Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscherin wird vom BMBF mit 1,5 Millionen Euro gefördert

10.05.2011
Im Rahmen eines Programmes zur Nachwuchsförderung in den Neurowissenschaften erhält die LMU-Forscherin Dr. Veronica Egger vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) rund 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre.

Sie wird damit im Department für Neurobiologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München der Frage nachgehen, wozu reziproke Verarbeitung im Gehirn dient. Synapsen sind neuronale Kontaktstellen, über die Signale weitergeleitet werden.

Reziproke Synapsen operieren in entgegengesetzte Richtungen, wobei ein synaptischer Eingang für ein Signal direkt neben einem synaptischen Ausgang platziert ist. Dieser Ausgang setzt Transmitter frei, also neuronale Botenstoffe, die sich auf die benachbarte Eingangsstruktur auswirken.

Die reziproke Synapse ist der häufigste Typ neuronaler Verbindung im Riechkolben des Gehirns und maßgeblich an der Verarbeitung von Gerüchen beteiligt. Sie kommt aber auch in anderen sensorischen Eingangswegen vor, etwa der Netzhaut. „Die Funktion der reziproken Synapse ist von generellem Interesse“, betont Egger. „Dennoch ist bislang noch sehr wenig über diesen Typ neuronaler Verbindung bekannt.“

Sie selbst möchte die Förderung des BMBF nun nutzen, um unter anderem die molekularen Komponenten und auch die Mechanismen der reziproken Synapsen zu identifizieren und zu charakterisieren. „Außerdem geht es uns auch darum, die Funktionsweise der reziproken Synapsen im Kontext der neuronalen Aktivität des jeweiligen Superneurons, dem sie angehören, und auch im Zusammenspiel mit anderen reziproken Synapsen zu ergründen“, sagt Egger. (suwe)

Ansprechpartner:
Dr. Veronica Egger
Tel.: 089 / 2180 – 75572
E-Mail: V.Egger@lmu.de

Luise Dirscherl | idw
Weitere Informationen:
http://www.neuro.bio.lmu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie