Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Doppelt ausgezeichnete Glasforschung

12.07.2013
Materialwissenschaftler der Universität Jena erhält internationale Forschungspreise

Prof. Dr.-Ing. Lothar Wondraczek von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist gleich mit zwei der international renommiertesten Preise aus dem Bereich der Glasforschung ausgezeichnet worden. Der Jenaer Lehrstuhlinhaber für Glaschemie erhielt die Forschungspreise während des Kongresses der internationalen Glasgesellschaften – der für Glasforscher wichtigsten internationalen Konferenz – in Prag.

„Ich verstehe diese Auszeichnungen als große Motivation für die zukünftige Arbeit meiner Gruppe und als Zeichen, dass die Jenaer Glasforschung auch nach fast 60 Jahren nach wie vor zur Weltspitze gehört”, sagt Prof. Wondraczek. Er sei der erste Wissenschaftler weltweit, der diese bedeutendenden Preise in einem Jahr erhalten habe, sagt der Glasforscher, worüber er sich besondere freue.

Prof. Wondraczek ist für seine herausragenden Arbeiten zur Grundlagenforschung und Entwicklung neuer Glaswerkstoffe für die Optik, Photonik, Architektur und energietechnische Anwendungen zunächst der „Woldemar A. Weyl International Glass Science Award” überreicht worden. Dieser wird seit 1977 alle drei Jahre durch die Amerikanische Gesellschaft für Keramik, die Internationalen Gesellschaften für Glas sowie die Pennsylvania State University, USA, für besonders innovative Leistungen junger Wissenschaftler auf dem Feld der Glaswerkstoffe verliehen.

Anschließend erhielt der 35-jährige Jenaer Experte auch den „Vittorio Gottardi Memorial Prize”, welcher ihm in Anerkennung seiner individuellen Leistungen durch 21 nationale Glasgesellschaften, vertreten durch die „International Commission on Glass”, überreicht wurde.

Der gebürtige Jenenser Wondraczek ist seit August 2012 als Lehrstuhlinhaber für Glaschemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Seine Arbeiten konzentrieren sich auf die Entwicklung neuer Werkstoffe für optische und energietechnische Anwendungen sowie für Einsätze in der Architektur. So werden in seiner Gruppe beispielsweise neuartige Glaswerkstoffe für die Faseroptik entwickelt, aber auch neue Konzepte für energieeffiziente Gebäude, intelligente Fassaden und die möglichst effektive Nutzung solarer Energie. Vor seiner Rückkehr nach Jena war Wondraczek zunächst in der Forschungsabteilung eines amerikanischen Werkstoffspezialisten tätig, seit 2008 Professor für Werkstoffwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg, von wo aus er dann als einer der jüngsten Lehrstuhlinhaber an die Universität Jena wechselte.

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. Lothar Wondraczek
Otto-Schott-Institut für Materialforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fraunhoferstr. 6
07743 Jena
Tel.: 03641 / 948504
E-Mail: lothar.wondraczek[at]uni-jena.de

Axel Burchardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro
21.02.2018 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Eva Luise Köhler Forschungspreis für Seltene Erkrankungen 2018 für Tübinger Neurowissenschaftler
21.02.2018 | Universitätsklinikum Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics