Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesforschungsministerium fördert Projekt von Wittener Wasserforschern im Krüger-Nationalpark

18.02.2015

Sauberes Wasser durch mobiles Wasserlabor und Schulung von Mitarbeitern in dem Schutzgebiet in Südafrika

Wittener Wissenschaftler sind daran beteiligt, das Wasser im südafrikanischen Krüger-Nationalpark (KNP) sauber zu halten. Sie haben jetzt mit der Verwaltung des Parks ein Abkommen unterschrieben, das Messungen mit einem mobilen Labor und die Schulung von Mitarbeitern vorsieht.


Mobile Messstation

Foto: IEEM

„Bisher konnten wir nur außerhalb des Krügerparks die Zuläufe kontrollieren, nun können wir auch im Park selbst messen“, erklärt Prof. Dr. mult. Karl-Ulrich Rudolph vom Institut für Umwelttechnik und Management (IEEM) an der Universität Witten/Herdecke die neue Phase im Projekt mit dem offiziellen Namen MOSA – Integriertes Wasserressourcenmanagement (IWRM) Südafrika II, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2006 gefördert wird.

Der Olifants-River, der den Krüger-Nationalpark mit Wasser versorgt, ist durch intensive landwirtschaftliche und industrielle Nutzung sowie unzureichend aufbereitete Haushaltsabwässer extrem belastet. Dadurch starben in den vergangenen Jahren zahlreiche Fische und Krokodile, ganz abgesehen davon, dass die Wildtiere im Park das Trinkwasser aufnehmen.

Mit Hilfe des mobilen MOSA Wasserlabors, das Ergebnisse von Wasseranalysen in Echtzeit übertragen kann, soll der Zustand des Flusses nun laufend überwacht werden. Dazu werden lokale Mitarbeiter für die Probenahmen und Wasseruntersuchungen geschult.

„Wir versuchen aber auch mit eigens entwickelten Bildungsspielen das Bewusstsein für die Sauberhaltung des Wassers zu wecken“, schildert Prof. Rudolph das vereinbarte Maßnahmenpaket. „Es geht um die richtige Technik, aber auch um Akzeptanz und darum, welche Institutionen wie mitmachen müssen, damit das Modell lauffähig wird und bleibt.“

In der nun beginnenden letzten Phase des MOSA Projektes ist der KNP ein wichtiger Partner für die praktische Umsetzung der gemeinsam von deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen entwickelten Konzepte. Das IEEM hatte in den vergangenen Jahren bereits mit Forschungsvorhaben und Entwicklungsprojekten in Ländern wie Indien, Peru, Vietnam oder Jordanien nachgewiesen, welche Technologien und Betriebsmodelle wo funktionieren, und wie man das Wassermanagement den Verhältnissen vor Ort entsprechend gestalten kann.

„Auf Basis dieser Erfahrungen, im Verbund mit unseren Partneruniversitäten Bonn, Bochum und Pretoria und mit dem Know-how unserer Industriepartner LAR, HUBER, REMONDIS, DISY und DHI sind wir zuversichtlich, die gesetzten Ziele des Forschungsprojektes erreichen zu können“, so Prof. Rudolph. Darüber hinaus arbeitet das Projekt eng mit dem südafrikanischen Forschungsministerium (Department of Science and Technology), der nationalen Wasserforschungskommission Südafrikas (Water Research Commission) und internationalen Entwicklungsbanken zusammen, um die gewonnen Erkenntnisse in Zukunft auch für ähnliche Projekte nutzen zu können.

Weitere Informationen bei Jens Hilbig M.A., IEEM gGmbH, 02302 / 91 401-28, hilbig@uni-wh-ieem.de, www.uni-wh-ieem.de 

Über das IEEM:
Das Institut für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke (Institute of Environmental Engineering and Management, IEEM) verbindet die Bereiche Ingenieurwesen und Umwelt-Ökonomie zu einem anwendungsbezogenen, wissenschaftlichen Ansatz im weiten Feld der klassischen Siedlungswasserwirtschaft (Wasser, Abwasser, Abfall).

Ziel des Instituts ist es, innovative technische und ökonomische Lösungen zu erarbeiten und international umzusetzen, um ein nachhaltiges Wirtschaften und den Schutz von Umweltressourcen zu ermöglichen. Dies umfasst auch die Entwicklung moderner Managementmethoden und Organisationsstrukturen, mit denen technische und institutionelle Konzepte optimal gestaltet und effizienzorientiert umgesetzt werden.

Über UW/H:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.000 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

Weitere Informationen:

http://www.uni-wh-ieem.de

Kay Gropp | Universität Witten/Herdecke

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rosige Zeiten für die Meeresforschung: SFB „Roseobacter“ wird weitere vier Jahre gefördert
08.12.2017 | Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

nachricht Wie lassen sich künstliche Lungen implantieren?
06.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie