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Mit dem Faserlaser zum Weltrekord

17.03.2011
Physik-Doktoranden der Universität Jena auf Photonik-Konferenz in Istanbul ausgezeichnet

Mit gleich drei Preisen sind Physiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena von der jüngsten Konferenz „Advanced Solid-State Photonics“ (ASSP) in Istanbul zurückgekehrt.

Für einen „Weltrekord“ ist Physik-Doktorand Tino Eidam vom Institut für Angewandte Physik der Jenaer Universität als Sieger im Wettbewerb „Best Student Paper“ ausgezeichnet worden. Der 28-Jährige hat den mit 1.000 US-Dollar dotierten Preis für seinen Beitrag „Fiber CPA System delivering 2.2 mJ, sub 500 fs pulses with 3.8 GW Peak Power” erhalten. Darin stellt Eidam einen neuen Rekord in der Pulsspitzenleistung eines Faserlasersystems auf. Bei dem vorgestellten System werden ultrakurze Laserpulse auf hohe Energien verstärkt. Die so erzeugte Strahlung lässt sich in der angewandten Forschung, Grundlagenforschung sowie der Industrie, beispielsweise für Mikromaterialbearbeitung, anwenden.

Außerdem gewann Eidam den ebenfalls mit 1.000 US-Dollar dotierten „Best Student Award“ für seine Präsentation eines Experiments zur Erzeugung von Licht im grünen Spektralbereich. Dabei gelang es dem Jenaer Nachwuchswissenschaftler, die hohe Durchschnittsleistung eines Faserlasersystems mit einem nichtlinearen Prozess zu verdoppeln. Damit erzielte Eidam ebenfalls einen neuen Rekord für beugungsbegrenzte Lasersysteme in diesem Wellenlängenbereich. Diese Laserstrahlung kann in Zukunft beispielsweise für eine effiziente Verarbeitung von Solarzellen in der Industrie eingesetzt werden.

Der Preis für das „Best Student Poster“ – verbunden mit einem Preisgeld von 500 US-Dollar – ging an Fabian Stutzki, der ebenfalls am Institut für Angewandte Physik der Uni Jena promoviert. In seinem Beitrag „Robust Single-Mode High Average Power Very Large Mode Area Fiber Amplifiers“ stellte der 26-Jährige eine Leistungsskalierung von Faserlasern durch neue Faserdesigns vor. So gelang es Stutzki, eine Faser mit einer 100-fach größeren Kernfläche im Vergleich zu einer üblichen Telekommunikationsfaser herzustellen, bei der trotz dieser Größe die Vorteile eines Faserlasers, beispielsweise die exzellente Strahlqualität, erhalten bleiben.

Kontakt:
Prof. Dr. Jens Limpert
Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947811
E-Mail: jens.limpert[at]uni-jena.de

Dr. Ute Schönfelder | Uni Jena
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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