Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erwin-Stephan-Preis wird am 3. April 2009 an der TU Berlin verliehen

18.03.2009
Das Ausland wartet schon

Wer an der TU Berlin besonders schnell und gut studiert, hat beste Aussichten auf einen Erwin-Stephan-Preis, der bereits seit 1991 zweimal im Jahr an TU-Absolventinnen und -Absolventen vergeben wird und mit dem überdurchschnittliche Abschlussnoten und kurze Studiendauer ausgezeichnet werden.

Er ist als Unterstützung für Forschungs- und Studienaufenthalte im Ausland gedacht. Verliehen wird der Erwin-Stephan-Preis von der "Helene und Erwin Stephan-Stiftung". Diese wurde von der TU Berlin gegründet, nachdem Helene Stephan, einem Wunsch ihres zuvor verstorbenen Mannes Erwin entsprechend, 1988 die Hälfte ihres Wertpapierbesitzes der Hochschule vererbt hatte. Erwin Stephan war 1955 die Ehrendoktorwürde der TU Berlin verliehen worden.

Dieses Mal können sich eine Absolventin und vier Absolventen, die ihr Studium überdurchschnittlich gut und schnell abgeschlossen haben, über die finanzkräftige Unterstützung von je 4.000,- Euro freuen. Die Studiengänge Elektrotechnik, Physik und Psychologie brachten je einen und der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen zwei Preisträger hervor.

Die Preisverleihung findet am 3. April 2009 um 13.00 Uhr im Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin, Audimax, im Rahmen der Einführungsveranstaltung für die neuen Studierenden statt. Der Vizepräsident für Lehre und Studium, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, wird die Studierenden begrüßen und im Verlauf der Veranstaltung den fünf Erwin-Stephan-Preisträgern die Urkunden überreichen.

Zu den Preisträgern und der Preisträgerin:

Carsten Behrens, 1981 in Potsdam geboren, benötigte für sein Studium der Elektrotechnik zehn Fachsemester und schloss mit Auszeichnung ab. Während seines Studiums war Carsten Behrens als studentischer Mitarbeiter am Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik, am Fraunhofer Institut für Nachrichtentechnik sowie im Institut für Hochfrequenztechnik der TU Berlin tätig, an dem er auch seine Studienarbeit aus dem Gebiet der Hochfrequenztechnik schrieb. In diversen Praktika konnte er berufliche Erfahrungen sammeln. Derzeit forscht der Promotionsstudent am University College London, England, im Bereich der optischen Nachrichtentechnik.

Patrick Kemnitz, 1983 in Braunschweig geboren, schloss sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens nach neun Fachsemestern mit Auszeichnung ab. Bei einer Vielzahl von studienbegleitenden Projekten und Praktika konnte Patrick Kemnitz nationale und internationale Erfahrungen sammeln. Als Autor und Co-Autor war er an mehreren wissenschaftlichen Arbeiten und Veröffentlichungen beteiligt. Als studentischer Mitarbeiter war er am Fachgebiet für Energie- und Rohstoffwirtschaft von Prof. Dr.-Ing. Dietmar Winje tätig. Er ist dort weiterhin als Lehrbeauftragter engagiert und arbeitet bei einer Unternehmensberatung. Das Preisgeld möchte Patrick Kemnitz verwenden, um durch Auslandsaufenthalte seine Promotion zu Energieversorgungsunternehmen an der TU Berlin voranzubringen.

David Schmidt, 1985 in Berlin geboren, schloss sein Studium im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenwesen im Alter von 22 Jahren nach sieben Fachsemestern mit der Note "sehr gut" ab. Im September 2008 beendete der jetzige Promotionsstudent der Stiftung der Deutschen Wirtschaft, ebenfalls nach sieben Fachsemestern, sein zusätzliches Studium der Fachrichtung Volkswirtschaftslehre als Diplom-Volkswirt mit der Note sehr gut. Bei fünf inländischen Praktika und einem ausländischen Praktikum in Saigon, Vietnam, konnte David Schmidt vielschichtige berufliche Erfahrungen sammeln. David Schmidt ist seit 2003 bereits Inhaber und Geschäftsführer eines Gebäudedienstleistungsbetriebes. Das Preisgeld des Erwin-Stephan-Preises möchte David Schmidt für einen Auslandsaufenthalt verwenden, in dem er mit Sprachkursen seine Sprachkenntnisse in Englisch vertiefen möchte.

Sebastian Schorb wurde 1982 in Karlsruhe geboren. Nach neun Fachsemestern schloss er sein Studium der Physik mit Auszeichnung ab. Im Rahmen des Erasmus-Programms der Europäischen Union studierte er ein Jahr in Frankreich an der Ecole Généraliste d'Ingénieurs á Marseille. Mehrwöchige Russischsprachkurse in Moskau, Russland, teilweise mit einem DAAD-Stipendium, gaben Sebastian Schorb die Möglichkeit, in dieser Sprache gute Grundkenntnisse zu erwerben. Während seines Studiums war er über fünf Semester als Tutor im physikalischen Grundpraktikum - Projektlabor - der TU Berlin tätig. Des Weiteren beteiligte er sich bei diversen Physik-Konferenzen mit Konferenzbeiträgen aus seinem Studiengebiet. Studien bei Forschungsaufenthalten an der Synchrotronstrahlungsquelle DORIS und am Freien-Elektronen-Laser FLASH am HASYLAB / DESY in Hamburg flossen in seine Diplomarbeit. Zur Zeit promoviert Sebastian Schorb an der TU Berlin am Institut für Optik und Atomare Physik in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. T. Möller. Um seine Promotion voranzutreiben und um Kontakte zu Wissenschaftlern, die ebenfalls auf diesem Gebiet forschen, zu knüpfen, möchte Sebastian Schorb das Preisgeld für einen Forschungsaufenthalt in den USA verwenden.

Daniela Walther ist am 7. Oktober 1980 in Berlin geboren. Innerhalb von acht Fachsemestern hat sie ihr Studium der Psychologie, Schwerpunkt klinische Psychologie, mit der Note "sehr gut" abgeschlossen. In mehreren klinischen Praktika und als studentische Mitarbeiterin im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Bereich Entwicklungspsychologie sammelte Daniela Walther vielfältige berufliche Erfahrungen. Während eines internationalen klinischen Praktikums in Rom, Italien, im Rahmen von Sprachkursen und mehrmonatigen Sprachaufenthalten in den USA, auf Jersey und Malta konnte Daniela Walther Auslandserfahrungen sammeln. In Indien war sie engagiert in der Entwicklungshilfe tätig, z. B. unterrichtete sie tibetische Flüchtlinge in Dharamsala ehrenamtlich in Englisch. Das Preisgeld des Erwin-Stephan-Preises möchte Daniela Walther gern für einen erneuten Aufenthalt in Indien verwenden, um dort bei einem Projekt für obdachlose Kinder mitzuarbeiten.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Patrick Thurian, Controller für Lehre und Studium, Tel.: 030/314-25485, E-Mail: patrick.thurian@tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie