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Ehrung für herausragende pädagogische Leistungen: "Deutscher Lehrerpreis" in Berlin verliehen

29.11.2010
18 Lehrerinnen und Lehrer erhalten für ihr besonderes Engagement den "Deutschen Lehrerpreis" / Gymnasium aus dem bayerischen Olching siegt in der Wettbewerbs-Kategorie "Unterricht innovativ" / Der zweite Preis geht an das Gymnasium Wesermünde in Bremerhaven / Lehrer-Team der August-Claas-Schule in Harsewinkel auf dem dritten Platz / Regionale Schule Binz, Merian-Schule in Berlin-Köpenick und die Staatliche Berufsschule I in Landshut jeweils mit einem Sonderpreis geehrt / Anmeldung zur neuen Wettbewerbs-Runde unter www.lehrerpreis.de ab sofort möglich

Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs "Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ" 2010 stehen fest. Insgesamt 18 Lehrerinnen und Lehrer sowie sechs Lehrer-Teams wurden heute in Berlin für ihr herausragendes pädagogisches Engagement geehrt.

Über 1.000 Schüler und Lehrkräfte hatten sich an der diesjährigen Wettbewerbsrunde beteiligt. Der "Deutsche Lehrerpreis - Unterricht innovativ" wird von den beiden Initiatoren Vodafone Stiftung Deutschland und Deutscher Philologenverband (DPhV) getragen und jährlich durchgeführt.

Alleiniger finanzieller Träger ist die Vodafone Stiftung Deutschland.
In der ersten Wettbewerbs-Kategorie "Schüler zeichnen Lehrer aus", bei der Schüler der diesjährigen Abschlussklassen besonders engagierte Lehrkräfte für einen Preis vorgeschlagen hatten, gingen jeweils fünf Trophäen nach Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Jeweils zwei Auszeichnungen vergab die Jury nach Bayern und Niedersachsen und je eine Trophäe ging nach Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Rheinland-Pfalz.

Bayerns Kultusminister und KMK-Präsident Dr. Ludwig Spaenle würdigte das Engagement der Lehrkräfte um einen guten Unterricht.

"Die Preisträger stellen für mich Vorbilder dar, deren Beispiele zum kreativen Nachahmen, nicht zum Kopieren einladen. Sie stehen für mich exemplarisch für eine große Anzahl von Lehrerinnen und Lehrer, die sich mit enormer Energie einbringen, damit junge Menschen von einer guten Position in ihr berufliches und privates Leben starten können - nicht nur fachlich, sondern auch menschlich." Innovative Methoden seien dabei wichtig. Oft müssten Lehrkräfte ja die Fähigkeiten von Fernseh¬Moderatoren wie Thomas Gottschalk und Stefan Raab mit den Kompetenzen von Konrad Duden und Werner von Siemens vereinen.

In der zweiten Kategorie des Wettbewerbs hatten auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Lehrer-Teams aus ganz Deutschland innovative, fächerübergreifende Unterrichtsprojekte eingereicht. Drei Haupt- und drei Sonderpreise hat die Jury vergeben. Den ersten Platz, dotiert mit 5.000 Euro Preisgeld, sicherte sich ein 16-köpfiges Lehrer-Team vom Gymnasium im bayerischen Olching. Im Rahmen ihres Projektes "Wochenplanarbeit" haben die Pädagogen Fächer- und Klassengrenzen in zeitlicher und organisatorischer Form durchbrochen. Dank einer intensiven Vernetzung der vier Projektklassen und unter Einbeziehung offener Unterrichtsformen, einer intensiven Teamarbeit der Lehrer sowie Kooperationen mit den Eltern wurden in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik sowie Kunst für 114 Fünftklässler sehr erfolgreich neue Lernwege beschritten.

Der mit 3.000 Euro dotierte zweite Preis ging in diesem Jahr an ein Lehrer-Team des Gymnasiums Wesermünde in Bremerhaven für "Narnia lebt!". Im Zentrum dieses Projektes stand die Auseinandersetzung mit dem Kinderbuchklassiker "Chroniken von Narnia" und der Frage, inwieweit die Eigenschaften und der natürliche Lebensraum von Tieren in der Literatur berücksichtigt oder auch verfremdet werden, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Das Besondere an diesem Projekt war unter anderem die Verknüpfung der Fächer Deutsch, Biologie, Kunst und Musik, die den Schülern einen neuen Zugang zur Natur vermittelt hat.

Ganz im Zeichen beruflicher Praxis steht das mit 2.000 Euro dotierte drittplatzierte Projekt "JAU - Jung und Alt im Unterricht".

Sechs Lehrkräfte der August-Claas-Schule im nordrhein-westfälischen Harsewinkel haben auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei eine Außenwerkstatt errichtet, in der die Hauptschüler der Jahrgangsstufen 8-10 einmal wöchentlich ganztags praktische Erfahrungen in zehn unterschiedlichen gewerblichen Berufsbildern sammeln. Die Besonderheit: Für dieses Projekt konnten die Lehrkräfte pensionierte Handwerker gewinnen, die den Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Darüber hinaus wurden drei Sonderpreise, jeweils dotiert mit 1.000 Euro, an die Merian-Schule in Berlin Köpenick (Projekt "Modellparkführungen"), an die Regionale Schule Binz (Projekt "Griechenland") sowie an die Staatliche Berufsschule I in Landshut (Projekt "Erlebnisgastronomie") vergeben.

Dr. Mark Speich, Geschäftsführer Vodafone Stiftung Deutschland:
"Nur eine Gesellschaft, die Lehrer in ihrer Arbeit unterstützt und diese Arbeit anerkennt, wird die besten Absolventen für den Lehrerberuf gewinnen können. Der 'Deutsche Lehrerpreis' ist Ausdruck der Wertschätzung für Lehrerinnen und Lehrer in unserem Land und ein Beitrag für ein funktionierendes Zusammenwirken von Schule, Schülerschaft und Elternhaus. Damit schaffen wir das Fundament für die Bildung und Entwicklung von jungen Menschen aus allen sozialen Schichten."

Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes: " Der Deutsche Lehrerpreis beweist: Durch die Zusammenarbeit von Lehrkräften im Team entstehen heute an zahlreichen. Schulen innovative Unterrichtsmodelle, die wegweisend sind für die Modernisierung des Unterrichts in Deutschland. Was mir an den preisgekrönten Projekten besonders gefällt, ist die Tatsache, dass es samt und sonders keine abgehobenen Leuchtturmkonzepte sind, sondern Unterrichtsideen, die jederzeit an anderen Schulen wiederholbar und umsetzbar sind. Abschreiben ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht!"

Über die Gewinner entscheidet eine hochrangig besetzte Wettbewerbs-Jury, der neben Vertretern der beiden Initiatoren unter anderem angehören: Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Roland Wöller, Sächsischer Staatsminister für Kultus, Prof. Dr. Manfred Prenzel, Gründungsdekan TUM School of Education, TU München, sowie Prof. Dr. Jürgen Baumert, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft.

Der Wettbewerb wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt. Eine Bewerbung ist ab sofort unter www.lehrerpreis.de möglich. Hinweis für Redaktionen: Alle Informationen zur Preisverleihung sowie Foto- und Video-Material stehen in der digitalen Pressemappe unter: www.lehrerpreis.de/preisverleihung zur Verfügung. Unter www.lehrerpreis.de finden Sie auch den Mitschnitt der Preisverleihung.

Eva Hertzfeldt | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.lehrerpreis.de

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