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Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg prämiert die besten Geschäftsideen

03.07.2009
Gründerinitiative verzeichnet im Jahr der Krise Rekordbeteiligung

Mit einer feierlichen Prämierung der innovativsten Geschäftskonzepte endete der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) am Donnerstagabend im Atrium der Investitionsbank Berlin (IBB).

Die insgesamt sechs Gewinner der beiden Bewertungskategorien BPWservice und BPWtechnology erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 48 000 Euro. Bei seiner 14. Auflage vermeldet die von der IBB, der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) und der Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) organisierte Initiative mit 748 eingereichten Businessplänen seit November 2008 und insgesamt 2 700 registrierten Teilnehmern ein Rekordergebnis.

Damit baut der BPW seine Stellung als größte regionale Existenzgründerinitiative in Deutschland deutlich aus.

Gewinner der Kategorie BPWtechnology (für technologieorientierte Konzepte) Für die Entwicklung eines neuartigen Gerätes zur nichtinvasiven Diagnose von Hautkrebs wurde das Gründerteam Dr. Tobias Blaschke, Matthias Fellner und Prof. Klaus Kramer der Firma parelectrics mit dem ersten Platz und 10 000 Euro ausgezeichnet.

Das innovative Fundraising-Konzept von spendino setzt auf Mobilfunktechnologien. Die Gründer Sascha Schubert, Florian Nöll und Martin Müller wollen das Handy zur Sammeldose machen und so vor allem junge Menschen an das Spenden für wohltätige Zwecke heranführen. Mit diesem Konzept sicherten sich die Berliner den zweiten Platz und 8 000 Euro Preisgeld.

Der dritte Platz und die damit verbundenen 6 000 Euro gingen an das Team von Metabolomic Discoveries. Die Potsdamer können mit Hilfe ihrer Technologie die Ursachen von Veränderungen in den Stoffwechselvorgängen von Pflanzen ergründen.

Gewinner der Kategorie BPWservice (für nicht technologieorientierte Konzepte) Über den ersten Platz und einen Scheck über 10 000 Euro konnte sich das Berliner Start-up MyParfuem freuen. Auf dem Online-Portal der Gründer Matti Niebelschütz, Yannis Niebelschütz und Patrick Wilhelm können Kunden einen individuellen Duft komponieren.

Auf dem zweiten Rang landete die Niche Art & Architecture Tours Berlin und erhielt dafür ein Preisgeld in Höhe von 8 000 Euro. Das Unternehmen bietet Sightseeing mal anders: Berliner Kunst und Architektur abseits konventioneller Pfade wollen die Gründerinnen Katharina Beckmann, Stefanie Gerke und Nora-Nele Heinevetter alteingesessenen Hauptstädtern und Touristen näherbringen.

Neutron Games will mit Handball Challenge das weltweit erste Handball-Actiongame für Computer und Spielekonsolen auf den Markt bringen. Dieses ambitionierte Vorhaben der Gründer Gregor Ilg, Björn Kaminski und Daniel Schuster prämierte die Jury mit dem dritten Platz und 6 000 Euro.

BPW 2009 Teilnehmerzuwachs und neuer Prämierungsmodus Die sechs Siegerteams aus beiden Bewertungskategorien setzten sich mit ihren Konzepten gegen 447 eingereichte Businesspläne aus der dritten Wettbewerbsstufe durch. Mit insgesamt 748 Einreichungen prüften die Experten des BPW-Netzwerks soviel Geschäftskonzepte wie nie zuvor. Seit Beginn der Initiative im November 2008 haben sich mehr als 2 700 Interessierte für die Veranstaltungen des BPW registrieren lassen, auch das ein Rekordwert.

Neue Wege beschritt der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg in diesem Jahr bei der Prämierung der Geschäftskonzepte. Während in den Vorjahren bereits in den ersten beiden Phasen des Wettbewerbs die Gewinner platziert wurden, erhielten in diesem Jahr alle Finalisten der Stufen eins und zwei die gleiche Gewinnsumme. Erst in der dritten und letzten Stufe des Wettbewerbs erhielten die siegreichen Teams 10 000 Euro, 8 000 Euro bzw. 6 000 Euro.

BPW Ideenschmiede der Hochschulwettbewerb Im BPW-Hochschulwettbewerb um den Titel Ideenschmiede konnten sich die Vorjahressieger erneut behaupten: In Berlin rangiert die Freie Universität als gründungsaktivste Hochschule vor der Technischen Universität und der Humboldt Universität auf dem ersten Platz. Die Universität Potsdam siegte in Brandenburg, FH Eberswalde und TFH Wildau folgen auf den Plätzen. Der Preis ist mit jeweils 1 000 Euro dotiert. Die Auszeichnung Ideenschmiede Brandenburg nahm Dr. Detlef Stronk, Vorsitzender des Vorstandes der ZukunftsAgentur Brandenburg (ZAB) vor, die FU Berlin erhielt den Preis aus den Händen von Burkhard Ischler von der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB).

Die Auszeichnungen
Die Preise für die siegreichen Geschäftskonzepte überreichten Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin, Ulrich Junghanns, Minister für Wirtschaft des Landes Brandenburg und als Gastgeber des Abends Prof. Dr. Dieter Puchta, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank Berlin(IBB).

Der Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, würdigte am Rande der Prämierung die Erfolge des BPW: Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg bietet innovativen Gründern die Chance, ihre Geschäftsidee zu präsentieren und umfangreiche Beratung und Unterstützung bei der Realisierung dieser Idee zu finden. Schließlich braucht eine gute Idee zum Durchbruch eben auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse und ein funktionierendes Netzwerk. Beides bietet der BPW und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftlichen Perspektiven der Region.

Brandenburg bietet Unternehmensgründern beste Voraussetzungen zur Realisierung einer Geschäftsidee, erläuterte Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg. Der Businessplan-Wettbewerb ist ein wichtiger Bestandteil dieser Rahmenbedingungen, denn hier werden wichtige Kompetenzen vermittelt. Das Wissen zu den Bedingungen einer nachhaltigen Gründung ist neben dem erfolgreichen Knüpfen von Geschäftskontakten die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Der BPW hat mit seinen Angeboten einen wesentlichen Anteil an der Stärkung einer vielfältigen und leistungsfähigen Firmenlandschaft in der Hauptstadtregion.

Prof. Dieter Puchta, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank Berlin(IBB) zeigte sich als Gastgeber der Preisverleihung hoch erfreut über die große Resonanz, die der Businessplan-Wettbewerb auch in diesem Jahr wieder gefunden hat: Es freut mich und es macht mir Mut für die Region, wenn ich sehe, wie viele hoch engagierte potenzielle Jungunternehmer sich heute hier in der IBB eingefunden haben. Es sind nicht nur die Preisträger, nein es ist das insgesamt gute Gründungsklima das gut ist für die Region. Hieran hat der BPW seit Jahren seinen Anteil. Qualifizierte Gründungen waren von großer Bedeutung für den wirtschaftlichen Strukturwandel in Berlin. Berlin braucht aber gerade auch in der jetzigen Situation dieses entschlossene Unternehmertum, das in der IBB einen zuverlässigen Finanzierungspartner und Berater findet.

Klaus-Dieter Licht, Vorsitzender des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB): Die Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt, wie wichtig eine optimale Vorbereitung auf den Geschäftstalltag für angehende Unternehmer ist: Je durchdachter die Gründungsidee, desto sicherer die Basis und desto höher die Chancen sich nachhaltig in der wirtschaftlichen Realität zu behaupten. Der BPW bietet in der Phase einer Firmengründung Hilfe mit Rat und Tat und ist damit einer der Motoren für die ökonomische Entwicklung in Brandenburg und Berlin. Die Unterstützung des BPW seitens der ILB ist uns daher nunmehr seit 13 Jahren ein besonderes Anliegen.

Burkhard Ischler, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) sagte: Nicht nur die Ideen der Gewinner, sondern alle im Rahmen des BPW erarbeiteten Geschäftskonzepte spiegeln die Unternehmenslandschaft in Berlin und Brandenburg wider: innovativ, modern, originell. Der BPW trägt mit seinen Beratungsangeboten dazu bei, das gute Gründungsklima weiter zu verbessern und somit die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg voran zu bringen.

Über den Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg

Gute Geschäftsideen brauchen Unterstützung Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg richtet sich an alle, die eine vielversprechende Geschäftsidee haben und eine Firmengründung in Berlin oder Brandenburg in Betracht ziehen. Ziel des BPW ist es, die Teilnehmer durch kostenlose Seminare und Veranstaltungen sowie individuelles Coaching und Feedback bei der Entwicklung eines in allen Punkten ausgereiften Geschäftskonzeptes zu unterstützen. Eine Jury prämiert in jeder Phase das überzeugendste Teilkonzept.

Zwei Bewertungskategorien
Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg gliedert sich in zwei gleichrangige Kategorien: die Kategorie BPWtechnology für technologieorientierte und die Kategorie BPWservice für nicht-technologieorientierte Produkt- oder Dienstleistungsideen. Die Jury prämiert in den Stufen eins und zwei in beiden Kategorien die jeweils fünf besten Businesspläne, in Stufe drei werden die Finalisten platziert. Im Jahr 2009 vergibt der BPW Preisgelder in Höhe von insgesamt 63 000 Euro.
Eine gemeinsame Initiative
Die Investitionsbank Berlin (IBB), die InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) organisieren den BPW gemeinsam. Träger der Initiative sind die Hochschulen in Berlin und Brandenburg. Schirmherren des BPW sind Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg und Harald Wolf, Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin.

Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg dankt seinen Premiumpartnern, Partnern, Kooperationspartnern und Schirmherren, deren Unterstützung die Umsetzung des BPW erst möglich macht. Der BPW wird zum Großteil aus Mitteln von Premiumpartnern, Partnern und Eigenmitteln der Organisatoren finanziert. In Brandenburg ist für das Projekt zusätzlich eine Förderung des Ministeriums für Wirtschaft aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) vorgesehen.

Pressekontakt
Matthias Haensch, Pressesprecher
Tel. (0331) 660 15 05
Fax (0331) 660 12 31
E-Mail: presse@ilb.de

Matthias Haensch | b-p-w.de.
Weitere Informationen:
http://www.b-p-w.de

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