Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Finalisten für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt 2013 (IKU) stehen fest

31.10.2013
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) verleihen am 3. Dezember 2013 zum vierten Mal den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) in Berlin.

Insgesamt 15 innovative und nachhaltige Projekte wurden durch eine hochrangig besetzte Jury unter dem Vorsitz von Prof. Klaus Töpfer in fünf Kategorien nominiert. Die wissenschaftliche Bewertung der Bewerbungen erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI.

Im nunmehr vierten Ausschreibungsjahr des IKU fand sich unter den insgesamt 97 Bewerbungen wieder eine Bandbreite innovativer Ideen und Projekte zum Klima- und Umweltschutz. Die Einreichungen umfassten Vorschläge zu ressourcenschonenden Verfahren, klimafreundlichen Produkten sowie energieeffizienten Dienstleistungen und Geschäftsmodellen.

Der Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt wird in fünf Wettbewerbskategorien vergeben. Die Preisträger werden am 3. Dezember 2013 im Rahmen der feierlichen Preisverleihung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ausgezeichnet. Die 15 nominierten Kandidaten für die Endrunde sind:

Kategorie 1: Prozessinnovationen für den Klimaschutz

Die Daimler AG (Ulm) entwickelte in Kooperation mit der Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH (Nürtingen) ein weltweit neuartiges, patentiertes Verfahren zur Beschichtung der Zylinderlaufflächen von Aluminium-Kurbelgehäusen, das Reibungsverluste und somit Kraftstoffverbrauch verringert.

Die Bayer MaterialScience AG (Leverkusen) hat gemeinsam mit der ThyssenKrupp Uhde GmbH (Dortmund) ein energiesparendes Herstellungsverfahren von Chlor durch den Einsatz von Sauerstoffverzehrkathoden im Elektrolyseprozess entwickelt.

Die Viessmann Werke GmbH & Co. KG (Allendorf/Eder) überzeugte mit der Entwicklung eines neuartigen mikrobiologischen Verfahrens zur Methanisierung von Wasserstoff mit Hilfe spezieller Mikroorganismen, das zur Speicherung von Überschussstrom aus Wind- und Sonnenenergie genutzt werden kann.

Die von der Bayer MaterialScience AG (Leverkusen) entwickelte „Dream Production“ bezeichnet die technische Erschließung von Kohlendioxid als Synthesebaustein für Polymere. Bei der Herstellung von Polyolen für hochwertige Kunststoffe zum Einsatz in Matratzen und Möbeln werden Erdöl-basierte Rohstoffe durch CO2 aus Kraftwerksabgasen ersetzt.

Kategorie 2: Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz

Das Konsortium EUROSENSE – TÜV Rheinland (Rheinbach) überzeugte mit der Projektidee einer Thermographiebefliegung, zunächst durchgeführt im Ort Rheinbach. Die dabei angefertigten Thermographieaufnahmen der Gebäude bilden die Grundlage für verschiedene Beratungsangebote über Bedarf und Möglichkeiten einer Sanierung.

Die Leibinger GmbH (Teningen) präsentierte eine neuartige Methode, um kohlensäurehaltige und sauerstoffempfindliche Getränke in Flaschen abzufüllen. Die Leibinger-Ballon-Style-Filling Technology nutzt einen Kunststoffballon statt einer CO2- Spülung und spart damit CO2, Strom und Zeit.

Mondi Consumer Packaging Technologies (Gronau) entwickelte die geschäumte, flexible Verpackungsfolie „Norcell“, die im Einsatz bei Verpackungen das Gewicht der Folie um bis zu 40 Prozent reduziert, ohne dabei die Folienstärke und die Gesamtsteifigkeit zu verringern, was mit großen Rohstoffeinsparungen verbunden ist.

Kategorie 3: Umweltfreundliche Technologien

Die Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co. KG (Böblingen) überzeugte mit der Entwicklung einer marktreifen Biogasaufbereitungsanlage, die unter anderem Möglichkeiten bietet, das Gas in das Erdgasnetz einzuspeisen oder das Biomethan als Treibstoff zu verwenden.

Die DeVeTec GmbH (Saarbrücken) präsentierte eine kompakte Organic Rankine Cycle (ORC)-Anlage für die Stromerzeugung aus Abwärme im Niedertemperaturbereich, bei welcher zur Steigerung der Stromausbeute ein Hubkolbenmotor die herkömmliche Turbine ersetzt. Ein großer Teil des Abwärmepotenzials von Industrie und Gewerbe

kann mit dieser Anlage für die Elektrizitätserzeugung genutzt werden.

Die Evonik Fibres GmbH (Essen), eine 100prozentige Tochter der Evonik Industries AG, entwickelte die Hohlfasermembran „SEPURAN® Green“ zur kosten- und energieeffizenten Trennung von Kohlendioxid und Methan, die insbesondere für die Reinigung von Biogas geeignet ist.

Kategorie 4: Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen

Die Volkswagen AG (Wolfsburg) entwickelte mit dem "1-Liter-Auto" XL1 ein Plug-In-Hybridfahrzeug, bei dem durch Leichtbauweise und aerodynamische Form ein niedriger Dieselverbrauch und dementsprechend geringe CO2-Emissionen erreicht wurden.

Die Interseroh Dienstleistungs GmbH (Köln) zeigt ein neues „recycled-resource®-Verfahren“ auf, das eine mehrfache Wiederverwendung von Kunststoffabfall aus der gelben Tonne ermöglicht. Dabei werden neuwertige Kunststoffe hergestellt und gegenüber der Primärproduktion große Mengen CO2-Äquivalente eingespart.

Der Saint-Gobain Weber GmbH (Düsseldorf) gelang es, mit der Entwicklung der umweltfreundlichen „AquaBalance Oberputze“, die keine auswaschbaren Biozide enthalten, Fassaden durch einen ausgeglichenen Wasserhaushalt vor Pilz- und Algenbefall zu schützen.

Kategorie 5: Klima- und Umweltschutztechnologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer und Staaten Osteuropas

Die AUTARCON GmbH (Kassel) setzte sich mit der Entwicklung einer energieautarken, umweltschonenden und sicheren Trinkwasserversorgung für Entwicklungsregionen durch. Das "SuMeWa SYSTEM" wird bereits in acht Ländern in Regionen ohne Zugang zur Stromversorgung eingesetzt.

OSRAM (München) entwickelte das OSRAM Off-Grid Lighting Concept, das den Aufbau zentraler Lade- und Verleihstationen vorsieht, die mittels Photovoltaik-Anlagen mit Strom versorgt werden. Eine Reihe von Dienstleistungen rund um Licht-, Energie und Wasserversorgung werden in netzfernen Gebieten in Entwicklungsländern angeboten.

Ausführlichere Informationen zu den Nominierten des diesjährigen Innovationspreises für Klima und Umwelt gibt es unter http://www.iku-innovationspreis.de

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI analysiert Entstehung und Auswirkungen von Innovationen. Wir erforschen die kurz- und langfristigen Entwicklungen von Innovationsprozessen und die gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und Dienstleistungen. Auf dieser Grundlage stellen wir unseren Auftraggebern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft Handlungsempfehlungen und Perspektiven für wichtige Entscheidungen zur Verfügung. Unsere Expertise liegt in der fundierten wissenschaftlichen Kompetenz sowie einem interdisziplinären und systemischen Forschungsansatz.

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
Leitung Presse und Kommunikation
Anne-Catherine Jung MA
Telefon +49 (0) 721 / 68 09 - 100
presse@isi.fraunhofer.de
Twitter: @Fraunhofer_KA

Anne-Catherine Jung | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.isi.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte