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Dr. Lothar Beyer-Preis verliehen - Deutscher Forschungspreis für Allgemeinmedizin

05.10.2009
Der Deutsche Forschungspreis für Allgemeinmedizin - Dr. Lothar Beyer-Preis - wurde am 2. Oktober 2009 auf dem wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) in Heidelberg vergeben. Die Preisvergabe wird durch eine Stiftung der Familie Beyer an das Deutsche Institut für Allgemeinmedizin e.V. ermöglicht.

In diesem Jahr wurde eine ganze Reihe exzellenter und auch hochrangig international publizierter Arbeiten vorgelegt. Nahezu alle sind im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms für die Allgemeinmedizin des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entstanden. Nach einem intensiven Peer Review und der Abstimmung unter den dreizehn, von der Mitgliederversammlung der DEGAM bestellten Juroren, konnten folgende Preise vergeben werden:

Den 1. Preis (dotiert mit 25.000 €) erhielt
- Prof. Dr. med. Antonius Schneider (TU München) und seine Arbeitsgruppe für die Arbeit "Diagnostik von Asthma bronchiale und COPD in der Hausarztpraxis".
Der 2. Preis (dotiert mit 10.000 €) ging an
- Prof. Dr. med. Martin Scherer (Univ. Lübeck) und seine Arbeitsgruppe für die Arbeit "Patienten mit Nackenschmerzen - quantitative und qualitative Analyse eines hausärztlichen Versorgungsproblems".
Der 3. Preis (dotiert mit 7.500 €) wurde verliehen an
- Dr. med. Carsten Kruschinski (Medizinische Hochschule Hannover) und seine Arbeitsgruppe für die Arbeit "Hausärztliche Versorgungsrealität und Versorgungsbedarf am Beispiel des Beratungsproblems Schwindel".
Förderpreise wurden vergeben, um Forschungsideen in der Allgemeinmedizin realisierbar zu machen. Je 5.000 € gingen an:

Dr. med. Annika Viniol aus Marburg für ihre Dissertation "Querschnitterhebung zur Einnahme von Schilddrüsenhormonen", Dr. med. Marcel du Moulin (Hamburg/Marburg) für seine Dissertation "Häusliches Gehtraining als Nachsorge für mittelgradige COPD-Patienten nach einer ambulanten Rehabilitation" und Dr. med. Guido Schmiemann (Medizinische Hochschule Hannover) und seine Arbeitsgruppe für die Vorhaben "Inkongruenz in der medikamentösen Behandlung" und "Häufigkeit des Hyperaldosteronismus bei hausärztlichen Patienten mit behandlungsresistentem Bluthochdruck".

Absicht des Dr. Lothar Beyer-Preises ist es, Forschungsanstrengungen dort zu fokussieren, wo es aufgrund der hausärztlichen Versorgungssituation, aber auch der wissenschaftlichen Forschungsperspektive geboten erscheint. Die Ausschreibung zum Wettbewerb zeigte, dass die allgemeinmedizinische Forschung in Deutschland hochwertige Beiträge mit Relevanz für die Darstellung der hausärztlichen Versorgungsfunktion hervorbringt. Die meisten prämierten Arbeiten haben klinische Themen behandelt. Wie auch im Ausland erkennbar, wird sich die Bedeutung der wissenschaftlichen Allgemeinmedizin an klinischen Themen erweisen.

Dr. med. Isabelle Otterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.degam.de

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