Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Finde die Mikrobe des Jahres 2014! - Wettbewerb für Schüler/innen und Studierende

02.04.2014

Schüler/innen und Studierende sind aufgerufen, die Mikrobe des Jahres zu fotografieren oder zu portraitieren. Es locken wertvolle Preise und Praktika.

Nostoc, die Mikrobe des Jahres 2014, ist eine Ausnahme in der Welt der Mikroorganismen: Sie ist nicht unsichtbar klein, sondern mit bloßem Auge in der Umwelt zu finden, etwa als runde „Teichpflaume“ oder grüne Gallerthülle. Aufmerksame Spaziergänger können sie in Teichen, Pfützen oder am Wegesrand entdecken. Die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) prämiert das beste Foto, das schönste Video, die kreativste Gestaltung rund um Nostoc.


Nostoc commune

Foto: K. Herdmann

Anzeiger für Sauberkeit
Die „Teichpflaume“, Nostoc pruniforme, lebt in sauberen Seen und Pfützen. Diese Art bildet eine gallertartige Hülle um die Nostoc-Fäden zum Schutz vor Umwelteinflüssen. Die Schleimkapseln können mehrere Zentimeter groß werden und sind mit bloßem Auge zu erkennen. Sie gelten als Anzeiger für ein intaktes Ökosystem. Auch die Art Nostoc commune können aufmerksame Spaziergänger entdecken: Ihre bis zu handtellergroßen, un¬regel¬mä¬ßi¬gen Schleimhüllen finden sich auf kargen Wiesen, Böden und Weg¬rän¬dern – und sogar auf Balkonen und gemähten Wiesen. Sie trocknen zu papierdünnen, unscheinbaren Schichten und überdauern so bis zum nächsten Regen, bei dem sie aufquellen und wieder sichtbar werden.

Wettbewerb
Schüler/innen und Studierende können sich am Wettbewerb „Mikrobe des Jahres 2014“ beteiligen. Bis zum 15. September 2014 können Fotos, Videos oder andere kreative und künstlerische Gestaltungen rund um Nostoc bei der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM) eingereicht werden. Bitte Name, Adresse, Alter und Klasse bzw. Studienfach angeben sowie ggf. den Fundort durch Übersichtsfoto und Kartenausschnitt dokumentieren. Ausführliche Informationen und weitere Hinweise unter www.mikrobe-des-jahres.de.

Preise
Unter den Einreichungen verlost die VAAM
• Praktikumsplätze in Schülerlaboren und Instituten
• Bücher und Buchgutscheine von Springer Spektrum (www.springer.com)
• Kalender „Verborgene Welten 2015“ (shop.dumontkalender.de/verborgene-welten-2014-kalender.html)
• die beliebten Kuscheltiere „Giant Microbes“ (www.giantmicrobes.com)

Alle Wettbewerbsteilnehmer werden in der Zeitschrift BIOspektrum www.biospektrum.de erwähnt; die Sieger werden dort portraitiert. Der Hauptpreis wird an den/die Gewinner im Rahmen der VAAM-Jahrestagung in Dresden am 5. Oktober 2014 verliehen.

Urahn der Pflanzen
Nostoc-Arten bildeten vor 2,5 Milliarden Jahren erstmals über Photosynthese Sauerstoff und lieferten damit die Grundlage für unser heutiges Leben in einer Sauerstoff-reichen Atmosphäre. Nostoc gilt damit als Urahn und Vorläufer der heutigen Pflanzenwelt. Nostoc-Bakterien besiedeln Gewässer und nährstoffarme, steinige Oberflächen und sind daher wertvoll für die Ökologie karger Lebensräume. Viele Arten bilden Ketten aus Zellen, die sich spezialisiert haben: Manche Zellen in diesen Fäden sind für die Photosynthese zuständig, andere sorgen für die Stickstoffbindung und Fortbewegung. Einige Zellen bilden eine dicke Zellwand, mit deren Hilfe sie jahrelang Trockenheit überdauern.

Schon bei Goethe erwähnt
Beinahe hätte Nostoc Eingang in die Lyrik gefunden: Während eines Essens bei Johann Wolfgang von Goethe in Weimar fiel 1808 die Bemerkung, „dass man leicht glauben könne, der Messias könne aus Tremellen, die bei Gewitterregen zum Vorschein kommen als eine Gallerte, entstehen." Goethe wollte daraus ein Gedicht „Der Herr kommt“ verfassen, setzte diese Idee aber nie in die Tat um. Vielleicht findet sich ein kreativer Nachfolger Goethes – oder ein moderner Science Slammer? Die Möglichkeiten, am Wettbewerb teilzunehmen sind breit gefächert!
(Anja Störiko) 

Die VAAM ist Gründungsmitglied im VBIO. Sie vertritt rund 3300 mikrobiologisch orientierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Forschung und Industrie. Die Bandbreite der Forschung reicht von Bakterien und Pilzen in Lebensmitteln und Gewässern über Krankheitserreger bis hin zu Genomanalysen und industrieller Nutzung von Mikroorganismen und ihren Enzymen

Informationen, Wettbewerbsteilnahme, hochaufgelöste Bilddateien:
Dr. Anja Störiko |Tel. 06192 23605 | info@mikrobe-des-jahres.de
http://www.mikrobe-des-jahres.de

Dr. Kerstin Elbing | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten