Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Britt Wildemann gewinnt "Oskar und Helene-Medizinpreis" 2011

28.10.2011
Britt Wildemann, Professorin am Berlin-Brandenburg Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) und am Julius Wolff Institut der Charité – Universitätsmedizin Berlin, erhält zusammen mit Gerhard Schmidmaier, Professor am Universitätsklinikum Heidelberg den diesjährigen Oskar und Helene-Medizinpreis.

Mit der mit 50 000 Euro dotierten Auszeichnung der Oskar-Helene-Heim Stiftung werden die Biologin und der Mediziner für ihre wegweisenden Forschungsergebnisse zur Stimulation der Knochenheilung bei Frakturen geehrt.

Die Biologin und der Unfallchirurg erforschen seit über zehn Jahren Methoden zur Stimulation der Knochenheilung. Für Mediziner stellt die verminderte Knochenheilung nach Brüchen oder operativen Eingriffen bis heute eine schwerwiegende Problematik dar. Bis zu 30 Prozent der Patienten erleiden Heilungsstörungen, die den Wiederaufbau von gesundem Knochengewebe verhindern oder verringern und zu starken Beeinträchtigungen im Alltag bis hin zur Berufsunfähigkeit führen können.

Heilungsstimulierende Faktoren können die Regeneration von Organen und Geweben positiv unterstützen. Britt Wildemann und Gerhard Schmidmaier konnten nachweisen, dass das heute zugelassene Protein BMP-2 die verzögerte Knochenheilung positiv beeinflusst und weitere biologische Prozesse zur Heilung anregt. Um nichtgewünschte Nebenwirkungen an anderen Organen zu verhindern, entwickelten die Wissenschaftler eine spezielle Beschichtung für Implantate. Diese Beschichtung enthält Wirksubstanzen und Antibiotika, die über einen definierten Zeitraum lokal am Wirk-Ort freigegeben werden und die Heilungsprozesse des Knochens anregen. Die von den Wissenschaftlern entwickelte antibiotikahaltige Beschichtung ist heute zur Infektprophylaxe für Patientinnen und Patienten zugelassen.

Britt Wildemann forschte in Berlin, Hannover und den USA und wurde 2005 an der Charité habilitiert. Im Jahr 2009 erhielt sie einen Ruf auf die Professur für Biologische Grundlagen der Muskuloskeletalen Regeneration an der Charité und leitet das Team „Stimulation der Knochenheilung“ am Julius Wolff Institut. Gerhard Schmidmaier, der in München und Berlin tätig war, wechselte Anfang 2010 von der Charité an das Universitätsklinikum Heidelberg, wo er die Sektion Unfall- und Wiederherstellungschirurgie leitet.

Der Oskar und Helene-Medizinpreis wurde am 27.Oktober 2011 im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie von der Stiftung Oskar-Helene-Heim verliehen.

Kontakt:
Stephanie Benusch
Julius Wolff Institut
Charité – Universitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 652 096
Stephanie.Benusch[at]charite.de

Stefanie Winde | idw
Weitere Informationen:
http://www.charite.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten