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edacentrum verleiht EDA Medaille 2012 an Dipl.-Math. Irmtraud Rugen-Herzig

23.05.2012
Frau Rugen-Herzig erhielt die EDA Medaille 2012 für ihr Lebenswerk in Forschung und Lehre auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Das edacentrum würdigt damit das herausragende Engagement von Frau Rugen-Herzig zur Förderung von EDA während ihrer über 30-jährigen Tätigkeit in der deutschen Mikroelektronik-Industrie.

Die Preisträgerin bedankte sich herzlich und appellierte an die Teilnehmer des edaWorkshop12: „Mit Kooperationen zwischen Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen haben wir gemeinsam viele EDA-Projekte erfolgreich für die Mikroelektronikanwendungen durchgeführt. Ich bitte Sie diese starke EDA Community auch weiterhin zu nutzen und hier aktiv auf Kollegen aus den jeweils anderen Bereichen zuzugehen! Wir brauchen die Zusammenarbeit mehr denn je, um auch für die zukünftigen mikroelektronischen Herausforderungen die EDA-Innovation kraftvoll voranzutreiben und ihr die erforderliche Priorität zu erhalten.“

Frau Rugen-Herzig hat sich während ihrer Zeit bei Telefunken bzw. TEMIC mit dem Masken- und Layoutentwurf und dessen Verifikation sowie der Rolle parasitärer Effekte in integrierten Schaltkreisen beschäftigt. Später bei Infineon entwickelte sie sich zur ausgewiesenen Expertin im Bereich von Entwurf und Verifikation analoger Schaltkreise. Durch die besondere Kombination ihrer Fach-, Organisations- und Management-Kompetenz wurde Frau Rugen-Herzig Projektkoordinatorin wichtiger EDA-Forschungsprojekte (ANASTASIA, LEONIDAS), mit denen sie vielbeachtete Erfolge erzielte.

Neben den fachlichen Arbeiten engagierte sich Frau Rugen-Herzig bereits frühzeitig für die übergreifenden Aspekte der Mikroelektronik. Sie war bereits 1991 Mitglied in einem ITG-Fachausschuss und hat bis 2012 im GI/GMM/ITG-Leitungsgremium „Rechnergestützter System- und Schaltungsentwurf“ die Industrieseite kompetent vertreten. Seit 1995 hat Frau Rugen-Herzig den industriellen Arbeitskreis „Smart-Systems-Engineering“ und seit 2004 das Steuerungsgremium des edacentrum mit ihrer Kompetenz bereichert und sich für die Förderung der Mikroelektronik eingesetzt. Sie hat dabei zahlreiche Projekte als Gutachterin mit hoher Sachkompetenz betreut und stets uneigennützig wertvolle Hinweise und Ratschläge gegeben. Ihr großes Engagement für das edacentrum und die Mikroelektronik im Allgemeinen ging weit über den üblichen Rahmen hinaus.

Die EDA-Medaille 2012 wird damit einer Persönlichkeit verliehen, die die Entwicklung und den Einsatz von EDA in Deutschland wesentlich vorangetrieben hat.

Über das edacentrum
Das edacentrum ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Institution zur Unterstützung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet Electronic Design Automation (EDA). Es initiiert, begutachtet und begleitet industriegeführte und vom BMBF geförderte EDA-F&E-Projekte und bietet ein umfangreiches Spektrum an Dienstleistungen rund um EDA an. Weiterhin unterstützt es die Bündelung vorhandener EDA-Kompetenz an deutschen Forschungseinrichtungen durch die Stimulation von EDA-Clusterforschungsprojekten und von EDA-Netzwerken. Zusätzlich betreibt das edacentrum Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, die Entwurfsautomatisierung als zentralen Lösungsgedanken für das Komplexitätsproblem der Mikroelektronik im höheren Firmenmanagement, in der Politik und in der Öffentlichkeit stärker transparent zu machen.
Ansprechpartner
Ralf Popp, popp@edacentrum.de, Tel +49 (511) 762 19697, Fax +49 (511) 762 19695

Dr. Dieter Treytnar | idw
Weitere Informationen:
http://www.edacentrum.de/eda-netzwerke/auszeichnungen

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