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Dokumentation "Grün in der Stadt" präsentiert vorbildliche Städte und Gemeinden

10.02.2009
Gemeinsame Pressemitteilung
von Deutscher Umwelthilfe (DUH), Bundesamt für Naturschutz (BfN), Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund (DStGB)

Siedlungen sind nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sondern wichtig für unsere Naturerfahrung

Zwölf herausragende Naturschutzprojekte im Jahr 2008 ausgezeichnet
– Insgesamt 70 Projekte von Städten und Gemeinden eingereicht
– Abschlussdokumentation „Lebensqualität und Naturschutz in Städten und Gemeinden“ als Ideengeber und Planungshilfe herausgegeben -– Naturschutz in Kommunen dient den Bürgern und ist wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt

„Grün in der Stadt“ – Unter diesem Titel vergab die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) im Jahr 2008 zwölfmal die Auszeichnung „Projekt des Monats“. Alle teilnehmenden Projekte werden nun in der Dokumentation „Naturschutz und Lebensqualität in Städten und Gemeinden – Gute Beispiele aus dem Wettbewerb Grün in der Stadt“ vorgestellt. Von der Gemeinde Wachtberg mit 20.000 Einwohnern bis hin zur Großstadt Frankfurt am Main reicht das Spektrum der Gewinnerkommunen. Insgesamt 70 hochwertige Projekte wurden eingereicht und zeigen die ganze Vielfalt der Möglichkeiten und Bemühungen, der heimischen Tier- und Pflanzenwelt Lebensräume in Städten und Gemeinden zu erhalten und neu zu schaffen und dabei zugleich auch zur Steigerung der menschlichen Lebensqualität beizutragen.

„Wo der Mensch sich nicht mehr in die Natur begibt, können die Kommunen mit dafür sorgen, dass die Natur zum Menschen kommt. Viele Städter verlassen ihren unmittelbaren Lebensraum nur sehr selten, Naturerfahrung können Sie daher oft nur mitten in der Stadt erleben.“ meint Robert Spreter, Leiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH.

„Die eingereichten Projekte haben gezeigt, dass sich gerade auch im besiedelten Bereich zahlreiche Ansatzpunkte und Möglichkeiten bieten, die Anforderungen der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt zu erfüllen und umzusetzen. Denn gerade hier gilt es, innovative Ansätze zu entwickeln, um den klassischen Arten- und Biotopschutz mit den Bedürfnissen des Menschen zu verknüpfen“, ergänzt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel.

„Natur dient dem Menschen, sei es als Spiel- und Lernraum für die Kinder oder als Naturerfahrungsraum, in denen Bürgerinnen und Bürger in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld Ruhe und Erholung finden“, betont Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages im Vorwort der Dokumentation. „Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sind offen und aufgeschlossen für die Naturschutzprojekte ihrer Kommune, wenn sie rechtzeitig informiert und ihre Interessen bei der Planung berücksichtigt werden, und für manche Initiative geben sie sogar den Anstoß.“

Dr. Gerd Landsberg, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes wies darauf hin, dass gesetzliche Vorgaben und Ziele – wie etwas das Ziel, den Verlust der Artenvielfalt in Europa bis 2010 zu stoppen – die Städte und Gemeinden vor besondere Herausforderungen stellen, die in Zeiten knapper Kassen nicht leicht zu bewältigen seien. „Es wäre deswegen zu wünschen, dass Fördermittel der EU und von Seiten der Bundesländer weiterhin fließen und Bund und Länder die erforderlichen Naturschutzgrundlagen schaffen und erhalten, auf deren Grundlage die Kommunen ihre Naturschutzbemühungen aufbauen können.“

Die ausgezeichneten Projekte zeigen ein beeindruckendes bundesweites Spektrum von Ideen und Ansätzen für Naturschutz im Siedlungsraum auf: Es reicht von Bambergs blühenden Straßenrändern, der Naturschule Aggerbogen in Lohmar, dem EMAS-zertifizierten Friedhofswesen in Tübingen, der Umgestaltung eines Militärflughafens in einen Landschaftspark in Unterhaching, der Renaturierung der Lippe in Hamm, bis hin zu Münsters Stadtpark Wienburg, den Kopfweidenalleen in Weiden i.d. OPf, den Scherbelhaufen in Apolda, dem Schaugarten in Wachtberg, der Renaturierung des Hainbachs in Offenbach, den Stadtwiesen auf ehemaligen Brachen in Chemnitz und dem Alten Flugplatz in Frankfurt am Main.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.stadt-gruen.de. Die Dokumentation kann bei der DUH bezogen werden.

„Grün in der Stadt“ ist ein Projekt der Deutschen Umwelthilfe e.V., das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird. Kooperationspartner sind der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), das COmpetence NeTwork URban ECology (CONTUREC), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Deutsche Städtetag.

Für Rückfragen:

Robert Spreter, Deutsche Umwelthilfe e.V., Kommunaler Umweltschutz, Fritz-Reichle-Ring 4, 78315 Radolfzell. Tel.: 07732 9995 -30, Fax: 07732 99 95 -77, E-Mail: spreter@duh.de

Torsten Wilke, Bundesamt für Naturschutz, Außenstelle Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 146, 04277 Leipzig. Tel.: 0341 30977-16, Fax: 0341 30977-40, E-Mail: torsten.wilke@bfn.de

Axel Welge, Deutscher Städtetag, Lindenallee 13-17, 50968 Köln. Tel.: 0221 3771281, E-Mail: axel.welge@staedtetag.de

Ute Kreienmeier, Deutscher Städte- und Gemeindebund, August-Bebel-Allee 6, 53175 Bonn. Tel.: 0228 9596227, E-Mail: ute.kreienmeier@dstgb.de

Robert Spreter | DUH Presse
Weitere Informationen:
http://www.stadt-gruen.de

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