Euro für neue Forschungsprojekte

20.04.2011
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach und das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg erhalten 209.000 Euro für die wissenschaftliche Erschließung des Nachlasses von Reinhart Koselleck

Mehr als 1,4 Millionen Euro stellt die Gerda Henkel Stiftung für neue Forschungsprojekte bereit.

Die Stiftungsgremien beschlossen in ihrer Frühjahrssitzung am 15. April, 26 Initiativen aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften zu fördern. Mit 209.000 Euro unterstützt die Stiftung das Deutsche Literaturarchiv Marbach und das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg bei ihrem Vorhaben, den umfangreichen Nachlass Reinhart Kosellecks zu erforschen.

Reinhart Koselleck (1923–2006) zählt zu den bedeutendsten deutschen Historikern des 20. Jahrhunderts. Seit 2008 befindet sich sein wissenschaftlicher Nachlass in Marbach und Marburg. Während das Deutsche Literaturarchiv den schriftlichen Nachlass betreut, beherbergt das Bildarchiv Foto Marburg die noch weitgehend unbekannte Bild- und Fotosammlung, die Koselleck im Rahmen zweier Langzeit-Projekte zu den Themen „Politischer Totenkult“ und „Politische Ikonographie/Ikonologie“ angelegt hat. Unter der Leitung der Direktoren Prof. Dr. Ulrich Raulff (Marbach) und Prof. Dr. Hubert Locher (Marburg) werden die Teilbestände beider Institutionen aufgearbeitet und in einer gemeinsamen Datenbank, im Marbacher OPAC Kallías, virtuell zusammengeführt. Ziel ist es, bislang unpubliziertes Material in großem Umfang zugänglich zu machen und neue Einblicke in die wissenschaftliche Arbeitsweise Reinhart Kosellecks zu ermöglichen. Da die Forscher auch dessen interdisziplinären Briefwechsel mit namhaften Forschern erschließen, verspricht das Projekt zudem, einen wichtigen Beitrag zur jüngeren Wissenschaftsgeschichte zu leisten.

Die Gerda Henkel Stiftung unterstützt das Vorhaben durch die Übernahme von Personal- und Reisekosten und stellt Mittel für die Digitalisierung der Bestände, für ein geplantes Abschlusssymposium sowie eine Ausstellung und einen Katalog zur Verfügung.

Kontakt:
Prof. Dr. Ulrich Raulff, Deutsches Literaturarchiv Marbach, Schillerhöhe 8–11, 71672 Marbach, Tel.: +49 7144 848 101, E-Mail: presse@dla-marbach.de
Prof. Dr. Hubert Locher, Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg, Biegenstraße 11, 35037 Marburg,

Tel.: +49 6421 28 24 324, E-Mail: locher@fotomarburg.de

Die Gerda Henkel Stiftung wurde 1976 von Frau Lisa Maskell (1914–1998) zum Gedenken an ihre Mutter Gerda Henkel errichtet. Die Gerda Henkel Stiftung ist eine von der heutigen Henkel AG & Co. KGaA unabhängige, gemeinnützige Einrichtung privaten Rechts mit Sitz in Düsseldorf. Ausschließlicher Stiftungszweck ist die Förderung der Wissenschaft. Die Disziplinen Archäologie, Geschichtswissenschaften, Historische Islamwissenschaften, Kunstgeschichte, Rechtsgeschichte sowie Ur- und Frühgeschichte stehen im Zentrum der Fördertätigkeit. Seit ihrer Gründung hat die Gerda Henkel Stiftung weltweit für mehr als 5.000 Forschungsvorhaben knapp 90 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Im vergangenen Jahr wurden Mittel in Höhe von rund 7 Millionen Euro für 333 wissenschaftliche Vorhaben bewilligt. Die Stiftung ist in Deutschland und international tätig.

Kontakt Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung
Dr. Sybille Wüstemann
Telefon: +49 (0)211 93 65 24 0
E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de

Dr. Sybille Wüstemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.gerda-henkel-stiftung.de

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