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BMBF-Preis holt Spitzenforscher nach Deutschland

27.11.2008
Schavan: "Signal für Attraktivität der Forschungslandschaft in Deutschland" / Alexander von Humboldt-Professur ist der höchst dotierte Wissenschaftspreis

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Alexander von Humboldt-Stiftung haben in diesem Jahr den höchst dotierten internationalen Forscherpreis ins Leben gerufen.

Bereits in der ersten Auswahlrunde für die Alexander von Humboldt-Professur ist es nun gelungen, neun internationale Spitzenforscher nach Deutschland zu holen. Ziel des Preises ist es, dass herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen ihre Forschungsarbeiten langfristig aus dem Ausland an deutsche Hochschulen verlagern.

Das Geld fließt vor allem in den Aufbau von Forschungsteams und die Ausstattung von Laboren; außerdem wird den Forschern ein international konkurrenzfähiges Gehalt geboten. Den Hochschulen gibt der Preis die Chance, sich im internationalen Wettbewerb zu profilieren. Im Gegenzug verpflichten sich die Hochschulen, die Forscher und ihr Team in ein strategisches Gesamtkonzept einzubinden. Damit sind die besten Voraussetzungen dafür gegeben, den Wissenschaftlern eine dauerhafte Perspektive in Deutschland zu bieten.

Der Preis ist ein zentrales Instrument, um die Internationalisierung und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Forschungs- und Hochschullandschaft zu stärken. Die Alexander von Humboldt-Professur wird vom Bundesforschungsministerium finanziert und von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und ist mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro dotiert.

"Wir müssen international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland holen und sie hier halten. Dafür sind die Alexander von Humboldt-Professuren ein wichtiger Impuls", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Donnerstag in Berlin. "Wir geben den Preisträgern die besten Voraussetzungen dafür, dass sie hier bleiben."

Der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz unterstrich besonders die strukturbildende Wirkung des Preises und das attraktive Umfeld, für das die deutschen Universitäten mit dem Preisgeld sorgen. "Mit der Alexander von Humboldt-Professur eröffnen wir deutschen Hochschulen nicht nur die Chance, internationalen Spitzenkräften ein konkurrenzfähiges Gehalt zu bieten – so wichtig und richtig dies ist. Sondern es geht auch darum, attraktive Rahmenbedingungen und eine langfristige Perspektive für die Arbeit in Deutschland zu bieten. Denn nur hiermit überzeugt man die Besten der Besten – und nicht allein mit der Aussicht auf ein vergleichbares Gehalt wie in den USA, der Schweiz oder anderen Ländern", sagte Schwarz.

Alle neun Preisträgerinnen und Preisträger, die von Hochschulen nominiert worden sind, haben die Auszeichnung angenommen und treten nun in die abschließenden Verhandlungen mit den deutschen Universitäten ein. Sechs der neun Preisträger, die bislang alle eine Zeit lang im Ausland geforscht haben, sind Deutsche und kehren nun nach erfolgreicher Tätigkeit an ausländischen Einrichtungen nach Deutschland zurück. Damit wird ein wichtiges Ziel der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung verwirklicht: die "besten Köpfe" für Deutschland zu gewinnen oder zurückzuholen.

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http://www.bmbf.de/press/

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