Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exzellenz in der Ausbildung

28.09.2010
Zwei Azubi-Preise der Max-Planck-Gesellschaft gehen an das IPP nach Garching und Greifswald

In seinem Berufsschulzeugnis findet sich ausschließlich die Note sehr gut und auch die Facharbeiterprüfung absolvierte er mit einem ausgezeichneten Schnitt. Ferdinand von Molo, der am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik abgeschlossen hat, ist mit dem Azubi-Preis der Max-Planck-Gesellschaft für herausragende Leistungen in der Berufsausbildung ausgezeichnet worden.

Die Max-Planck-Gesellschaft vergibt jährlich bis zu 20 Preise an Auszubildende in ihren derzeit 80 Instituten. Ausschlaggebend für den Erhalt des Preises sind nicht nur exzellente Noten, sondern auch die persönliche Entwicklung und das soziale Engagement der Kandidatinnen und Kandidaten.

Die Azubi-Preise wurden zum vierten Mal von der Max-Planck-Gesellschaft ausgelobt. Neben einzelnen Persönlichkeiten werden drei Ausbildungsstätten der Forschungsorganisation ausgezeichnet. Das IPP-Teilinstitut in Greifswald gehört in diesem Jahr – nach 2008 – bereits zum zweiten Mal zu den Preisträgern. Gewürdigt wird mit dem Azubi-Preis 2010 die Arbeit der Ausbildungsverantwortlichen in der mechanischen Werkstatt, die junge Frauen und Männer mit großer Sorgfalt anleiten und betreuen.

Ferdinand von Molo, der seine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik ein halbes Jahr schneller als üblich beendete, will nun an der TU München Elektrotechnik studieren. Der Abschied vom IPP fällt dem 22-jährigen Freisinger schwer: „Von der Platine über Digitaltechnik bis zur Hochspannung – hier gibt es einfach alles!“ Im IPP untersuchen Wissenschaftler die physikalischen Grundlagen für ein Fusionskraftwerk, das – ähnlich wie die Sonne – Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnen soll. Für den Betrieb der Fusionsforschungsanlage ASDEX Upgrade in Garching, den Aufbau des Großexperiments Wendelstein 7-X in Greifswald sowie für weitere Projekte können sie dabei auf umfangreiche hauseigene Dienstleistungen zurückgreifen: Konstruktion und Berechnung, Elektronikentwicklung, Material- und Vakuumtechnik, Werkstätten für mechanische und elektrische Fertigung und schließlich die Versorgung der Experimente mit elektrischer Energie.

Das IPP in Garching vergibt jährlich durchschnittlich zehn Ausbildungsplätze in den Sparten Elektronik und Fachinformatik sowie für angehende Bürokauffrauen und -männer. Im Teilinstitut in Greifswald gibt es sechs Ausbildungsplätze in den Sparten Industriemechanik, Fachinformatik, Industrieelektronik und Holzmechanik. Beide Standorte bilden über den eigenen Bedarf hinaus aus, viele Auszubildende schließen wie Ferdinand von Molo mit überdurchschnittlichem Erfolg ab.

Julia Sieber

Isabella Milch | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.ipp.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

nachricht 1,5 Mio. Euro für das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW)
05.12.2016 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten