Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschen mit Unternehmergeist in den Neuen Ländern

26.06.2009
BMBF-Programm bringt innovative Ideen schneller auf den Markt / Jury wählt elf interdisziplinäre Forschungsteams in Ostdeutschland aus

Die schnelle und nachhaltige Umsetzung vielversprechender Forschungsansätze stärkt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Ostdeutschland gezielt mit dem Förderprogramm ForMaT (Forschung für den Markt im Team).

Am Freitag fiel nun der Startschuss für elf weitere interdisziplinäre Forschungsteams. Eine hochkarätig besetzte Jury wählte sie aus insgesamt 35 Strategiekonzepten aus. Diese Konzepte hatten bereits eine erste Auswahlhürde genommen und waren in ihrer Ausarbeitung durch das BMBF gefördert worden. Aus einer ersten Förderrunde werden bereits 13 solcher Teams gefördert.

"Es hat sich bewährt, exzellente Forscherinnen und Forscher von Beginn an mit betriebswirtschaftlichen Experten zusammenzuschweißen, um gute Ideen schneller auf den Markt zu bringen. Diese Teams sind erfolgreich", sagte Bundesforschungsministerin Schavan anlässlich der Jury-Entscheidung. "Mit den nun insgesamt 24 geförderten Vorhaben tragen wir dazu bei, dass exzellente Forschung aus den Neuen Ländern international stärker sichtbar wird und Arbeitsplätze geschaffen werden."

Das BMBF setzt mit ForMaT neue Impulse, die Trennung zwischen marktgetriebener industrieller Forschung und erkenntnisgetriebener öffentlicher Forschung zu überwinden. Während das Ziel der ersten Phase des ForMaT-Programms darin besteht, Forscherinnen und Forscher früh zu motivieren, ihre Ergebnisse auf konkrete Produkte oder Dienstleistungen hin zu untersuchen, sollen in der nun folgenden zweiten Phase bei den elf ausgewählten Initiativen konkrete Innovationen für den Markt entwickelt werden. In einem virtuellen Innovationslabor (InnoLab) werden die möglichen Projekte unter dem Aspekt spezifischer Markt- und Kundenanforderungen weiterentwickelt. Diese Umsetzungsphase dauert bis zu zwei Jahre. Insgesamt fördert das BMBF die ausgewählten Initiativen mit 19 Millionen Euro.

Der Juryvorsitzende Prof. Peter Nieß zeigte sich beeindruckt: "Die Forscherteams haben interessante und Erfolg versprechende Konzepte erarbeitet. Ich bin mir sicher, dass die heute ausgewählten Projekte zu Keimzellen für wichtige Innovationen werden."

ForMaT ist Teil von Unternehmen Region, der Innovationsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für die Neuen Länder. Hierzu zählen unter anderen die Programme Innovative regionale Wachstumskerne, Zentren für Innovationskompetenz, Innovationsforen und InnoProfile, mit denen das BMBF seit mehreren Jahren erfolgreich Bündnisse von Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen in den Neuen Ländern fördert. Ziel dieser Programme ist es, leistungsstarke und für Wissenschaft und Wirtschaft attraktive Innovationsstandorte zu schaffen. Unternehmen Region ist Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Hier finden Sie Informationen zu den ausgewählten ForMaT-Initiativen:
http://www.bmbf.de/pub/format_initiativen_zweite_foerderrunde.pdf
Weitere Informationen zum BMBF-Programm Unternehmen Region finden Sie im Internet unter http://www.unternehmen-region.de

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.unternehmen-region.de
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope
20.10.2017 | Freie Universität Berlin

nachricht Gitterdynamiken in ionischen Leitern
18.10.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie